Diplomarbeit, 2009
177 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Adoleszenz und Kommunikation
2.1 Begriffserklärung
2.2 Sozialisation und Jugend heute
2.3 Die Rolle des Adoleszenten in der Schule
2.4 Die Bedeutung der Kommunikation in der Adoleszenz
3. Einführung in die Erlebnispädagogik
3.1 Begriffserläuterungen
3.2 Einführung in die Erlebnispädagogik
3.2.1 Entstehung der Erlebnispädagogik
3.2.2 „Die moderne Erlebnispädagogik“ - Veränderung der Erlebnispädagogik im gesellschaftlichen Kontext
3.2.3 Die Transferierung der Erlebnispädagogik in den Sozialraum Stadt
3.2.4 Die Modernisierung der Methode City- Bound
4. Die erlebnispädagogische Methode „City- Bound“
4.1 Theoretische Konzeption der Methode City- Bound
4.1.1 Sozialraum Stadt
4.1.2 Lernen im Verständnis der Methode City- Bound
4.1.3 Von der Gruppe zum Individuum
4.2 Zusammensetzung
4.2.1 Outward Bound
4.2.2 Rollenspiel
4.2.3 Spontanes Theater
4.2.4 Konstruierte Wirklichkeiten
4.2.5 Rallyes
4.3 Die Durchführung eines Prozesses
4.3.1 Vorbereitungsphase
4.3.2 Anfangsphase
4.3.3 Hauptphase
4.3.4 Ruhephasen
4.3.5 Nachbereitung
4.4 Die Herausforderung eines Kurses
4.5 Ziele
4.6 Transfer von Kursinhalten in den Alltag
5. Theoretische Grundlagen der Kommunikation
5.1 Theoretische Grundlagen der Kommunikation nach Paul Watzlawick
5.1.1 Die drei Annahmen Watzlawicks
5.1.1.1 Alles Verhalten ist Kommunikation
5.1.1.2 Die Kommunikation ist ein wechselwirkender, kreisförmiger und regelgesteuerter Prozess
5.1.1.3 Der Kommunikationsprozess ist ein Bestandteil eines Systems
5.1.2 Die Beschreibung von Kommunikation als einzelner Prozess
5.1.3 Axiomatische Eigenschaften der Kommunikation
5.1.4 Der Zusammenhang zwischen Kommunikation, Verhalten, Handlung, Mitteilung, Interaktion und Beziehungsdefinition
5.2 Theoretische Grundlagen der Kommunikation nach Friedmann Schulz von Thun
5.2.1 Werkzeuge kommunikationspsychologischen Denkens und Arbeitens
5.2.1.1 Das Quadrat einer Nachricht
5.2.1.2 Die Begegnung mit dem Empfangsresultat
5.2.1.3 Interaktion
6. Entwicklung von Gesprächsfähigkeiten
7. Kommunikationsoptimierung
7.1 Begriffserläuterungen
7.2 Kommunikationsoptimierung durch Reflexion
7.3 Vermittlung von Gesprächskompetenz
7.4 Kommunikationsoptimierung nach Strohner und Brohse
7.5 Kommunikationsoptimierung bei Schulkindern
7.6 Kommunikationsoptimierung in Teams
7.7 Kommunikationsoptimierung bei City- Bound
8. Beschreibung des untersuchten City- Bound- Kurses
8.1 Zielgruppe
8.2 Inhalt und Ablauf des Kurses
8.3 Die innere Struktur der Trainingstage als Lernziel des Kurses
9. Methodisches Vorgehen
9.1 Die Forschungsmethode
9.1.1 Begründung für die Auswahl der Methode
9.1.2 Auswertung der Daten
9.2 Beschreibung der Interviewten und Kontaktaufnahme
9.3 Beschreibung der ausgewählten Schülerin
10. Darstellung der Ergebnisse
10.1 Darstellung der gruppenbezogenen Ergebnisse
10.1.1 Ausgangssituation
10.1.2 Zielvorstellungen vor dem Kurs
10.1.3 Entwicklung während des Prozesses
10.1.4 Zustand nach dem Prozess
10.1.5 Zielerreichung nach dem Prozess
10.1.6 Transferleistung in den Alltag der Jugendlichen
10.2 Darstellung der individuellen Ergebnisse am ausgewählten Beispiel
10.2.1 Ausgangssituation
10.2.2 Zielvorstellung vor dem Prozess
10.2.3 Entwicklung während des Prozesses
10.2.4 Zustand nach dem Prozess
10.2.5 Zielerreichung nach dem Prozess
10.2.6 Transferleistung in den Alltag der Jugendlichen
11. Schlussbetrachtung des Prozesses
11.1 Gruppenbezogene Schlussbetrachtung des Prozesses
11.2 Individualbezogene Schlussbetrachtung des Prozesses
12. Möglichkeiten und Grenzen der Methode City- Bound im Fokus der Kommunikationsoptimierung
12.1 Möglichkeiten der Methode City- Bound
12.2 Grenzen der Methode City- Bound
13. Fazit und Ausblick
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Diskrepanz zwischen den wachsenden Anforderungen an Jugendliche und deren Möglichkeiten, soziale Kompetenzen und Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln. Das primäre Ziel ist es, die erlebnispädagogische Methode „City- Bound“ als gezieltes Instrument zur Kommunikationsoptimierung bei Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren zu untersuchen und aufzuzeigen, wie Transferleistungen in den Alltag der Heranwachsenden gelingen können.
