Examensarbeit, 2008
57 Seiten, Note: 11
0. Einleitung
1. Didaktische und konzeptuelle Vorüberlegungen
1.1. Grundsatzüberlegungen zum bilingualen Sachfachunterricht
1.2. Spracharbeit im bilingualen Geschichtsunterricht
1.2.1. Allgemeinsprache und Fachsprache
1.2.2. Exemplarische Überlegungen zur Spracharbeit (an Hand von M1)
1.3. Analyse des Lehr- und Lernfeldes
1.3.1. Lehrkraft und Kurs
1.3.2. Gliederung der Unterrichtsreihe
1.3.3. Das Thema
1.3.4. Lernvoraussetzungen
2. Dokumentation der Unterrichtsplanung
2.1. Schwerpunktstunde 1: Les Etats-Unis dans les années 1920: une phase de prospérité
2.1.1. Sachanalyse
2.1.2. Didaktische und methodische Entscheidungen
2.1.3. Stundenverlauf
2.2. Schwerpunktstunde 2: De l’effondrement de la bourse new-yorkaise à la crise économique mondiale
2.2.1. Sachanalyse
2.2.2. Didaktische und methodische Entscheidungen
2.2.3. Stundenverlauf
2.3. Schwerpunktstunde 3: Deux approches différentes pour surmonter la crise économique
2.3.1. Sachanalyse
2.3.2. Didaktische und methodische Entscheidungen
2.3.3. Stundenverlauf
2.4. Lehrprobenstunde: Le ‚New Deal’
3. Dokumentation der unterrichtspraktischen Umsetzung
3.1. Schwerpunktstunde 1: Les Etats-Unis dans les années 1920: une phase de prospérité
3.2. Schwerpunktstunde 2: De l’effondrement de la bourse new-yorkaise à la crise économique mondiale
3.3. Schwerpunktstunde 3: Deux approches différentes pour surmonter la crise économique
4. Auswertung der Unterrichtsreihe
Die vorliegende pädagogische Arbeit zielt darauf ab, die Planung und Umsetzung einer Unterrichtsreihe zur Geschichte der USA in der Zwischenkriegszeit im bilingualen Französisch-Unterricht der Klassenstufe 12 zu dokumentieren und kritisch zu reflektieren, wobei der Schwerpunkt auf wirtschaftspolitischen Entwicklungen liegt.
1.2.1. Allgemeinsprache und Fachsprache
Während Sauer (2006:179) aus der Sicht des Historikers die – durchaus griffige – Formel propagiert, im bilingualen Geschichtsunterricht gehe es nicht „um Lernen der Fremdsprache [, sondern] um Lernen in der Fremdsprache“, und der Sprache dabei nur eine untergeordnete, funktionale und dienende Rolle zubilligt (Vollmer 2004:59), unterstreicht der Fremdsprachendidaktiker Vollmer (2004:63), dass für die betroffenen Schüler und Eltern „die Hoffnung auf erheblichen Zugewinn fremdsprachlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten [...] eines der wesentlichen Motive, wenn nicht gar das zentrale Motiv zur Teilnahme an bilingualen Unterrichtsangeboten“ ist und dass Schulträger und Bildungsverwaltungen bei der Einrichtung neuer bilingualer Bildungsangebote ebenso argumentieren.
Da sich die Auffassung durchgesetzt hat, dass erstens im bilingualen Sachfachunterricht eine Spracharbeit stattfindet und zweitens diese Spracharbeit sich in Inhalt und Zielsetzung von jener im Fremdsprachenunterricht unterscheidet (Müller-Schneck:158), stellt sich die Frage, wie diese aussehen soll. Im Sinne De Florio-Hansens (2003:18, zitiert nach Müller-Schneck:158) geht es darum, den „focus on meaning mit einem zeitweiligen focus on form“ zu ergänzen. Konkret bedeutet dies, dass im bilingualen Sachfachunterricht eher sachfachspezifische Spracharbeit stattfinden wird, während allgemeine Spracharbeit dem Fremdsprachenunterricht vorbehalten bleiben soll. So einleuchtend diese Unterscheidung auf den ersten Blick auch erscheinen mag, so problematisch erweist sich ihre konkrete Umsetzung.
