Diplomarbeit, 2009
93 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2. KONZEPT UND GESCHÄFTSMODELL VON PRIVATE EQUITY
2.1 Begriffsklärung
2.2 Finanzierungsphasen
2.2.1 Seed
2.2.2 Start-Up
2.2.3 Expansion Stage
2.2.4 Bridge
2.2.5 Buyout
2.2.5.1 MBO Management Buyout
2.2.5.2 MBI Management Buy-In
2.2.5.3 BIMBO (Buy In Management Buy Out)
2.2.5.4 EBO Employee Buy Out
2.2.5.5 OBO Owners Buy Out
2.2.5.6 LBO Leveraged Buy Out
2.2.6 Replacement Capital
2.2.7 Turnaround
2.3 Beteiligte auf dem Private Equity Markt und deren Motivation
2.3.1 Investoren
2.3.1.1 Banken
2.3.1.2 Industrieunternehmen
2.3.1.3 Versicherungen
2.3.1.4 Pensionsfonds
2.3.1.5 Privatanleger
2.3.1.6 Öffentliche Hand
2.3.1.7 Kapitalmarkt
2.3.2 Kapitalsuchende Unternehmen
2.3.2.1 Bedeutung von Eigenkapital in der Unternehmungsfinanzierung
2.3.2.2 Finanzierungssituation im deutschen Mittelstand
2.3.2.3 Transaktionsanlässe
2.3.2.3.1 Wachstum
2.3.2.3.2 Unternehmensnachfolge (Verkauf)
2.3.2.3.3 Spinn Off (Teilverkauf)
2.3.3 Private Equity Gesellschaften
2.3.3.1 Typen von Private Equity Gesellschaften nach der Gesellschaftsstruktur
2.3.3.1.1 Abhängige Gesellschaften (Captive)
2.3.3.1.2 Unabhängige Gesellschaften (Independents)
2.3.3.1.3 Halbabhängige Gesellschaftenn (Semi Captive)
2.3.3.2 Organisatorische Gestaltungsmöglichkeiten von Private Equity Gesellschaften
2.3.3.2.1 Direkte Beteiligung
2.3.3.2.2 Indirekte Beteiligung
2.3.3.3 Wertschöpfungskette der Private Equity Gesellschaften
2.3.3.3.1 Kapitalakquisition (Fundraising)
2.3.3.3.2 Beteiligungsakquisition - Deal Flow
2.3.3.3.3 Beteiligungsprüfung - Due Diligence
2.3.3.3.4 Beteiligungsverhandlung
2.3.3.3.5 Managementunterstützung
2.3.3.3.6 Desinvestition (Exit)
2.3.3.4 Rechtsform von Private Equity Gesellschaften
2.3.3.4.1 Monoistische Gesellschaftsform
2.3.3.4.2 Dualistische Gesellschaftsform
2.3.4 Dachfonds
2.4 Definition
3. AUSWIRKUNG VON PRIVATE EQUITY AUF FINANZMÄRKTE
3.1 Wandel im Finanzsektor
3.2 Finanzmarktfunktionen
3.2.1 Finanzmarkteffizienz
3.2.1.1 Effizienzgewinnung durch Private Equity Gesellschaften als Finanzintermediäre
3.2.1.1.1 Reduzierung von Transaktionskosten (Transaktionskosteneffizienz)
3.2.1.1.1.1 Transaktionskostenansatz
3.2.1.1.1.2 Relevanz für Private Equity
3.2.1.1.2 Reduzierung von Informationskosten (Informationseffizienz)
3.2.1.1.2.1 Agency Theorie
3.2.1.1.2.2 Relevanz für Private Equity
3.2.1.1.2.3 Adverse Selection
3.2.1.1.2.4 Relevanz für Private Equity
3.2.1.1.3 Beseitigung von Unsicherheiten (Transformationseffizienz)
3.2.1.2 Fazit
3.2.2 Finanzsystemstabilität
3.2.2.1 Stabilität der Institutionen
3.2.2.1.1 Mikroökonomische Risiken
3.2.2.1.1.1 Bonitätsrisiko
3.2.2.1.1.2 Liquiditätsrisiko
3.2.2.1.1.3 Betriebsrisiko
3.2.2.1.1.4 Transferrisiken
3.2.2.1.1.5 Marktrisiko
3.2.2.1.2 Makroökonomische Risiken
3.2.2.1.2.1 Systemisches Ereignis
3.2.2.1.2.2 Übertragungskanäle und Ansteckungseffekte
3.2.2.1.2.3 Übertragungsgeschwindigkeiten
3.2.2.2 Spezifische Risiken von Private Equity Gesellschaften durch Einsatz von Leverage
3.2.2.3 Leveraged Buyout und die Subprimekrise
3.2.3 Fazit
4. AUSWIRKUNG VON PRIVATE EQUITY AUF DIE WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG
4.1 Einfluss des Finanzsektors auf Wirtschaftliche Entwicklung
4.1.1 Neoklassische Wachstumstheorie
4.1.2 Neue Wachstumstheorie
4.1.2.1 Endogenes Wachstum durch Kapitalakkumulation
4.1.2.2 Endogenes Wachstum durch technische Innovation
4.2 Spezielle Bedeutung der Private Equity Märkte
4.2.1 Auswirkungen auf Innovationen
4.2.2 Auswirkungen auf die Beschäftigung
4.2.3 Auswirkungen auf Wachstum
4.3 Fazit
5. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit analysiert die Aktivitäten der Private Equity Branche und untersucht deren Auswirkungen auf das wirtschaftliche Umfeld, insbesondere im Hinblick auf Finanzmärkte und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, um den kontroversen Diskurs zwischen politischer Kritik und wirtschaftswissenschaftlicher Befürwortung systematisch zu beleuchten.
