Examensarbeit, 2008
122 Seiten, Note: 1,3
1. Handlungs- und Produktionsorientierung im Unterricht
1.1 Die historische Vielfalt der Handlungsorientierung im Unterricht
1.1.1 Konzepte der Handlungsorientierung in der Geschichte
1.1.2 Handlungsorientierung in der reformpädagogischen Bewegung
1.2 Ansätze zur Bestimmung des Begriffs „Handlungsorientierter Unterricht“
1.2.1 Handlungsorientierter Unterricht nach H. MEYER
1.2.1.1 Definition des Begriffes
1.2.1.2 Merkmale
1.2.2 Handlungsorientierter Unterricht nach H. GUDJONS
1.2.2.1 Definition des Begriffs
1.2.2.2 Merkmale
1.2.3 Handlungsorientierter Unterricht nach M. BÖNSCH
1.2.3.1 Begriffsklärung
1.2.3.2 Bestimmungsmomente und Dimensionen
1.3 Die Produktionsorientierung im Unterricht
1.3.1 Formen von Handlungsprodukten
1.3.2 Bewertung von Handlungsprodukten
1.4 Die Frage nach der Notwendigkeit von Handlungsorientiertem Unterricht
1.4.1 Die lernpsychologische Begründung
1.4.2 Entwicklungstheoretische Begründungen
1.4.3 Sozialisationstheoretische Begründungen
1.4.4 Erwerb von (neuen) Basisqualifikationen und Schlüsselkompetenzen
1.4.5 Bildungstheoretische Begründung
1.5 Handlungsorientierter Unterricht: Grenzen, Kritik, offene Fragen
1.6 Zusammenfassung
2. Handlungs- und produktionsorientierte Arbeitsverfahren im Literaturunterricht
2.1 Literaturunterricht in der Sekundarstufe I
2.1.1 Aufgaben des Literaturunterrichts in der Sekundarstufe I
2.1.2 Der gegenwärtige Literaturunterricht in der Kritik
2.2 Literaturtheoretische Grundlagen des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
2.2.1 Der rezeptionsästhetische Ansatz
2.2.2 Der poststrukturalistische Ansatz
2.3 Zum Begriff des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
2.3.1 Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht nach G. HAAS
2.3.1.1 Zugänge zur Literatur
2.3.1.2 Entwicklung des Schülers zum Leser
2.3.2 Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht nach K. SPINNER
2.3.2.1 Begründung produktiver Verfahren
2.3.2.2 Identität und Identitätsorientierung
2.3.2.3 Fremdverstehen
2.3.2.4 Imagination
2.3.2.5 Gestalten
2.3.2.6 Kreatives Schreiben im Deutschunterricht
2.3.3 Produktiver Umgang mit Literatur nach G. WALDMANN
2.3.3.1 Literarisches Verstehen eines Textes
2.3.3.2 Produktiver Umgang mit Literatur als Erfahrung
2.4 Handlungs- und produktionsorientierte Arbeitsverfahren im Literaturunterricht
2.4.1 Textproduktive Verfahren
2.4.1.1 Textproduktive Verfahren bei HAAS/MENZEL/SPINNER
2.4.1.2 Textproduktive Verfahren bei WALDMANN
2.4.2 Szenische Gestaltungen (körperliche Ausdrucksformen)
2.4.3 Visuelle Gestaltungen
2.4.4 Akustische Gestaltungen
2.5 Kritische Anmerkungen zum handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht
2.5.1 Verlust des Respekts vor der Literatur
2.5.2 Subjektivitätsvorwurf
2.5.3 Vorwurf der Anspruchslosigkeit
2.5.4 Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht widerspricht dem natürlichen Leseprozess
2.5.5 Handlungs- und produktionsorientierte Methoden als Selbstzweck
2.5.6 Zeitproblem
2.5.7 Problematik der Bewertung
3. Zur Vorstellung des Buches „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ und seinen Potenzen für den Literaturunterricht
3.1 Vorstellung des Autors
3.2 Vorstellung des Buches
3.2.1 Inhaltsangabe
3.2.2 Analyse
3.2.2.1 Aufbau und Struktur
3.2.2.2 Sprache und Wortwahl
3.2.2.3 Figurenkonstellation
3.2.2.4 Zentrale Themen
3.2 Potenzen des Buches und seine Eignung für den Unterricht
3.3 Einordnung in die Aufgabenbereiche des Rahmenlehrplans der Sekundarstufe I
4. Unterrichtssequenz zur Erschließung des Buches „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“
4.1 Zielstellungen der Unterrichtssequenz
4.1.1 Ziele und Qualifikationserwartungen der Unterrichtssequenz
4.1.2 Auszubildende Kompetenzen
4.1.3 Aufbau der Unterrichtssequenz
4.2 Unterrichtsstunde 1
4.3 Unterrichtsstunde 2
4.4 Unterrichtsstunde 3
4.5 Unterrichtsstunde 4
4.6 Unterrichtsstunde 5
4.7 Unterrichtsstunde 6
4.8 Unterrichtsstunde 7 - 9
4.9 Unterrichtsstunde 10
4.10 Unterrichtsstunde 11
4.11 Unterrichtsstunde 12
4.12 Unterrichtsstunde 13
4.13 Unterrichtsstunde 14
4.14 Unterrichtsstunde 15
4.15 Unterrichtsstunde 16
4.16 Unterrichtsstunde 17
4.17 Abschließende Bemerkung
4.18 Weitere Unterrichtsvorschläge
4.19 Projektideen
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Grenzen handlungs- und produktionsorientierter Verfahren im Literaturunterricht der Sekundarstufe I. Ziel ist es, auf Basis didaktischer Theorieansätze darzulegen, wie durch schüleraktive und kreative Methoden — exemplarisch angewendet an Francois Lelords Buch „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ — das Interesse an Literatur geweckt und ein tieferes Verständnis gefördert werden kann, um Lernenden in einer Wissensgesellschaft notwendige Kompetenzen zu vermitteln.
