Bachelorarbeit, 2019
127 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Aufarbeitung des Themas
2.1 Definitionen relevanter Begriffe
2.1.1 Inklusion
2.1.2 Integration in Abgrenzung zur Inklusion
2.1.3 Separation
2.1.4 Exklusion
2.1.5 Behinderung
2.2 Historische Wurzeln der Inklusion
2.2.1 Die Anfänge: Das 18. und 19. Jahrhundert
2.2.2 Das 20. Jahrhundert
2.2.3 Das 21. Jahrhundert
2.3 Rechtliche Grundlagen der Inklusion
2.3.1 Internationale Übereinkommen
2.3.2 Gesetze auf Bundesebene
2.3.3 Gesetze und Bildungspläne in Sachsen und Thüringen
2.4 Die Schaffung inklusiver Rahmenbedingungen
2.4.1 Die institutionellen Erfordernisse
2.4.2 Das pädagogische Personal
2.4.3 Die professionelle Haltung
2.4.4 Die Gesellschaft und die Politik
2.5 Inklusion in der Kritik
2.5.1 Inklusion als inhaltsleerer Begriff
2.5.2 Die Leistungsgesellschaft und ihr gegliedertes Schulsystem
2.5.3 Der Bildungsföderalismus
2.6 Inklusion in der Tat
2.6.1 Konzepte und Ansätze zur Entwicklung inklusiver pädagogischer Praxis
2.6.1.1 Der Index für Inklusion
2.6.2 Konzeptionen innovativer Einrichtungen in Sachsen und Thüringen
2.6.2.1 Integrativer Kindergarten „Regenbogen“
2.6.2.2 Integrative Kindertageseinrichtung „Pinocchio“
2.6.2.3 Oberschule „Reinhard Mey“
3. Empirische Forschungsmethode: Qualitative Sozialforschung
3.1 Das leitfadengestützte Expert*inneninterview
3.2 Gütekriterien qualitativer Forschung
3.3 Aufbau des Interviewleitfadens
3.4 Durchführung der Expert*inneninterviews
3.5 Analyse der Daten
3.5.1 Die qualitative Inhaltsanalyse
3.5.2 Ergebnisse der Inhaltsanalyse
3.6 Methodenkritik
4. Auswertung der Forschungsergebnisse durch Beantwortung der Forschungsfrage und Bearbeitung der Hypothesen
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Voraussetzungen, die pädagogische Einrichtungen benötigen, um Inklusion erfolgreich in die Praxis umzusetzen, und fokussiert sich dabei auf innovative Einrichtungen in Sachsen und Thüringen.
2.4.1 Die institutionellen Erfordernisse
Die Dimensionen, in denen sich Inklusion in Kindertageseinrichtungen und Schulen vollziehen muss, sind enorm vielseitig.
Zunächst soll die Bedeutung der Strukturierung einer pädagogischen Einrichtung näher betrachtet werden.
Als erstes geht es um die Zusammensetzung von Lerngruppen. Kindergartengruppen ebenso wie Schulklassen sollen so organisiert sein, dass sich die Kinder und Jugendlichen einander annähern, interagieren und kooperieren können. Ebenfalls muss aber auch Abgrenzung von anderen möglich sein. So wird ein Verständnis für menschliche Verschiedenheit entwickelt, Gemeinsamkeiten können entdeckt werden und Zusammenleben und –lernen ermöglicht (Kron, 2010, S. 34). Selbstverständlich sind die besonderen Bedürfnisse der Kinder zu berücksichtigen. Betreut man beispielsweise ein Kind mit Asperger-Autismus gemeinsam mit einem Kind mit ADHS-Syndrom in einer Gruppe, so führt dies schnell zu Überforderung bei Fachkraft und Kind. Das Bedürfnis nach festen Strukturen einerseits und die Notwendigkeit häufiger Bewegungspausen andererseits, lässt sich voraussichtlich nicht im Sinne einer individuell geeigneten pädagogischen Betreuung gemeinsam realisieren (Wolters, 2014, S. 76). Von großer Bedeutung ist auch die Größe einer Gruppe oder Klasse. Es gilt zu berücksichtigen, dass einige Kinder auf größere Gruppen gestresst reagieren, andere hingegen schätzen die Anwesenheit vieler potentieller Spiel- und Lernpartner*innen. Sinnvoll ist es, eher kleine Gruppen zu bilden, die sich zu einer großen formieren können (Wagner, 2013, S. 119f).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Debatte um das Thema „Inklusion in der Tat“ ein, stellt die Forschungsfrage und die drei bearbeiteten Hypothesen vor.
2. Theoretische Aufarbeitung des Themas: Das Kapitel bietet eine fundierte Definition relevanter Fachbegriffe, beleuchtet die historische Entwicklung und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Inklusion in Deutschland.
3. Empirische Forschungsmethode: Qualitative Sozialforschung: Hier wird das methodische Vorgehen der Arbeit, insbesondere das leitfadengestützte Experteninterview, wissenschaftlich begründet und dessen Durchführung erläutert.
4. Auswertung der Forschungsergebnisse durch Beantwortung der Forschungsfrage und Bearbeitung der Hypothesen: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse aus den Experteninterviews mit der Theorie verknüpft, um die Forschungsfrage zu beantworten und die Hypothesen zu überprüfen.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Anforderungen an eine inklusive Gesellschaft und Pädagogik.
Inklusion, Inklusive Pädagogik, Integration, Bildungssystem, Kindertageseinrichtungen, Schulentwicklung, Qualitative Sozialforschung, Experteninterviews, Rahmenbedingungen, Heterogenität, Behindertenrechtskonvention, Ressourcenorientierung, multiprofessionelle Teams, Schulpflicht, Inklusionsbegriff.
Die Arbeit befasst sich mit der praktischen Umsetzung von Inklusion in pädagogischen Einrichtungen und analysiert, welche Voraussetzungen dafür notwendig sind.
Die Autorin untersucht die theoretischen Grundlagen der Inklusion, ihre historischen und rechtlichen Bezüge, die institutionellen und personellen Rahmenbedingungen sowie die kritische Reflexion des Inklusionsbegriffs in einer Leistungsgesellschaft.
Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten: Welche Voraussetzungen braucht die pädagogische Praxis, um Inklusion in die Tat umzusetzen?
Die Arbeit nutzt die qualitative Sozialforschung und führt konkret leitfadengestützte Experteninterviews mit Fachkräften aus innovativen Einrichtungen in Sachsen und Thüringen durch.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der theoretischen Aufarbeitung des Themas, der Schaffung inklusiver Rahmenbedingungen, der methodischen Begründung und Durchführung der empirischen Forschung sowie der anschließenden Ergebnis-Auswertung.
Sie zeichnet sich durch einen starken Fokus auf die praktische Umsetzung, die multiperspektivische Einbindung von Fachliteratur und eine kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen inklusiven Handelns aus.
Die Autorin stellt Integration als „konzeptionelle Weiterentwicklung“ der Separation dar, während Inklusion als weiterreichendes, gesamtgesellschaftliches Paradigma begriffen wird, das Heterogenität als Normalität ohne Defizitzuschreibung betrachtet.
Sie dienen als praktische Fallbeispiele, um zu verdeutlichen, wie Inklusion in Kitas und Schulen gelingen kann und welche Barrieren (z.B. Ressourcenmangel, Personalmangel) dabei in der Praxis überwunden werden müssen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

