Bachelorarbeit, 2009
109 Seiten, Note: 1
1 Einführung
1.1 Einführung in die Problematik
1.2 Problemstellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Die Unternehmenskrise
2.1 Der Begriff der Krise
2.2 Ursachen für Unternehmenskrisen
2.2.1 Externe Ursachen
2.2.2 Interne Ursachen
2.3 Verlauf von Unternehmenskrisen
2.3.1 Arten einer Krise
2.3.2 Phasen einer Krise
2.3.3 Gegenüberstellung der Arten und Phasen einer Krise
2.4 Management in der Krise
2.5 Wahrnehmung von Unternehmenskrisen
2.5.1 Die Bedeutung der Früherkennung
2.5.2 Die Krisendiagnose
2.5.3 Die Bedeutung der Reaktionsgeschwindigkeit
3 Insolvenzprognoseverfahren
3.1 Bedarf an Insolvenzprognoseverfahren
3.2 Klassifizierung der Insolvenzprognoseverfahren
3.3 Fokus: Die Diskriminanzanalyse
4 Das Z-Score Verfahren
4.1 Historischer Hintergrund
4.2 Funktionsweise
4.2.1 Die Datenbasis
4.2.2 Die Diskriminanzfunktion
4.2.3 Erklärungsgehalt und Trennschärfe
4.2.4 Das ZETA-Modell
4.2.5 Der Z''-Score
4.3 Eignung für die folgende empirische Anwendung
5 Die Eignung des Z''-Score Modells nach Altman als Instrument der Insolvenzprognose
5.1 Datenbasis und Vorgehensweise
5.2 Die untersuchten Unternehmen
5.3 Gegenüberstellung der Unternehmen innerhalb einer Branche
5.4 Darstellung der Vergleichsgruppen
5.5 Die kategoriale Insolvenzprognose
5.6 Umrechnung der kategorialen Güte in die ordinale Güte
6 Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Prognosetauglichkeit des Z''-Score-Verfahrens nach Altman als Instrument zur frühzeitigen Identifikation von Unternehmenskrisen und zur Vorhersage von Insolvenzen im Kontext der jüngsten europäischen Wirtschaftskrise zu untersuchen und zu bewerten.
4.2.2 Die Diskriminanzfunktion
Aus 22 Jahresabschlusskennzahlen selektierte Altman fünf aussagekräftige Kennzahlen. Die zugehörige Diskriminanzfunktion lautet:
Z = 0,012 · X1 + 0,014 · X2 + 0,033 · X3 + 0,006 · X4 + 0,999 · X5 (1)
mit
X1: Working Capital/Bilanzsumme
X2: Gewinnrücklagen/Bilanzsumme
X3: EBIT/Bilanzsumme
X4: Marktwert des Eigenkapitals/Fremdkapital
X5: Umsatz/Bilanzsumme
Die vermeintliche Dominanz der Kennzahl X5 beruht darauf, dass die Werte der Kennzahlen X1 bis X4 Gegensatz zu X5 in Prozent gemessen werden. Hierbei verwenden wir in der Kennzahl X4 den Fremdkapitalbegriff im Sinne sämtlicher in der Bilanz aufgeführter Verbindlichkeiten eines Unternehmens, wobei auch Rückstellungen berücksichtigt werden. Anwendungshürden, die sich auf Grund unterschiedlicher Rechnungslegungsstandards ergeben, finden im Folgenden noch Erwähnung.
Für das geschätzte Z-Score-Modell ermittelte Altman einen im Hinblick auf die Anzahl der Fehlklassifikationen optimalen Trennwert von 2,675. Dabei stellte sich heraus, dass alle Unternehmen der Stichprobe mit Z < 1,81 tatsächlich innerhalb eines Jahres insolvent wurden und die Unternehmen mit Z > 2,99 ein Jahr später noch solvent waren. Die abgeleitete Entscheidungsregel lautete deshalb: Unternehmen mit Z < 1,81 werden als insolvenzgefährdet klassifiziert, während Unternehmen mit Z > 2,99 als nicht-insolvenzgefährdet eingestuft werden.
1 Einführung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Insolvenzprognose im Kontext der Wirtschaftskrise und beschreibt den Aufbau sowie die Zielsetzung der wissenschaftlichen Untersuchung.
2 Die Unternehmenskrise: Dieses Kapitel definiert Krisen, analysiert deren Ursachen und Verläufe sowie die Bedeutung des Krisenmanagements und der Früherkennung durch Diagnoseinstrumente.
3 Insolvenzprognoseverfahren: Hier wird der Bedarf an Prognoseverfahren dargelegt, eine Systematisierung der Methoden vorgenommen und der Fokus auf die Diskriminanzanalyse gelegt.
4 Das Z-Score Verfahren: Dieser Abschnitt widmet sich der historischen Herleitung, der mathematischen Funktionsweise der Altman-Modelle und deren Eignung als Benchmark.
5 Die Eignung des Z''-Score Modells nach Altman als Instrument der Insolvenzprognose: Der empirische Hauptteil präsentiert die Stichprobe, die Berechnungen der Z''-Scores für diverse Unternehmen sowie die Validierung der Modellgüte.
6 Fazit: Das Fazit beurteilt die Prognoseleistung des Z''-Score-Verfahrens auf Basis der empirischen Ergebnisse und betont die Notwendigkeit ganzheitlicher Betrachtungsweisen.
Unternehmenskrise, Insolvenzprognose, Altman Z-Score, Diskriminanzanalyse, Sanierungsmanagement, Krisenfrüherkennung, Finanzkennzahlen, Prognosegüte, Turnaround, Liquiditätsmanagement, Jahresabschluss, Fehlklassifikation, ökonomische Krise, Unternehmensführung, Bilanzanalyse.
Die Arbeit untersucht die Effektivität des Z''-Score-Modells nach Edward I. Altman zur Vorhersage von Unternehmensinsolvenzen im europäischen Raum während der Finanzkrise.
Im Fokus stehen das Krisenmanagement, die verschiedenen Ansätze der Insolvenzprognose und die praktische Anwendung mathematisch-statistischer Kennzahlensysteme zur Risikofrüherkennung.
Ziel ist es zu prüfen, ob die in der Praxis als Benchmark genutzten Z-Score-Modelle auch auf aktuelle europäische Krisenfälle anwendbar sind und eine verlässliche Vorhersagekraft besitzen.
Es wird eine empirische ex-post-Analyse auf Basis einer Stichprobe von 20 europäischen Unternehmen durchgeführt, deren Bilanzdaten mittels der Z''-Diskriminanzfunktion ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Krisenmanagements, die Beschreibung der Z-Score-Methodik und den umfangreichen empirischen Teil inklusive der Berechnung und Validierung der Prognosegüte.
Kernbegriffe sind Insolvenzprognose, Altman-Modell, Diskriminanzanalyse, Krisendiagnose, Trefferquote und statistische Gütemaße.
Der Autor erzielt bei der ex-post-Prognose eine hohe Trefferquote von 90% für die insolvenzgefährdeten Unternehmen und bewertet das Modell insgesamt als zufriedenstellend und praktikabel.
Ja, der Autor weist explizit auf die begrenzte Datenbasis und das Defizit quantitativer Modelle hin, qualitative Faktoren oder branchentypische Besonderheiten nur unzureichend zu erfassen.
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