Examensarbeit, 2007
95 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Der Klimawandel
2.1 Das Klimasystem
2.2 Der Treibhauseffekt
2.2.1 Der natürliche Treibhauseffekt
2.2.2 Der anthropogene Treibhauseffekt
2.3 Globale Auswirkungen des Klimawandels
2.3.1 Auswirkungen auf die Alpen
2.3.2 Auswirkungen auf die Schweiz
3 Klimawandel und Wintertourismus
3.1 Veränderungen der Landschaft durch den Klimawandel
3.2 Auswirkungen des Klimawandels auf den Wintersporttourismus in der Schweiz
3.3 Schnee(un)sicherheit in den Schweizer Alpen
3.3.1 Die drei schneearmen Winter Ende der 1980er Jahre
3.3.2 Auswirkungen der schneearmen Winter
4 Fallbeispiel Saas-Fee
4.1 Strukturdaten
4.2 Klimawandel: Mögliche Auswirkungen
4.3 Maßnahmen
5 Fallbeispiel Leukerbad
5.1 Strukturdaten
5.2 Klimawandel: Mögliche Auswirkungen
5.3 Maßnahmen
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf den Schweizer Wintertourismus. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwiefern zunehmende Klimaveränderungen – insbesondere Temperaturanstiege und veränderte Schneefallmuster – die Rentabilität und Zukunftsfähigkeit des alpinen Skitourismus beeinflussen und welche Anpassungsstrategien betroffene Regionen verfolgen.
2.3.1 Auswirkungen auf die Alpen
Die Alpen funktionieren wie ein Fieberthermometer, denn sie reagieren sehr empfindlich auf natürliche und anthropogene Klimaveränderungen wie z.B. das verstärkte Anzeichen einer Temperaturerhöhung. Das hängt u.a. damit zusammen, dass sie sich allen Luftströmungen, wie die vom warmen Mittelmeer, vom feuchten Atlantik, vom eisigen Norden oder vom trockenen Osten, aussetzen müssen. Damit steht fest, dass die Alpenregion besonders schwer vom Klimawandel betroffen ist, was sich durch das Abschmelzen der Gletscher und das Auftauen des Permafrost zeigt. Aber auch das im Winter mehr Regen als Schnee fällt, die Niederschläge heftiger werden und die Sturmstärken zunehmen, ist ein klares Indiz für die Auswirkungen des Klimawandels in den Alpen.
Die Temperatur ist seit dem Ende der kleinen Eiszeit bis heute weltweit um etwa 0,8 °C gestiegen, wobei der Anstieg in den Alpen mit ca. 2 °C (davon 1,2 °C in den letzten 30 Jahren) wesentlich höher ausfällt. Die globale Temperaturveränderung liegt heute über der durchschnittlichen Erwärmung von 0,0075 °C pro Jahr (3-4 °C in 100 Jahren). Die Alpen zeigen auf Grund ihrer Gliederung der Höhenstufen, dass sich diese schon bei minimalster Veränderung entweder nach unten oder nach oben verrücken. Betroffen wären dann die Schneegrenze, die Waldgrenze, die Rasengrenze und die Permafrostgrenze. Die Erwärmung ist in Hochlagen stärker als in Tieflagen und beeinflusst vorrangig die Winter. Man hat herausgefunden, dass die Temperaturen in den Tieflagen nachts gestiegen sind und tagsüber sogar ein wenig kälter geworden sind.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Klimawandels und dessen Relevanz für den Wintersporttourismus ein, wobei die Zielsetzung und der Aufbau der Arbeit dargelegt werden.
2. Der Klimawandel: Das Kapitel erläutert die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimasystems, den Treibhauseffekt sowie die globalen und alpinen Folgen der Klimaveränderungen.
3. Klimawandel und Wintertourismus: Hier wird der Zusammenhang zwischen Landschaftsveränderungen, Schneesicherheit und der touristischen Wirtschaftskraft in den Schweizer Alpen analysiert.
4. Fallbeispiel Saas-Fee: Anhand von Saas-Fee werden Strukturdaten, klimatische Auswirkungen und durchgeführte Anpassungsmaßnahmen detailliert aufgezeigt.
5. Fallbeispiel Leukerbad: Dieses Kapitel behandelt analog zu Saas-Fee das Fallbeispiel Leukerbad mit Fokus auf die spezifischen geographischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse kritisch zusammen und wagt einen Prognoseausblick auf die Zukunft des Wintertourismus im 21. Jahrhundert.
Klimawandel, Alpen, Wintertourismus, Schneesicherheit, Gletscher, Treibhauseffekt, Saas-Fee, Leukerbad, Permafrost, Tourismuswirtschaft, Klimaprognose, Kunstschnee, Nachhaltigkeit, Lawinenschutz, Alpenkonvention.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf den Schweizer Wintertourismus, wobei ein besonderer Fokus auf die Anfälligkeit der Tourismusbranche in alpinen Regionen liegt.
Die Schwerpunkte liegen auf den klimatischen Grundlagen, dem Gletscherrückgang, der touristischen Bedeutung der Schneesicherheit und den wirtschaftlichen Auswirkungen auf Berggemeinden.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Klimaveränderungen auf den Wintersport auswirken und welche Anpassungsstrategien Wintersportorte entwickeln, um ihre wirtschaftliche Existenz zu sichern.
Es handelt sich um eine geographische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung bestehender Datenreihen sowie Fallbeispielen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung des Klimawandels und die praktische Analyse der Skigebiete Saas-Fee und Leukerbad.
Die Arbeit zeichnet sich durch den regionalen Bezug auf Schweizer Gebirgsregionen und die Verbindung von ökonomischen mit ökologischen Fragestellungen aus.
Saas-Fee nutzt seine Höhenlage (bis 3600 m) und den Gletscherskibetrieb als Standortvorteil, ergänzt durch Maßnahmen wie Gletscherabdeckungen und eine Vorreiterrolle als autofreie Destination.
Die Schneesicherheit gilt als wichtigster ökonomischer Indikator, da die touristische Nachfrage der Alpenregionen zu einem großen Teil direkt vom Wintersport abhängt.
Die Gemeinde Leukerbad geriet durch ein gescheitertes Investitionsprogramm in die touristische Infrastruktur in eine schwere Finanzkrise, die zur Zahlungsunfähigkeit und Zwangsverwaltung führte.
Der Autor betrachtet Kunstschnee zwar als notwendige Übergangslösung zur Erhaltung der Saisondauer, kritisiert aber die hohen Kosten, ökologischen Belastungen und die begrenzte Wirksamkeit bei zu hohen Temperaturen.
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