2.3.3.3.3 Beteiligungsprüfung - Due Diligence
Der Begriff „Due Diligence“ bedeutet wörtlich übersetzt - notwendige Sorgfalt. Im deutschsprachigen Raum hat sich der Begriff durchgesetzt und wird als Synonym für die Objektprüfung im Rahmen einer beabsichtigten Unternehmenstransaktion benutzt. Ähnlich einer Kreditwürdigkeitsprüfung wird das potenzielle Portfoliounternehmen, bei der positiven Vorauswahl, einer mehrstufigen Prüfung unterzogen. Die Due Diligence bekräftigt ebenfalls das ernsthafte Interesse eines Investors an der Transaktion. Das Ergebnis dieser Prüfung ist ausschlaggebend für die späteren Vertragsverhandlungen. Im Rahmen der Prüfung werden verschiedenen Segmente des Unternehmens überprüft. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Arten der Due Diligence:
Der Private Equity Gesellschaft wird die Möglichkeit gegeben, mit Hilfe von ausgewählten Beratern das potenzielle Übernahmeunternehmen auf „Herz und Nieren“ zu überprüfen. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, den späteren Kaufpreis bzw. die gesamte Berechnung des Beteiligungssatzes zu identifizieren. Für manche Finanzinvestoren ist eine positive Due Diligence auch Voraussetzung eines Beschlusses seiner Anlagegremien.
Aus Unternehmenssicht bringt die Durchführung einer eigens veranlassten Vendor Due Diligence die Möglichkeit, einen Investor vom Eigenen Unternehmen zu überzeugen und somit ebenfalls Einfluss auf die wirtschaftlichen Bedingungen des Beteiligungsansatzes zu nehmen sowie die eigenen Preisvorstellungen zu unterbreiten. Es besteht dabei die Pflicht die Unterlagen nicht zu verfälschen, Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten und keine Irrtümer zu veranlassen. Die Due Diligence Prüfung unterscheidet sich von einer Jahresabschlussprüfung dadurch dass die Prüfung nicht nur vergangenheitsbezogen ist, sondern sie umfasst auch die Erfassung künftiger Entwicklungsszenarien.
1. EINLEITUNG: Der Autor führt in die kontroverse Debatte um Private Equity ein, stellt die Problemstellung sowie das Ziel der Untersuchung dar und erläutert die Vorgehensweise der Arbeit.
2. KONZEPT UND GESCHÄFTSMODELL VON PRIVATE EQUITY: Dieses Kapitel definiert Private Equity, klassifiziert Finanzierungsphasen (von Seed bis Buyout) und beschreibt die Akteure am Markt, ihre Motivation sowie die organisatorische Struktur der Beteiligungsgesellschaften.
3. AUSWIRKUNG VON PRIVATE EQUITY AUF FINANZMÄRKTE: Hier werden der Wandel im Finanzsektor analysiert und die Rolle von Private Equity Gesellschaften als Finanzintermediäre in Bezug auf Transaktionskosteneffizienz, Informationseffizienz und Finanzsystemstabilität untersucht.
4. AUSWIRKUNG VON PRIVATE EQUITY AUF DIE WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG: Dieser Teil betrachtet den Einfluss des Finanzsektors auf die Wirtschaftsentwicklung und evaluiert empirisch die Auswirkungen von Private Equity auf Innovationen, Beschäftigung und das allgemeine Wirtschaftswachstum.
5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Private Equity ein fester, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des modernen Wirtschaftslebens ist, wobei ein abschließendes Urteil über "Segen oder Fluch" vom Betrachtungswinkel abhängt.
Private Equity, Beteiligungskapital, Finanzintermediäre, Buyout, Venture Capital, Finanzmarkteffizienz, Unternehmensfinanzierung, Eigenkapital, Due Diligence, LBO, Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, Finanzstabilität, Agency Theorie, Kapitalmarkt.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Private Equity auf Finanzmärkte und die allgemeine Wirtschaftsentwicklung und beleuchtet dabei den gesellschaftlichen und politischen Diskurs um die Branche.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Konzepte von Private Equity, die Funktionsweise der Märkte, die Rollen der Akteure sowie den Einfluss der Branche auf volkswirtschaftliche Kernindikatoren wie Wachstum und Beschäftigung.
Ziel ist es, eine fundierte Analyse der Aktivitäten der Private Equity Branche durchzuführen und deren Auswirkungen auf das ökonomische Umfeld sowie die Finanzmärkte unter Berücksichtigung verschiedener Interessenperspektiven zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturauswertung, der Bündelung diverser Meinungen, der Analyse von praxisorientierten Branchenstudien sowie der systematischen Auswertung interner und externer Statistiken der Beteiligungsgesellschaften.
Der Hauptteil behandelt die Konzepte und Finanzierungsmodelle, die Mechanismen von Finanzmärkten, die Rolle von Private Equity als Intermediär sowie den Einfluss der Branche auf Innovation, Beschäftigung und Stabilität.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Private Equity, Finanzintermediäre, Finanzmarkteffizienz, Unternehmensfinanzierung, LBO und Wirtschaftsentwicklung.
Private Equity kann durch spezifische Risiken, insbesondere durch den Einsatz von Leverage (Fremdkapitalhebel), das Finanzsystem beeinflussen, wobei die Stabilität maßgeblich von der Funktionsfähigkeit der Sicherungsmechanismen abhängt.
Der Autor stellt fest, dass eine pauschale Bewertung als "gut" oder "schlecht" unmöglich ist; vielmehr hängt die Wahrnehmung stark vom Betrachtungswinkel ab, während die ökonomische Wertzerstörungsthese in der Regel schwer zu belegen ist.
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