Examensarbeit, 2007
59 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Persönlicher Bezug zum Thema
1.2 Entwicklung der Fragestellung sowie der Vorgehensweise
1.3 Forschungsstand
2. Die Geschichte des Skateboardens als Grundlage einer jugendkulturellen Untersuchung
2.1 Die ersten Rollversuche
2.2 Die Ära der „Clay wheels“ und der darauf basierende erste Rückschlag für die Popularität des Skateboardens
2.3 Die Entwicklung des Urethans als Meilenstein für das Skateboarden
2.4 „Skate and Destroy” oder Skateboarden in den 80er Jahren
2.5 Kleine Rollen, weite Hosen und die neuen Tricks der 90er
3. Skateboarden als Jugendkultur
3.1 Definition des Begriffs Jugendkultur und die Entwicklung eines kategorialen Rahmens
3.2 Untersuchung des Skateboardens anhand der jugendkulturellen Kategorien
3.2.1 Die Sprache der Skateboarder
3.2.2 Künstlerischer Ausdruck des Skateboardens
3.2.3 Das Verhältnis von Musik und Skateboarden
3.2.4 Die Mode der Skater
3.2.5 Skateboarden als Rebellion bzw. Gegenbewegung
3.2.6 Ist Skateboarden selbstbestimmt?
3.2.6.1 Was ist Selbstbestimmtheit?
3.2.6.2 Besitzt Skateboarden Strukturen der Selbstbestimmtheit?
3.2.6.3 Der Einfluss der Medien und der Wirtschaft auf die Selbstbestimmtheit des Skateboardens
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob das Skateboarden als Jugendkultur klassifiziert werden kann. Dabei wird analysiert, wie sich das Skateboarden historisch entwickelt hat und inwiefern es jugendkulturelle Merkmale wie eine eigene Sprache, Mode und eine rebellische Haltung gegenüber der Gesellschaft aufweist, während gleichzeitig der Einfluss von Medien und Wirtschaft kritisch hinterfragt wird.
3.2.1 Die Sprache der Skateboarder
Generell ist die Sprache der Jugendlichen anders als die der Erwachsenen. Nicht ohne Grund freut sich die Firma Pons über die steigenden Absatzzahlen ihres Wörterbuches der Jugendsprache. Die Sprache der Skater ist natürlich von der allgemeinen Jugendsprache beeinflusst und nebenbei auch noch regional unterschiedlich, doch verfügt z.B. die Sprache der Skater über internationalisierte Begriffe. Kickflip, Heleflip, Casperslide, 50 50 usw. sind Begriffe der Skater für spezielle Tricks. Diese Begriffe geben dem Insider die Möglichkeit, sich darunter eine bestimmte Bewegungsform vorzustellen.
Ein außenstehender kann dies mit Sicherheit nicht. Es gibt allerdings noch eine zweite Kategorie von Tricknamen wie z.B. Rock ´n´ Roll, Ollie, Spot, Street, Tic Tac oder Goofy. Diese Begriffe sind dem Nichtskater bekannt, allerdings verbindet er damit eine Comicfigur, eine Pfefferminzpastille, eine Musikrichtung oder die Straße an sich. In Wirklichkeit aber handelt es sich hierbei um Tricks, Fahrmöglichkeiten und Skatedisziplinen. Wer also innerhalb der Jugendkultur kommunizieren will, muss den richtigen Sprachcode beherrschen.
Die Sprache der Skater ist nicht auf englische Begriffe oder ein paar Vokabeln beschränkt. Die Sprache ist eine eigenständige Jugendsprache, die sich immer weiter entwickelt und auf einem Mix aus Englisch, Deutsch und Neologismen basiert. Sätze wie „Ich hab mich vor den Betties fast gebailt, Alter“ oder „Nach dem Blunt an der Bank mit Ledge erst mal Kühlwasser auffüllen und dann ne Runde weiter schredden“ zeigen, dass es sich hierbei um weitaus mehr als nur einzelne Begriffe handelt und nicht sofort den Sinn für den außenstehenden Betrachter erkennen lassen.
Die Sprache der Skater ist dabei nicht nur darauf bedacht, dass Ausüben der Sportart „cool“ zu beschreiben, es ist dabei auch merklich ökonomischer. Das Beschreiben der Bewegungsabläufe mit gängigen Begriffen des Sports, würde bei der Trickvielfalt des Skatens fast unmöglich werden. Dennoch ist die Sprache der Skater und die Bennennung der Tricks eine Wissenschaft für sich. Nicht selten unterlaufen z.B. Fernsehkommentatoren Fehler bei der Benennung der vorgeführten Tricks.
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den persönlichen Bezug des Autors zum Thema und definiert die Zielsetzung, Skateboarden als Jugendkultur zu untersuchen.
2. Die Geschichte des Skateboardens als Grundlage einer jugendkulturellen Untersuchung: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Skatens nach, von frühen Rollversuchen bis zur technischen und kulturellen Evolution in den 90er Jahren.
3. Skateboarden als Jugendkultur: Der Hauptteil definiert Jugendkultur und analysiert das Skateboarden anhand spezifischer Merkmale wie Sprache, künstlerischem Ausdruck, Musik, Mode und dem Widerstand gegen gesellschaftliche Normen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass das Skateboarden trotz medialer und wirtschaftlicher Einflüsse als authentische, selbstbestimmte Jugendkultur betrachtet werden kann.
Skateboarden, Jugendkultur, Subkultur, Geschichte des Skatens, Streetstyle, Skate-Medien, Kommerzialisierung, Selbstbestimmtheit, Punkrock, Hip-Hop, Trickentwicklung, Soziologie, Jugendkulturelle Kategorien, Rebellion, urbane Architektur.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Untersuchung des Skateboardens und hinterfragt, ob es als eigenständige Jugendkultur eingestuft werden kann.
Im Fokus stehen die historische Entwicklung, die spezifische Sprache der Skater, der künstlerische Ausdruck, die Verbindung zu Musik und Mode sowie die Frage nach Rebellion und Selbstbestimmtheit.
Das Hauptziel ist es, zu belegen, dass das Skateboarden eine Jugendkultur ist, die sich über Jahrzehnte gewandelt hat und durch spezifische Merkmale sowie eine eigene Identität definiert wird.
Der Autor nutzt einen theoretischen Ansatz, indem er verschiedene soziologische Definitionen von Jugendkultur heranzieht und diese auf die spezifischen Verhaltensweisen und Strukturen der Skateboardszene projiziert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte historische Aufarbeitung sowie die Anwendung verschiedener Kategorien – wie Sprache, Kunst, Mode und Rebellion – um die jugendkulturelle Identität des Skatens zu verifizieren.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Skateboarden, Jugendkultur, Kommerzialisierung, Selbstbestimmtheit, Punkrock und urbane Erschließung.
Medien und die Industrie (z.B. durch Skatevideos oder die X-Games) fördern die Popularität des Skatens und können die Szene prägen, wobei die Skater jedoch versuchen, ihre Autonomie zu bewahren.
Es bezeichnet die Fähigkeit der Szene, ein eigenes soziales Umfeld zu entwickeln, das zwar von äußeren Einflüssen berührt wird, aber im Kern durch die Skater selbst gestaltet und verinnerlicht wird.
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