Diplomarbeit, 2008
78 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 WISSEN UND WISSENSMANAGEMENT
2.1 VON ZEICHEN ZUM WISSEN
2.2 VON WISSEN ZUM WISSENSMANAGEMENT
2.3 WISSENSARTEN UND –EIGENSCHAFFTEN
2.3.1 EXPLIZITES UND IMPLIZITES WISSEN
2.3.2 EMBODIED UND DISEMBODIED KNOWLEDGE
2.3.3 EMBEDDED UND MIGRATORY KNOWLEDGE
2.4 WISSEN: INDIVIDUELL VS. KOLLEKTIV (KANN WISSEN KOLLEKTIV SEIN?)
2.5 WISSENSMANAGEMENT ALS PROZESSMODELL
2.6 ZWISCHENFAZIT
3 JOINT VENTURES
3.1 TRANSAKTIONSKOSTENANSATZ
3.2 JOINT VENTURES ALS ORGANISATIONSFORM ZWISCHEN MARKT UND HIERARCHIE
3.3 DAS JOINT VENTURE: DEFINITION UND FORMEN
3.4 ÜBERBLICK ZUR AKTUELLE VERBREITUNG VON JOINT VENTURES
3.5 KONTROLLE: EINFLUSSFAKTOREN, DOMÄNE UND ARTEN
3.6 AUSGEWÄHLTE JOINT VENTURE-KONTROLLMECHANISMEN
3.7 ZWISCHENFAZIT
4 JOINT VENTURES, KONTROLLMECHANISMEN UND WISSENSMANAGEMENT
4.1 LITERATURÜBERBLICK: JOINT VENTURES UND WISSEN
4.2 WISSENSMANAGEMENT IM JOINT VENTURE
4.2.1 WISSENSGENERIERUNG & WISSENSAKQUISITION
4.2.2 WISSENSTRANSFER
4.3 KONTROLLINSTRUMENTE UND IHR EINFLUSS AUF DAS WISSENSMANAGEMENT
4.4 KRITISCHE WÜRDIGUNG
5 SCHLUSSBETRACHTUNG
Diese Diplomarbeit zielt darauf ab, den organisationalen Wissensmanagementprozess auf den interorganisationalen Kontext von Joint Ventures zu übertragen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die im Joint Venture eingesetzten Kontrollmechanismen die Prozesse der Wissensgenerierung, Wissensakquisition und den Wissenstransfer beeinflussen und steuern.
1 Einleitung
In den letzten Jahrzehnten hat die Ressource Wissen zunehmend an Bedeutung gewonnen. In diesem Zusammenhang wird auch der Übergang von der Industriegesellschaft zur Wissens- bzw. Informationsgesellschaft postuliert. In der postindustriellen Gesellschaft spielt Wissen im Vergleich zu Arbeit und Kapital eine immer wichtigere Rolle im Kampf um Wettbewerbsvorteile. Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich das weltweit vorhandene Wissen exponentiell vermehrt, in Folge dessen ist alle fünfeinhalb Jahre mit einer Verdopplung des weltweit vorhandenen Wissens zu rechnen.
Wissen kann, wenn es fest in der Organisation verwurzelt ist, zu einer Kernkompetenz werden, da es aufgrund seiner kausalen Ambiguität als schwer imitierbar gilt. Die fortwährende Verkürzung von Produktlebenszyklen, bei gleichzeitig zunehmender Aufspaltung der Gesellschaft in immer heterogenere Splittergruppen, trägt dazu bei das Wissensvorsprünge zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor werden. Wissen über Absatzmärkte, einzelne Kundengruppen, Produktionstechnologien, Marketingmaßnahmen und Forschungs-Know-how kann, wenn es fest in der Organisation verwurzelt ist, zum Alleinstellungsmerkmal werden. Da die potentiell erwerbbare Menge an Wissen von einzelnen Unternehmen und erstrecht von einzelnen Individuen nicht mehr erfassbar ist, wird es umso wichtiger, dass Unternehmen für sie relevantes Wissen effektiv managen.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Ressource Wissen in der modernen Wirtschaft ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Wirkung von Kontrollmechanismen in Joint Ventures auf Wissensmanagementprozesse zu untersuchen.
2 WISSEN UND WISSENSMANAGEMENT: Dieses Kapitel konzeptualisiert den Wissensbegriff, differenziert zwischen verschiedenen Wissensarten wie explizitem und implizitem Wissen und stellt den Wissensmanagementprozess als Managementfunktion dar.
3 JOINT VENTURES: Das Kapitel bietet eine transaktionskostentheoretische Fundierung von Joint Ventures, definiert deren Formen und analysiert ausführlich die Faktoren und Instrumente der Kontrolle in solchen Kooperationen.
4 JOINT VENTURES, KONTROLLMECHANISMEN UND WISSENSMANAGEMENT: Hier erfolgt die Synthese, in der der Einfluss der zuvor analysierten Kontrollinstrumente auf die Wissensgenerierung, Wissensakquisition und den Wissenstransfer im Joint Venture-Kontext kritisch untersucht wird.
5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung personengebundener Wissensprozesse und gibt Ausblicke auf weiteren Forschungsbedarf im Bereich der interorganisationalen Wissenssteuerung.
Wissensmanagement, Joint Venture, interorganisationales Lernen, Kontrollmechanismen, Wissensakquisition, Wissenstransfer, explizites Wissen, implizites Wissen, Transaktionskosten, organisationales Lernen, Kooperation, Wissensgenerierung, Wissensbasis, Unternehmenskultur, Personalmanagement.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen in Joint Ventures durch gezielte Kontrollmechanismen das Wissensmanagement steuern und den Transfer von Wissen zwischen dem Gemeinschaftsunternehmen und den Muttergesellschaften beeinflussen können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle von Wissensmanagement-Theorien und der Governance von Joint Ventures, insbesondere unter Betrachtung verschiedener Kontrollinstrumente.
Das Ziel ist es zu verstehen, wie Kontrolle – von formellen Verträgen bis zu informeller Kultursteuerung – als Hebel für den Wissensfluss und die Wissensakquisition im interorganisationalen Kontext dient.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Synthese bestehender empirischer Studien, um einen integrativen theoretischen Rahmen für das Wissensmanagement in Joint Ventures zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Wissensmanagements, die Analyse von Joint Ventures als Organisationsform und die anschließende Synthese, in der die Kontrollinstrumente direkt auf ihre Wirkung hinsichtlich Wissensprozessen geprüft werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Wissensmanagement, Joint Venture, interorganisationales Lernen, Kontrollmechanismen sowie Wissensakquisition und -transfer definieren.
Das Board fungiert als zentraler Kommunikationskanal zwischen Joint Venture und Muttergesellschaften und trifft die strategischen Entscheidungen, die den Rahmen für Wissensinvestitionen und -flüsse setzen.
Expatriates sind entscheidende Wissensträger, die durch Sozialisation im Joint Venture Wissen akquirieren und dieses bei ihrer Rückkehr in die Mutterorganisation als Teil eines Wissensreservoirs einbringen.
Explizites Wissen lässt sich kodifizieren und in Dokumenten festhalten, während implizites Wissen eng an Personen gebunden und nur schwer artikulierbar ist, was einen hohen Grad an Interaktion (z.B. durch soziale Prozesse) für den Transfer erfordert.
Nein, die Arbeit zeigt, dass der Kapitalanteil zwar eine Basis für die Verhandlungsmacht bietet, die tatsächliche Kontrolle und Wissenssteuerung jedoch von komplexeren Faktoren wie der strategischen Relevanz, den entsandten Schlüsselpersonen und informellen Mechanismen abhängt.
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