Bachelorarbeit, 2019
50 Seiten, Note: 1.2
1 Problemstellung und Gang der Arbeit
2 Geschäftsmodelle im Kontext unternehmerischer Unsicherheit
2.1 Charakteristika & Rahmenbedingungen der Existenzgründung
2.2 Konzeptualisierung eines entwicklungsorientierten Geschäftsmodell-Begriffs
2.3. Prinzipien zukunftsorientierter Unternehmensführung
2.3.1 Kundenzentrierung
2.3.2 Innovation
2.3.3 Theorie des organisationalen Lernens
3 Der Kunde im Fokus der Geschäftsmodellentwicklung – Grundlagen, Konzepte und Performance
3.1 Visualisierung der relevanten Literatur
3.2 Die Bedeutung des Kunden für die Unternehmensperformance
3.2.1 Erfolgsfaktoren im Rahmen unsicherer Entwicklungsperspektiven
3.2.2 Performance-Implikationen kundenorientierter Unternehmensführung
3.2.3 Customer Co-Creation
3.3 Die kundenorientierte Entwicklung von Geschäftsmodellen
3.3.1 Konzeptionelle Grundlagen der Geschäftsmodellentwicklung
3.3.2 Das Zusammenspiel von organisationalem Lernen und Customer Co-Creation
3.4 Performance-Implikationen der Geschäftsmodellentwicklung
4 Empirische Untersuchung
4.1 Datenerhebung und Methodik der Studie
4.2 Analyse & Auswertung
4.2.1 Praktische Relevanz und Struktur der Geschäftsmodellentwicklung in Start-ups
4.2.2 Charakteristika der kundenorientierten Geschäftsmodellentwicklung in Start-ups
4.2.3 Konsequenzen der kundenorientierten Geschäftsmodellentwicklung für Start-ups
5 Ergebnisse und Grenzen der Untersuchung
5.1 Implikationen für Forschung und Praxis
5.2 Kritische Würdigung der Ergebnisse und Grenzen der Untersuchung
5.3 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die kundenorientierte Entwicklung von Geschäftsmodellen in Start-up-Unternehmen, um zu bewerten, welchen Einfluss Kundenzentrierung auf die Unternehmensperformance hat und welche Konzepte Existenzgründern hierfür als Leitfaden dienen können. Untersucht wird insbesondere die Rolle des Kunden im Gründungsprozess unter Berücksichtigung von Innovationskraft und organisationalem Lernen.
Praktische Relevanz und Struktur der Geschäftsmodellentwicklung in Start-ups
Bestehenden Forschungsarbeiten zufolge ist die initiale Phase der Unternehmensgründung geprägt von strukturierten Geschäftsmodellexperimenten (Andries & Debackere 2007) und dient der Validierung der Geschäftsmöglichkeit (Trimi & Berbegal-Mirabent 2012). Basierend auf erzielten Lerneffekten (Sosna et al. 2010) begründen die Experimente oftmals erhebliche Veränderungen des zugrundeliegenden Geschäftsmodells. Darauf aufbauend belegt die qualitativ-empirische Untersuchung die praktische Bedeutung der theoretischen Konzepte. Im Hinblick auf die Relevanz der Geschäftsmodellentwicklung ist zunächst festzuhalten, dass die initialen Wertschaffungshypothesen der befragten Start-ups nach wie vor elementarer Bestandteil der jeweiligen Geschäftsmodelle sind. Keines der befragten Start-ups gab an, den Kern des primären Geschäftsmodells richtungsweisend verändert zu haben, zum Beispiel im Zuge eines Pivot-Prozesses (Anhang A).