2.5.1 Verlust des Respekts vor der Literatur
KÜGLER kritisiert maßgeblich, dass ein auf handlungs- und produktionsorientierte Verfahren ausgelegter Literaturunterricht zu einem Verlust des Respekts vor dem literarischen Werk führt. Er sieht eine Gefahr darin, dass das Interesse an bzw. das Verhältnis zur Literatur nur sekundär ist und der literarische Text nur mehr als Material, Textobjekt oder Medium für Schüler und Lehrer angesehen wird. SPINNER konstatiert in diesem Zusammenhang, dass dem handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht oftmals „vorgeworfen“ wird, dass literarische Texte nur als Ausgangsbasis für „kreative Spielereien“ betrachtet würden. In diesem Kontext wird dem Ansatz ferner unterstellt, er würde durch Verfremdung und Nachbearbeitung der ästhetischen Geschlossenheit eines Textes nicht gerecht.
Befürworter eines handlungs- und produktionsorientierten Ansatzes stellen diesen Einwänden gegenüber, dass ein literarisches Werk nicht als „unantastbar“ betrachtet werden sollte und der Mythos des „autonomen Kunstwerks“ überholt sei. Ferner wird darauf verwiesen, dass in der Vergangenheit immer wieder Originaltexte (beispielsweise Sagen oder Mythen etc.) von Autoren verfremdet und bearbeitet wurden, so dass auch Schülern das gleiche „Recht“ zugestanden werden sollte.
1. Handlungs- und Produktionsorientierung im Unterricht: Dieser Abschnitt erörtert die historische Tradition, definitorische Ansätze führender Didaktiker und die pädagogische Notwendigkeit handlungsorientierten Lernens.
2. Handlungs- und produktionsorientierte Arbeitsverfahren im Literaturunterricht: Hier werden fachdidaktische Grundlagen, theoretische Modelle und spezifische produktive Methoden für den Literaturunterricht detailliert beleuchtet und kritisch diskutiert.
3. Zur Vorstellung des Buches „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ und seinen Potenzen für den Literaturunterricht: Der Autor stellt das Werk vor, analysiert seine Struktur und begründet die Eignung des Romans für den schulischen Einsatz in der Sekundarstufe I.
4. Unterrichtssequenz zur Erschließung des Buches „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“: Dieser praxisorientierte Teil umfasst die detaillierte Planung einer 17-stündigen Unterrichtssequenz, inklusive Lernzielen, Kompetenzaufbau und konkreten Methodenbeschreibungen für jede Stunde.
5. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse sowie die praktischen Erfahrungen der Arbeit zusammen und bewertet den Stellenwert handlungs- und produktionsorientierter Verfahren im modernen Literaturunterricht.
Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Literaturunterricht, Sekundarstufe I, Hectors Reise, Francois Lelord, Lesemotivation, Kreatives Schreiben, Projektunterricht, Identitätsentwicklung, Rezeptionsästhetik, Handlungsbegriff, Didaktik, Literaturdidaktik, Schüleraktivierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem didaktisch-methodischen Ansatz der Handlungs- und Produktionsorientierung und dessen Anwendung sowie den Möglichkeiten und Grenzen im Literaturunterricht der Sekundarstufe I.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des handlungsorientierten Unterrichts, die Problematik der aktuellen Lesemotivation bei Jugendlichen, sowie die Implementierung produktiver Verfahren im Literaturunterricht zur Förderung von Lesekompetenz.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie handlungs- und produktionsorientierte Verfahren das Verständnis und die Auseinandersetzung mit Literatur vertiefen können und inwieweit diese Methoden in der Praxis zur Motivation der Schüler beitragen.
Es handelt sich um eine literaturdidaktische Hausarbeit, die auf einer umfassenden Analyse fachwissenschaftlicher Literatur zu didaktischen Modellen basiert und diese mit einer konzeptionellen Unterrichtssequenz verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung didaktischer Konzepte (nach Meyer, Gudjons, Bönsch), eine Analyse des Literaturunterrichts und eine praktische Anwendung in Form eines Unterrichtsentwurfs zum Roman „Hectors Reise“.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Handlungsorientierung, Literaturdidaktik, Schüleraktivierung, Lesemotivation und das Werk von Francois Lelord.
Der Autor sieht in dem Roman ein großes Potenzial, da er leicht verständlich geschrieben ist und Themen wie Identitätsfindung oder gesellschaftliche Verantwortung behandelt, die für Schüler in der Pubertät besonders relevant sind.
Der Autor schlägt vor, die Bewertungsproblematik als Chance zu begreifen und Bewertungskriterien gemeinsam mit den Schülern zu erarbeiten, wobei auch kooperative Lernprozesse und Portfolio-Arbeiten in die Note einfließen sollten.
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