Diplomarbeit, 2001
98 Seiten, Note: Sehr gut
1. KURZFASSUNG
2. EINLEITUNG
2.1. Definition des Begriffes Sediment
2.2. Eigenschaften und Vorkommen von Schwermetallen
2.3. Schwermetalle in den Sedimenten von Oberflächengewässern
2.3.1. Bedeutung der natürlichen und anthropogen verursachten Mobilität von Schwermetallen
2.4. Quellen der Verschmutzung durch Schwermetalle
2.4.1. Wie ist Verschmutzung definiert?
2.4.2. Diffuse Quellen der Verschmutzung durch toxische Metalle
2.4.3. Urbane Quellen
3. MATERIAL UND METHODEN
3.1. Untersuchungsgebiet
3.1.1. Geschichte des Nationalparks
3.2. Probennahme
3.3. Probenpunkte
3.3.1. Kreuzgrundtraverse
3.3.2. Schönau a. d. Donau
3.3.3. Orth a. d. Donau
3.3.4. Haslau a.d. Donau
3.3.5. Regelsbrunn
3.3.6. Witzelsdorf, Narrischer Arm Nord und Stopfenreuth
3.4. Chemische Analysen
3.4.1. Bestimmung des Wassergehaltes
3.4.2. Organischer Gehalt
3.4.3. Aufschlussverfahren
3.4.4. Schwermetallanalyse
4. ERGEBNISSE
4.1. Wassergehalt
4.2. Organischer Gehalt
4.3. Schwermetalle
4.3.1. Arsen
4.3.2. Platin
4.3.3. Aluminium
4.3.4. Cadmium
4.3.5. Chrom
4.3.6. Blei
4.3.7. Eisen
4.3.8. Kupfer
4.3.9. Mangan
4.3.10. Nickel
4.3.11. Zink
5. DISKUSSION
5.1. Statistische Gegenüberstellung der gemessenen Parameter
5.1.1. Boxplots
5.1.2. Korrelationen der untersuchten Parameter
5.1.3. Faktorenanalyse
5.2. Bewertung der Schwermetallbelastung mit Hilfe der ÖNORM L 1075 und des Geoakkumulationsindex
5.2.1. Bewertung der Belastung der Sedimente mit Schwermetallen laut ÖNORM L 1075
5.2.2. Klassifizierung der Schwermetallbelastung von Sedimenten nach MÜLLER (Geoakkumulationsindex)
6. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht die Schwermetallbelastung in Sedimenten von acht Standorten in den Donauauen östlich von Wien sowie an einem Standort im Donaudelta in Rumänien. Ziel ist die Charakterisierung der Sedimente hinsichtlich ihrer Konzentrationen an verschiedenen Metallen, Wassergehalt und organischem Anteil sowie die Beantwortung der Fragen, ob sich die Standorte hinsichtlich ihres Schwermetallgehalts unterscheiden und ob sich aus Tiefenprofilen vergangene und aktuelle Belastungen ableiten lassen.
2.4. Quellen der Verschmutzung durch Schwermetalle
Schwermetalle stammen sowohl aus natürlichen als auch aus anthropogenen Quellen. 13 Metalle und Metalloide gelten als potentielle Gefahrenträger für die menschliche Gesundheit und aquatische Lebensräume und wurden durch Umweltkontrollorganisationen auf der ganzen Welt in einer „Liste der vorrangigen Schadstoffe“ zusammengefasst. Folgende Metalle wurden durch die „U.S. Environmental Protection Agency“ darin angeführt: Antimon, Arsen, Beryllium, Cadmium, Chrom, Kupfer, Blei, Quecksilber, Nickel, Selen, Silber, Thallium und Zink (vgl. Tab. 1). Die Europäische Union inkludierte solch metallische Schadstoffe in der „black list“ der verunreinigenden Substanzen.
Die natürlichen und diffusen anthropogenen Quellen von toxischen (vorrangigen) Metallen wurden beschrieben und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Die städtischen Emissionen scheinen dabei die signifikanteste Rolle zu spielen, denn die meisten Umweltprobleme im Zusammenhang mit Schwermetallen treten in Gewässern in der Nähe von Stadtzentren auf.