Auch wenn sich wesentliche Geschäftsmodellkomponenten gefestigt haben, ist die Entwicklung und Anpassung des Geschäftsmodells in den befragten Start-ups von zentraler Bedeutung. Im Hinblick auf die zuvor beschriebene Unterscheidung zwischen gezieltem Commitment und simultanem Experimentieren zeigt die Studie eine klare Tendenz: Die Ergebnisse suggerieren eindeutig, dass Start-ups ihre Aktivitäten bevorzugt auf ein Geschäftsmodell ausrichten, anstatt parallel mit verschiedenen Modellen zu experimentieren. Keines der befragten Start-ups implementierte mit der Gründung divergente Geschäftsmodellexperimente. Stattdessen wurde das initiale Geschäftsmodell im Zeitverlauf konkretisiert und angepasst (Tabelle 1). Die Entwicklung in den befragten Start-up reflektiert zumeist keinen linearen Hypothesenstrang, sondern vielmehr separate Experimente. Ein leitender Vertriebsangestellter umreißt das typische Vorgehen in Start-ups wie folgt:
„Wir haben uns zum Zeitpunkt der Gründung klar mit einem Geschäftsmodell positioniert. Durch verschiedene Veränderungen haben wir das Modell dann im Laufe der Zeit weiterentwickelt.“
Problemstellung und Gang der Arbeit: Einführung in die Thematik der Geschäftsmodellentwicklung bei Start-ups und Formulierung der zentralen Forschungsfragen zur Rolle des Kunden und zum Einfluss auf die Performance.
Geschäftsmodelle im Kontext unternehmerischer Unsicherheit: Erläuterung der Rahmenbedingungen von Existenzgründungen und Konzeptualisierung eines entwicklungsorientierten Geschäftsmodell-Begriffs unter Berücksichtigung von Kundenzentrierung, Innovation und organisationalem Lernen.
Der Kunde im Fokus der Geschäftsmodellentwicklung – Grundlagen, Konzepte und Performance: Theoretische Analyse der Kundenbedeutung, von Erfolgsfaktoren, Customer Co-Creation und deren Auswirkungen auf die Unternehmensperformance.
Empirische Untersuchung: Darstellung der Datenerhebung durch strukturierte Telefoninterviews sowie Analyse der praktischen Relevanz von Geschäftsmodellentwicklung, kundenorientierten Ansätzen und deren Folgen.
Ergebnisse und Grenzen der Untersuchung: Ableitung von Implikationen für Forschung und Praxis sowie kritische Würdigung der Vorgehensweise und Zusammenfassung der Kernerkenntnisse.
Geschäftsmodellentwicklung, Start-ups, Kundenzentrierung, Customer Co-Creation, Unternehmensperformance, Organisationales Lernen, Innovationsmanagement, Unternehmertum, Existenzgründung, Wertschöpfung, Hypothesenvalidierung, Geschäftsmodellexperimente.
Die Arbeit untersucht, wie neugegründete Unternehmen ihre Geschäftsmodelle in einem Umfeld hoher Unsicherheit durch eine starke Kundenorientierung entwickeln und anpassen können.
Zu den Kerngebieten zählen die Geschäftsmodellentwicklung, die Bedeutung von Kundenzentrierung, die Einbindung von Kunden in Innovationsprozesse (Customer Co-Creation) sowie der Einfluss dieser Faktoren auf die Performance eines Start-ups.
Ziel ist es, die wesentlichen Konzepte kundenorientierter Geschäftsmodellentwicklung zu analysieren und empirisch zu evaluieren, wie Start-ups ihr initiales Modell an Marktbedürfnisse anpassen.
Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Analyse theoretischer Konzepte in Kombination mit einer qualitativ-empirischen Studie, bestehend aus zehn strukturierten Telefoninterviews mit Gründern und leitenden Angestellten von Start-ups.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Innovations- und Lernprozessen sowie ein empirisches Kapitel, das die praktische Anwendung von Kundenzentrierung und deren Auswirkungen auf die Entwicklung und den Erfolg der Start-ups beleuchtet.
Zentrale Begriffe sind neben der Geschäftsmodellentwicklung vor allem die Kundenzentrierung, Startup-Unternehmensführung und Customer Co-Creation.
Gezieltes Commitment beschreibt die schrittweise Anpassung eines initialen Geschäftsmodells, während simultanes Experimentieren parallele Testphasen für divergente Geschäftsmodellvarianten umfasst.
Das Strukturkapital fungiert als Grundlage für unternehmerische Innovationen und ermöglicht die dynamische Anpassung des Geschäftsmodells an die individuellen Rahmenbedingungen.
Die Studie deutet darauf hin, dass B2C-Unternehmen in der frühen Gründungsphase oft Schwierigkeiten haben, einen systematischen Zugang zu qualitativem Feedback-Kanälen aufzubauen, verglichen mit B2B-Unternehmen, die oft direkter mit Zielgruppen in Kontakt stehen.
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