Forschungsarbeit, 2006
12 Seiten, Note: 1,3
1. VORWORT
2. NEUROMUSKULÄRE STEUERUNGS- UND REGELPROZESSE
2.1. DAS ZUSAMMENSPIEL VON NERV UND MUSKEL
2.1.1. Nerv und Muskel
1.1.1.1 Anatomische Grundlagen
1.1.1.2. Elektrische Vorgänge im Gewebe
1.1.1.3. Neuromuskuläre Übertragung
2.2. HORMONE
3. MUSKELKRAFTTRAINING
3.1. NEUROMUSKULÄRE GRUNDLAGEN DES KRAFTTRAININGS
3.1.1. Rekrutierung und Frequenzierung
3.2. NEUROMUSKULÄRE ADAPTION AN KRAFTTRAINING
3.2.1. Hypertrophie
3.2.2. Koordinationsverbesserung
Die vorliegende Ausarbeitung analysiert die biologischen und physiologischen Prozesse der neuronalen Anpassung als direkte Folge von Krafttraining. Dabei steht die Untersuchung der Steuerungsvorgänge zwischen Nervensystem und Muskulatur sowie deren Optimierung durch spezifische Trainingsreize im Vordergrund, um die Mechanismen hinter der Kraftentwicklung besser zu verstehen.
1.1.1.1 Anatomische Grundlagen
Nach Frank und Eigenbrod definiert sich eine motorische Einheit als „die Menge der von demselben Motoneuronen innervierten Muskelfasern.“ ( Vgl. Kunz und Eigenbrod, 2003, S.72) Durch die Definiton von De Marées lässt sich diese noch ergänzen. Er bezeichnet als motorische Einheit „eine motorische Nervenzelle mit ihrer efferent leitenden langen Nervenfaser und dem von ihr versorgten Kollektiv an Muskelfasern. Diese Muskelfasern, die von einer einzelnen Nervenfaser innerviert werden, treten auch gemeinsam in Aktion“. (Vgl. De Marées, 2003, S.29)
Die funktionelle Einheit des Nervengewebes ist das Neuron, welches sich als Nervenzelle mit allen ihren Fortsätzen definieren lassen kann. Als Dendriten bezeichnet man hingegen kurze, baumartige, verzweigte Fortsätze, die der Informationsaufnahme dienen.
Der ableitende, meistens längere Fortsatz dieses motorischen Neurons bezeichnet man als Axon oder Neurit. Ein Axon kann eine Länge von bis zu einem Meter erreichen, denn er erstreckt sich vom Rückenmark bis in den Fuß. Eine ganze Masse von Axonen werden außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks durch das Bindegewebe zu „Kabeln“ zusammengefasst. Das Bindegewebe übernimmt an dieser Stelle eine Schutzfunktion ein. Der Bündel an Axonen wird als peripherer Nerv bezeichnet.
1. VORWORT: Der Abschnitt führt in die Thematik der neuronalen Anpassung durch Krafttraining ein und gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2. NEUROMUSKULÄRE STEUERUNGS- UND REGELPROZESSE: Hier werden die Grundlagen des Informationsflusses im Körper durch Nervensystem und Hormone sowie das Zusammenspiel von Nerv und Muskel detailliert erläutert.
3. MUSKELKRAFTTRAINING: Dieses Kapitel behandelt die spezifischen neuromuskulären Grundlagen der Kraftentwicklung, inklusive der Rekrutierung von Muskelfasern sowie der Hypertrophie und Koordinationsverbesserung als Adaptionsformen.
Neuronale Anpassung, Krafttraining, Neuromuskuläre Steuerung, Motorische Einheit, Motoneuron, Axon, Muskelphysiologie, Rekrutierung, Frequenzierung, Hypertrophie, Intramuskuläre Koordination, Intermuskuläre Koordination, Aktionspotenzial, Synapse, Muskelkraftentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit den physiologischen Veränderungen des Nerven- und Muskelsystems, die durch gezieltes Krafttraining hervorgerufen werden.
Zentrale Themen sind die neuromuskuläre Steuerung, die Anatomie der motorischen Einheit, die Mechanismen der Muskelfasertypen-Aktivierung und die langfristigen Anpassungseffekte an Kraftreize.
Das Ziel ist es, die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen Nervenimpulsen und der resultierenden Muskelarbeit sowie die Optimierung dieser Abläufe durch Training zu erklären.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse sportwissenschaftlicher Standardwerke, um die theoretischen Grundlagen und Modelle zur neuromuskulären Anpassung aufzuarbeiten.
Der Hauptteil erstreckt sich von der Erläuterung der neuronalen Informationsübertragung über die Rekrutierungs- und Frequenzierungsmechanismen bis hin zur Analyse von Hypertrophie und Koordination.
Wichtige Begriffe sind insbesondere die neuromuskuläre Adaptation, Rekrutierung, Frequenzierung und das Verständnis der motorischen Einheit.
Die Frequenzierung bestimmt die Impulsrate der Nerven, wodurch eine Aufsummierung von Einzelzuckungen zu einer höheren Kraftentfaltung möglich wird.
Intramuskuläre Koordination bezeichnet das Zusammenspiel innerhalb eines Muskels (Rekrutierung der Einheiten), während intermuskuläre Koordination das Zusammenspiel verschiedener Agonisten und Antagonisten beschreibt.
Satellitenzellen werden durch Trainingsreize zur Zellteilung angeregt und tragen bei, entweder durch Verschmelzung mit der Muskelfaser (Hypertrophie) oder durch Bildung neuer Fasern (Hyperlapsie) zur Kraftsteigerung beizutragen.
An der motorischen Endplatte wird durch den Botenstoff Azetylcholin ein Nervenimpuls chemisch auf die Muskelfasermembran übertragen, was zu einem Aktionspotenzial und somit zur Muskelkontraktion führt.
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