Eine gewisse Konzentration an Metallen tritt auch in unbeeinflussten Gewässern natürlicherweise auf, die von der Art des umgebenden Bodens und Gesteins abhängig ist. Überschreitungen dieser natürlichen Hintergrundkonzentration werden üblicherweise von Metallabflüssen und –emissionen aus Aktivitäten von Menschenhand verursacht. Daher muß eine Unterscheidung zwischen natürlichen und kulturellen Gründen der Kontaminationen von aquatischen Systemen getroffen werden.
Unter den am häufigsten freigesetzten Metallen aus punktuellen Verschmutzungsquellen befinden sich Kupfer, Zink, Chrom, Blei und Nickel.
1. KURZFASSUNG: Zusammenfassung der toxischen Eigenschaften von Schwermetallen, der Fragestellung der Arbeit sowie ein erster Überblick über die Ergebnisse der Sedimentbelastung.
2. EINLEITUNG: Theoretische Grundlagen zu Definitionen von Sedimenten, Eigenschaften von Schwermetallen, deren Mobilität sowie deren Eintragsquellen in Oberflächengewässer.
3. MATERIAL UND METHODEN: Beschreibung des Untersuchungsgebiets im Nationalpark Donauauen, der Probennahme sowie der angewandten chemischen Analysenverfahren zur Schwermetallbestimmung.
4. ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung der gemessenen Wasser- und organischen Gehalte sowie der Konzentrationen einzelner Schwermetalle an den verschiedenen Standorten.
5. DISKUSSION: Statistische Analyse der Daten mittels Boxplots, Korrelationen und Faktorenanalyse sowie Bewertung der Belastung anhand von ÖNORM-Standards und dem Geoakkumulationsindex.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der räumlichen Unterschiede, der Tiefenprofile und der anthropogenen Einflüsse auf die Schwermetallkonzentrationen.
Schwermetalle, Sedimente, Donauauen, Donaudelta, Umweltverschmutzung, Anthropogene Belastung, Wassergehalt, Organischer Gehalt, Korrelationsanalyse, Bodenbelastung, ÖNORM L 1075, Geoakkumulationsindex, Metallkonzentration, Sedimentqualität
Die Arbeit untersucht die Schwermetallbelastung in Sedimenten verschiedener Standorte entlang der Donau, insbesondere in den Donauauen östlich von Wien und im Donaudelta in Rumänien.
Die zentralen Themen sind die Charakterisierung von Sedimenten bezüglich ihrer chemischen Zusammensetzung, die Identifikation von Quellen für Schwermetallkontaminationen sowie die Bewertung der Sedimentqualität im Kontext anthropogener Einflüsse.
Das primäre Ziel ist es festzustellen, ob sich die Sedimente verschiedener Standorte in ihrem Schwermetallgehalt unterscheiden, welche Faktoren zu diesen Unterschieden führen und ob die Tiefenprofile der Sedimente als Zeiger für vergangene und aktuelle anthropogene Belastungen dienen können.
Es werden Sedimentbohrkerne entnommen und chemisch analysiert (Aufschluss mittels Königswasser, Messung mittels Atomabsorptionsspektroskopie). Die Daten werden statistisch durch Korrelations- und Faktorenanalysen ausgewertet.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Präsentation der Messergebnisse für Wassergehalt, organischen Gehalt und verschiedene Schwermetalle sowie eine anschließende statistische Diskussion und ökologische Bewertung der Sedimentbelastung.
Die wichtigsten Begriffe sind Schwermetalle, Sedimente, Donauauen, Umweltverschmutzung, anthropogene Belastung, ÖNORM L 1075 und Geoakkumulationsindex.
Das Donaudelta dient als Vergleichsstandort außerhalb Österreichs, bei dem insbesondere für Aluminium und Cadmium deutlich höhere Konzentrationen als an anderen Standorten festgestellt wurden.
In Ermangelung spezifischer Grenzwerte für Sedimente in Österreich werden die ÖNORM L 1075 (für landwirtschaftlich genutzte Böden) sowie der Geoakkumulationsindex nach MÜLLER als Orientierungshilfe zur Bewertung herangezogen.
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