4.1.1 Sozialraum Stadt
Die Stadt ist der Wahrnehmung des Menschen kalt, schlecht und schnell. Die Stadt stellt sich bis in die späten 1990er Jahre als unbeweglich und unmodifizierbar dar. Räume werden strikt für den ihn angedachten Sinn genutzt. Die temporäre Nutzung von Orten und den städtischen Räumen wird nicht bedacht. So entwickeln sich „kalte“ Städte, aufgrund von Starrheit, Strukturfanatismus und Pragmatismus (vgl. Ronneberger 2003, S. 51). Seit der Entwicklung der Städte wird der Begriff der Stadt und der Strasse zum Antonym des Waldes. Dieser wird zu der Zeit der Urbanisierung sehr romantisiert und die Stadt sich als Gegenteil mit allen Räumen und Facetten darstellt (vgl. Zinnecker 2001, S.83). In den letzten Jahren wird die Stadt beweglicher. Städtische Räume werden temporär immer wieder umfunktionalisiert, wie z.B. durch große Massenveranstaltungen im öffentlichen Raum. Es wird versucht Erlebnisräume aber gleichzeitig auch Ruheräume in der Stadt zu schaffen (vgl. Ronneberger 2003, S. 50).
„[...] das urbane System erfährt eine grundlegende Transformation. Überspitzt könnte man sagen: Waren die Metropolen zuvor über den Prozess der Verarbeitung materieller Ressourcen definiert, so fungieren sie nun als Orte der Produktion und Transfers von Symbolen und Wissen. [...] Der soziale Raum der Stadt hierarchisiert und fragmentiert sich zugleich.“ (ebd., S. 53).
Neben der wissenschaftlichen Betrachtungsweise der Stadt muss auch die subjektive Wahrnehmung der Menschen betrachtet werden. Der Mensch betrachtet einen Raum in drei Dimensionen. Zum ersten der wahrgenommene Raum, wobei es sich um die kollektive Produktion von städtischer Realität handelt, wie bspw. Wohnen oder Freizeit in der gesellschaftlichen Raumstruktur. Zum zweiten gibt es den vorgestellten Raum, welcher als professionelle Repräsentation beschrieben wird, um den Kapitalismus in seinen marktgerechten Strukturelementen zu stützen. Die dritte Dimension ist der erlebte und erlittene Raum, welcher mit seinen Bildern und Symbolen alltäglich erfahren wird (vgl. ebd., S. 50f.).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Diskrepanz zwischen steigenden gesellschaftlichen Anforderungen an Jugendliche und deren mangelnden Gelegenheiten zur Entwicklung von Sozial- und Kommunikationskompetenzen.
2. Adoleszenz und Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert die Lebensphase der Pubertät sowie die Sozialisationsbedingungen Jugendlicher und stellt den Bezug zur Bedeutung zwischenmenschlicher Kommunikation her.
3. Einführung in die Erlebnispädagogik: Hier werden die historischen Ursprünge der Erlebnispädagogik sowie deren moderne Entwicklung und die methodische Übertragung in den urbanen Sozialraum (City- Bound) dargestellt.