0. Einleitung: Diese Arbeit erläutert die Gliederung und Zielsetzung der Unterrichtsreihe, die im bilingualen Geschichtsunterricht eines Abi-Bac-Zweiges durchgeführt wurde.
1. Didaktische und konzeptuelle Vorüberlegungen: Dieser Teil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen des bilingualen Sachfachunterrichts, der Rolle der Spracharbeit sowie der Analyse der spezifischen Lernbedingungen des Kurses.
2. Dokumentation der Unterrichtsplanung: Hier werden die didaktischen Reduktionen, Lernziele und methodischen Entscheidungen für drei zentrale Schwerpunktstunden und die Lehrprobe im Detail dargelegt.
3. Dokumentation der unterrichtspraktischen Umsetzung: Dieses Kapitel beschreibt den tatsächlichen Unterrichtsverlauf der Schwerpunktstunden, inklusive aufgetretener Schwierigkeiten und der pädagogischen Reaktionen darauf.
4. Auswertung der Unterrichtsreihe: Hier findet eine kritische Reflexion des eigenen Lehrerverhaltens, der Eignung des Themas und der durchgeführten Spracharbeit statt.
Bilingualer Geschichtsunterricht, Zwischenkriegszeit, USA, Wirtschaftspolitik, Weltwirtschaftskrise, Keynesianismus, Laissez-faire, New Deal, Spracharbeit, Fachsprache, Taylorismus, Deflation, Didaktik, Abi-Bac, Historisches Lernen.
Die Arbeit dokumentiert und reflektiert eine Unterrichtsreihe zur US-amerikanischen Geschichte in der Zwischenkriegszeit, die im bilingualen (deutsch-französischen) Geschichtsunterricht der Jahrgangsstufe 12 gehalten wurde.
Die zentralen Themen sind die wirtschaftliche Prosperität der 1920er Jahre, der Börsenkrach von 1929, die daraus resultierende Weltwirtschaftskrise sowie verschiedene politische Lösungsansätze wie die Hoover'sche Laissez-faire-Politik und der New Deal.
Das Hauptziel liegt in der detaillierten Planung, Durchführung und kritischen Auswertung von Schwerpunktstunden, um die Herausforderungen des bilingualen Sachfachunterrichts und der gezielten Spracharbeit in diesem Kontext zu untersuchen.
Es handelt sich um eine praxisorientierte pädagogische Dokumentation, die auf Fachdidaktik, Lehrplanvorgaben und einer kritischen Reflexion der Unterrichtserfahrung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Planung und die anschließende Dokumentation der unterrichtspraktischen Umsetzung von drei Schwerpunktstunden sowie einer Lehrprobenstunde zum New Deal.
Bilingualer Geschichtsunterricht, Weltwirtschaftskrise, Keynesianismus, New Deal, Fachsprache, Spracharbeit und amerikanische Geschichte.
Aufgrund der begrenzten Unterrichtszeit und der komplexen Materie wurde eine inhaltliche Schwerpunktsetzung vorgenommen, um die wirtschaftlichen Kernkonzepte der Epoche vertiefend behandeln zu können.
Die Spracharbeit konzentrierte sich primär auf die Semantisierung fachspezifischer Termini (z.B. Taylorismus, Deflation) und den Aufbau eines zielgerichteten Wortschatzes, wobei zwischen fachsprachlichen und allgemeinsprachlichen Begriffen differenziert wurde.
Französisch diente als Arbeitssprache. Die Lehrkraft setzte verstärkt auf diese Sprache, reflektierte jedoch kritisch, in welchen Situationen die Rückkehr zur deutschen Muttersprache zur Verständnissicherung notwendig gewesen wäre.
Der Autor hinterfragt rückblickend, ob die US-Geschichte aufgrund der notwendigen Einbindung englischsprachiger Begriffe die ideale Wahl für einen deutsch-französischen bilingualen Kurs ist, da dies zu phonetischen und inhaltlichen Hürden führen kann.
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