Bachelorarbeit, 2020
54 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.2 Zielgruppe: Kinder und Jugendliche
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Digitale Revolution: Internet
2.1 Neue Medien
2.2 Computervermittelte Kommunikation/Social Media
3. Forschungsstand Mobbing/Cybermobbing
3.1 Cybermobbing als Form von Gewalt
3.2 Defintion
3.2.1 Mobbing
3.2.2 Cybermobbing
3.2.3 Mobbing vs. Cybermobbing
3.3 Ausprägungen und Formen
3.3.1 Kanäle
3.3.2 Methode
3.3.3 Arten nach Katzer
3.4 Rollenverteilung
3.5 Ursachen und Motive
3.6 Folgen
3.7 Verbreitung
4. Die Corona-Pandemie
5. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Cybermobbing: „Distanzunterricht“
5.1 Methodische Herangehensweise: Inhaltsanalyse nach Mayring
5.2 Vorstellung des Materials
5.3 Ergebnisse
5.4 Zwischenfazit: gesteigerte Mediennutzung
5.5 Schlüsselkategorie A: Distanzunterricht
6. Diskussion
7. Limitation
8. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der Corona-Pandemie auf das Phänomen Cybermobbing bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Im Zentrum steht die Analyse, inwiefern pandemiebedingte Maßnahmen, wie etwa Homeschooling oder Distanzunterricht, die Mediennutzung der Zielgruppe veränderten und damit neue Rahmenbedingungen schufen, die Cybermobbing begünstigen können.
3.2.1 MOBBING
Bei der Suche nach einer präzisen Definition des Phänomens „Mobbing“ fällt auf, dass es nicht die eine zentrale Begriffsbeschreibung, sondern verschiedene Ansätze und Betrachtungsweisen gibt. Um sich einer Definition zu nähern, wird der Begriff „Mobbing“, der im 18. Jahrhundert im englischsprachigen Raum entstand, erst hinsichtlich seiner grundsätzlichen namentlichen Entstehung betrachtet. Das englische Verb „to mob“ bedeutet in der deutschsprachigen Übersetzung „anpöbeln“ oder „belästigen“. Das daraus abgeleitete Substantiv „Mob“ bezeichnet eine „wütenden Menschengruppe“, eine „Meute“ oder einen „Pöbel“ (vgl. Brinkmann, 2002, S. 11).
Entgegen vieler Behauptungen war es aber nicht der Verhaltensforscher Konrad Lorenz, der diesen Begriff durch seine Untersuchung von aggressiven Verhalten von Tieren gegenüber einem anderen Tier prägte, sondern der Mainzer Mediziner Rudolf Bilz, der „im Rahmen seiner Forschungen zur Paläo-Anthropologie [den Begriff Mobbing] als „‚Aggressivität des Anstoßnehmens‘ entwickelt[e]“ (Roth, 2002, S. 197).
Die Untersuchung des Phänomens aus sozialpsychologischer Sicht lieferte Heinz Leymann in den 1990er Jahren. Der schwedische Psychologe Dan Ake Olweus beschrieb das Phänomen „Mobbing“ wie folgt: „Ein Schüler oder eine Schülerin ist Gewalt ausgesetzt oder wird gemobbt, wenn er oder sie wiederholt und über eine längere Zeit den negativen Handlungen eines oder mehrerer anderer Schüler oder Schülerinnen ausgesetzt ist“ (Olweus, 2006, S. 22). Mobbing ist somit ein Zustand, bei dem ein Individuum ununterbrochen Schikanierungen sowie gezielter Angriffe auf dessen Person und Ausgrenzung aus Kollektiven erlebt.
1. Einleitung: Beschreibt die Aktualität und Dringlichkeit des Themas anhand von Fallbeispielen und definiert die Forschungsfrage sowie die Zielgruppe der Arbeit.
2. Digitale Revolution: Internet: Beleuchtet die technologische Entwicklung und deren Einfluss auf die Kommunikationsformen sowie die Rolle sozialer Netzwerke für die digitale Identitätsfindung.
3. Forschungsstand Mobbing/Cybermobbing: Bietet eine eingehende theoretische Fundierung, definiert die Begriffe Mobbing und Cybermobbing und analysiert verschiedene Rollen und Ursachen.
4. Die Corona-Pandemie: Beschreibt das Auftreten der Pandemie und deren gesellschaftliche Auswirkungen durch Schutzmaßnahmen und soziale Einschränkungen.
5. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Cybermobbing: „Distanzunterricht“: Nutzt die Inhaltsanalyse nach Mayring, um den Einfluss von Distanzunterricht auf die Entstehung von Cybermobbing-Faktoren zu untersuchen.
6. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse der Quellenanalyse kritisch und reflektiert die technologischen sowie sozialen Herausforderungen im Distanzunterricht.
7. Limitation: Reflektiert kritisch die Methodik der Arbeit und weist auf die Grenzen der Aussagekraft der Ergebnisse hin.
8. Fazit: Fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige politische sowie präventive Ansätze.
Cybermobbing, Corona-Pandemie, Distanzunterricht, Homeschooling, Mediennutzung, Mobbing, Medienkompetenz, Anonymität, soziale Dynamik, Schulalltag, Jugendliche, Opfer-Täter-Rollen, Gewaltprävention, soziale Isolation, Digitalisierung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Corona-Pandemie auf das Phänomen Cybermobbing bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen von Schulschließungen, der gesteigerten Mediennutzung im Distanzunterricht sowie den psychologischen Ursachen und Folgen von Mobbing im digitalen Raum.
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, inwiefern die Pandemie das Leben der Jugendlichen durch veränderte Online-Aktivitäten beeinflusst und zur Zunahme von Cybermobbing beigetragen hat.
Es wird die Methode der Inhaltsanalyse nach Mayring angewendet, um Studien, Berichte und Medienberichte deduktiv auszuwerten.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Forschungsstand, der Definition von Mobbing, der Rolle der digitalen Kommunikation während der Pandemie sowie einer spezifischen Wirkungsanalyse der Faktoren des Distanzunterrichts.
Die wichtigsten Begriffe sind Cybermobbing, Corona-Pandemie, Distanzunterricht, Medienkompetenz und digitale Gewalt.
Die Anonymität senkt die Hemmschwelle für Täter, da diese weniger Sanktionen fürchten müssen und das emotionale Feedback der Opfer aufgrund der fehlenden physischen Begegnung ausbleibt.
Eine mangelnde Medienkompetenz erschwert die Überwachung und Intervention bei Cybermobbing in digitalen Unterrichtsformen und reduziert die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen.
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