4. Die erlebnispädagogische Methode „City- Bound“: Das Kapitel liefert eine detaillierte theoretische Konzeption der Methode, erläutert die verschiedenen Anwendungsbereiche und die Phasen der Prozessdurchführung.
5. Theoretische Grundlagen der Kommunikation: Es erfolgt eine fundierte Auseinandersetzung mit den kommunikationspsychologischen Modellen von Paul Watzlawick und Friedmann Schulz von Thun.
6. Entwicklung von Gesprächsfähigkeiten: Dieses Kapitel widmet sich den Wegen und Methoden zur Förderung von Gesprächskompetenzen durch Praxis und systematisches Lernen.
7. Kommunikationsoptimierung: Die Ausführungen beleuchten Ansätze zur Verbesserung der Kommunikation durch Reflexion, spezifische Trainingsmethoden und deren Anwendung in unterschiedlichen Kontexten wie Schule und Teams.
8. Beschreibung des untersuchten City- Bound- Kurses: Das Kapitel liefert die Rahmenbedingungen, die Zielgruppe und den inhaltlichen Ablauf des empirisch untersuchten Praxisprojekts.
9. Methodisches Vorgehen: Hier werden die Wahl des leitfadengestützten Interviews als Forschungsmethode sowie die Auswertungsschritte der erhobenen Daten begründet.
10. Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Untersuchung werden sowohl für die gesamte Gruppe als auch anhand eines individuellen Fallbeispiels detailliert analysiert.
11. Schlussbetrachtung des Prozesses: Eine resümierende Betrachtung der im Projektverlauf gemachten Erfahrungen auf Gruppen- und Individualebene.
12. Möglichkeiten und Grenzen der Methode City- Bound im Fokus der Kommunikationsoptimierung: Abschließende Stärken- und Schwächenanalyse der Methode bezüglich ihrer Wirksamkeit und Nachhaltigkeit.
13. Fazit und Ausblick: Eine zusammenfassende Bewertung des Potenzials von City- Bound als erlebnispädagogisches Hilfsmittel zur Förderung kommunikativer Kompetenzen.
City- Bound, Erlebnispädagogik, Kommunikation, Kommunikationsoptimierung, Jugendliche, Sozialisation, Reflexion, Transfer, Handlungskompetenz, Adoleszenz, Stadt als Lernraum, Gruppendynamik, Gesprächsfähigkeit, Schlüsselqualifikationen, Selbstwirksamkeit.
Die Diplomarbeit untersucht die erlebnispädagogische Methode „City- Bound“ als einen Ansatz, um die Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenzen von Jugendlichen in einem urbanen Umfeld gezielt zu fördern.
Die Arbeit verknüpft Theorien der Sozialisation und Kommunikation (insbesondere Watzlawick und Schulz von Thun) mit erlebnispädagogischen Konzepten und evaluiert deren praktische Umsetzung im Rahmen eines City- Bound- Projekts.
Das primäre Ziel ist es, City- Bound als Methode zur Kommunikationsoptimierung zu analysieren und zu prüfen, ob und wie die im Kurs gemachten Erfahrungen in den Alltag der Jugendlichen transferiert werden können.
Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative empirische Untersuchung, wobei leitfadengestützte Interviews mit einer Klassenlehrerin durchgeführt wurden, um den Prozessverlauf und die Wirkungen auf die Jugendlichen nachzuvollziehen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Kommunikationspsychologie und Erlebnispädagogik sowie einen empirischen Teil, in dem ein konkreter Kursverlauf dokumentiert und ausgewertet wird.
Zu den prägenden Begriffen zählen City- Bound, Kommunikationsoptimierung, Erlebnispädagogik, Reflexion, Transfer und Handlungskompetenz.
Die Methode nutzt den Sozialraum Stadt als „Testfeld“, in dem Jugendliche in realen sozialen Situationen – fernab von Schulbüchern – gezwungen sind, ihre Kommunikationsmuster aktiv zu erproben und zu reflektieren.
Der Transfer wird als das „Sorgenkind“ der Erlebnispädagogik bezeichnet. Die Arbeit untersucht, wie durch Reflexion und konkrete Aufgabenstellungen die im Kurs erlernten Verhaltensweisen nachhaltig in das Berufs- und Alltagsleben der Teilnehmer integriert werden können.
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