Bachelorarbeit, 2022
82 Seiten, Note: 1.3
1 Einführung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Methodologie
2.1 Suchkriterien und Strategie der Literaturrecherche
2.2 Selektion der Ergebnisse
2.3 Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes
3 Begriffsbestimmung und Grundlagen
3.1 Immunabwehr
3.2 Antigene
3.3 Einteilung der Lebensmittel-Hypersensitivitäten
3.4 Pathomechanismen und klinische Aspekte der Hypersensitivitäten
3.4.1 Immunologisch vermittelte Hypersensitivität
3.4.2 Nicht-Immunologisch vermittelte Hypersensitivität
3.5 Prävalenz der Hypersensitivitäten gegen Lebensmittel
4 Kennzeichnung von Lebensmitteln
4.1 Methoden der Lebensmittelkennzeichnung
4.2 Schulung des Personals
4.3 Kennzeichnungspflichtige Allergene
4.4 Sanktionen
4.5 Kreuzkontakte und Kreuzkontaminationen
4.6 Precautionary Allergen Labelling (PAL) - VITAL-Konzept
4.7 Zwischenfazit
5 Empirische Untersuchung
5.1 Forschungsdesign
5.1.1 Fragebogendesign
5.2 Rücklauf - Zusammensetzung der Stichprobe
5.3 Präsentation der Ergebnisse
5.4 Interpretation der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
6 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit analysiert die Allergenkennzeichnung bei unverpackten Lebensmitteln, um zu untersuchen, welche Kennzeichnungsmethoden von Lebensmittelunternehmenden bevorzugt werden sollten, damit Konsumenten mit Lebensmittelallergien oder -intoleranzen ausreichend geschützt sind.
4.2 Schulung des Personals
Wie oben beschrieben, verlangt die LMIDV bei mündlichen Informationen, dass schriftlich und gut sichtbar darauf hingewiesen wird, was eine ausreichende Schulung der Mitarbeitenden bedingt. Für diese gelten die Verordnung über Lebensmittelhygiene (VO (EG) 852/2004, die Verordnung über Anforderungen an die Hygiene beim Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von Lebensmitteln (Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV)) und das Gaststättengesetz (§ 4 Art. 4 GastG).
Der § 4 LMHV verweist bezüglich der Schulung auf den Anhang II, Kapitel XII Artikel 1 bis 3 VO (EG) 852/2004. Gemäß dieser Verordnung müssen LMU gewährleisten, dass mit Lebensmittel arbeitende Personen in Lebensmittelhygiene unterwiesen und geschult werden und alle Rechtsvorschriften über Schulungsprogramme für die Beschäftigten bestimmter Lebensmittelsektoren eingehalten werden. Des Weiteren werden die Mitarbeitenden herausgehoben, welche für das HACCP-Konzept zuständig sind. Auch diese müssen angemessen geschult werden. Gemäß Art. 1 Abs. 1 Buchst. d und e VO (EG) 852/2004 soll das HACCP-Konzept in Verbindung mit einer guten Hygienepraxis (GHP) in das Allergenmanagement eingebunden werden, um auf allen Stufen der Lebensmittelkette die Vorschriften der Lebensmittelhygiene einhalten zu können. HACCP steht für Hazard Analysis Critical Control Points und stellt die Gefahrenanalyse zur Ermittlung und Beherrschung kritischer Kontrollpunkte dar (Matissek, 2020, S. 26).
Nach § 4 der Gaststättenverordnung (GastG) muss der Antragstellende, um ein Gastgewerbe betreiben zu können, durch eine Bescheinigung der Industrie- und Handelskammer (IHK) nachweisen, dass die lebensmittelrechtlichen Kenntnisse vorhanden sind. In dieser Unterrichtung werden gemäß IHK Bodensee-Oberschwaben (n.d.) unter anderen die hygienerechtliche Anforderungen wie Personal-, Betriebs- und Prozesshygiene, Gefahrenanalyse, Eigenkontrollkonzept sowie die Kennzeichnung von Lebensmitteln und Allergenen vermittelt.
1 Einführung: Hinführung zum Thema der Allergenkennzeichnung bei unverpackten Lebensmitteln inklusive Problemstellung und Zieldefinition für die Arbeit.
2 Methodologie: Beschreibung des wissenschaftlichen Vorgehens zur Literaturrecherche sowie des Forschungsdesigns der empirischen Untersuchung.
3 Begriffsbestimmung und Grundlagen: Detaillierte Erläuterung immunologischer und nicht-immunologischer Hypersensitivitäten sowie deren Pathomechanismen und Prävalenz.
4 Kennzeichnung von Lebensmitteln: Überblick über gesetzliche Regelungen, Kennzeichnungsmethoden, Personal-Schulungen und Konzepte wie PAL oder VITAL.
5 Empirische Untersuchung: Darstellung und Interpretation der Ergebnisse der Online-Umfrage zur Zufriedenheit von Betroffenen mit Kennzeichnungspraxen samt Handlungsempfehlungen.
6 Schlusswort: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der gewonnenen Erkenntnisse aus Theorie und Empirie.
Lebensmittelintoleranz, Lebensmittelallergie, Hypersensitivität, Allergenkennzeichnung, nicht vorverpackte Lebensmittel, Lebensmittelsicherheit, VITAL-Konzept, PAL, Kreuzkontamination, Verbraucherschutz, Ernährungswissenschaften, Gastronomie, Allergenmanagement, HACCP-Konzept, Lebensmittelrecht.
Die Arbeit analysiert die Allergenkennzeichnung von nicht vorverpackten Lebensmitteln und untersucht, wie betroffene Konsumenten über diese Informationen ausreichend geschützt werden können.
Die Arbeit behandelt die medizinischen Grundlagen von Lebensmittelallergien und -intoleranzen, die geltende europäische und nationale Gesetzgebung zur Kennzeichnung sowie Herausforderungen wie Kreuzkontaminationen.
Das Ziel ist es, Methoden zur Allergeninformation zu identifizieren, die von Lebensmittelunternehmenden bevorzugt genutzt werden sollten, um die Wahrnehmung bei Konsumenten zu steigern und somit deren Sicherheit zu erhöhen.
Es wird ein Mixed-Methods-Ansatz verfolgt, der eine systematische Literaturrecherche mit einer quantitativen und qualitativen Online-Datenerhebung unter Betroffenen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Hypersensitivitäten sowie eine umfassende Analyse der rechtlichen Kennzeichnungsmethoden und eine empirische Studie zur Zufriedenheit von Allergikern beim Einkauf.
Die wesentlichen Begriffe sind Lebensmittelallergie, Allergenkennzeichnung, nicht vorverpackte Lebensmittel, VITAL-Konzept, Kreuzkontamination und Lebensmittelsicherheit.
Die Mehrheit der Umfrageteilnehmenden begrüßt ein Konzept wie VITAL und misst den wissenschaftlich eruierten Schwellenwerten ein hohes Vertrauen bei.
Die Ergebnisse zeigen, dass Unsicherheiten bezüglich der korrekten Deklaration und die Befürchtung von Kreuzkontaminationen zu Kaufabbrüchen oder generellem Verzicht führen, oft verstärkt durch unzureichend geschultes Personal.
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