Diplomarbeit, 2003
101 Seiten, Note: 1,7
1 Die Komplexität von CRM-Systemen
2 Die Grundlagen von CRM und CRM-Systemen
2.1 Wettbewerbsvorteile durch Kundenbeziehungen
2.1.1 Beziehungsmarketing
2.1.2 Der Kundenwert
2.1.3 Kundenzyklen und Kundenprozess
2.1.4 Customer Relationship Management
2.2 Bestandteile von CRM-Systemen
2.2.1 Operatives CRM
2.2.2 Kollaboratives CRM
2.2.3 Analytisches CRM
3 Methoden zur Spezifikation von Anwendungssystemen
3.1 Spezifikation von Informations- und Kommunikationssystemen
3.2 Aufbau einer Methodik
3.3 Domänenspezifische Modellierungstechniken für CRM-Systeme
4 Domänenspezifische Methodik zur Spezifikation von CRM-Systemen
4.1 Steuerungssicht / Prozesssicht
4.1.1 Besonderheiten der Steuerungssicht im CRM-Kontext
4.1.2 Ontologie und Ontologiemodell einer Modellierungstechnik für die Steuerungssicht
4.1.3 Die Steuerungssicht im praktischen Beispiel
4.2 Organisationssicht
4.2.1 Besonderheiten der Organisationssicht im CRM-Kontext
4.2.2 Ontologie und Ontologiemodell einer Modellierungstechnik für die Organisationssicht
4.2.3 Die Organisationssicht im praktischen Beispiel
4.3 Funktionssicht
4.3.1 Besonderheiten der Funktionssicht im CRM-Kontext
4.3.2 Ontologie und Ontologiemodell einer Modellierungstechnik für die analytische Funktionssicht
4.3.3 Ontologie und Ontologiemodell einer Modellierungstechnik für die operative Funktionssicht
4.3.4 Die Funktionssicht im praktischen Beispiel
4.4 Datensicht
4.4.1 Besonderheiten der Datensicht im CRM-Kontext
4.4.2 Ontologie und Ontologiemodell einer Modellierungstechnik für die analytische Datensicht
4.4.3 Ontologie und Ontologiemodell einer Modellierungstechnik für die operative Datensicht
4.4.4 Die Datensicht im praktischen Beispiel
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine ganzheitliche Methode zur Spezifikation von Customer Relationship Management (CRM)-Systemen zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, wie komplexe Kundenbeziehungsprozesse methodisch fundiert in IT-Architekturen übersetzt werden können, um eine konsistente Abbildung aller relevanten Aspekte zu gewährleisten.
2.1.2 Der Kundenwert
Ein wichtiger Aspekt, der beim Beziehungsmarketing nicht vernachlässigt werden darf, ist die Tatsache, dass die Pflege von Kundenbeziehungen eine Form der Investition darstellt. Je individueller ein Kunde behandelt werden soll, umso höher ist in der Regel der Aufwand, der dadurch verursacht wird. Aus diesem Grund muss der Einsatz von Kundenbindungsmaßnahmen nicht nur durch die Präferenzen der betroffenen Kunden determiniert werden, sondern auch von den erwarteten Rückflüssen, die aus der Beziehung erwartet werden können.
Neben der Profitabilität einer Kundenbeziehung, also den erwirtschafteten Gewinnen, ist auch die Langfristigkeit von großer Bedeutung. Dies resultiert daraus, dass es zum einen wesentlich günstiger ist Kunden zu halten, als neue zu akquirieren, zum anderen aus der steigenden Profitabilität eines Kunden bei einer längeren Beziehung. Aus der Investitionstheorie wurde daher der Begriff des Kundenlebenswertes (CLV) oder kurz Kundenwertes abgeleitet, der den diskontierten Einzahlungsüberschuss beschreibt, den ein Kunde während seiner vollständigen Kundenziehung erzeugt.
1 Die Komplexität von CRM-Systemen: Dieses Kapitel beleuchtet die Herausforderungen bei der Einführung von CRM-Systemen und definiert das Ziel der Arbeit, eine umfassende Spezifikationsmethode zu entwerfen.
2 Die Grundlagen von CRM und CRM-Systemen: Hier werden die betriebswirtschaftlichen Kernkonzepte wie Beziehungsmarketing, Kundenwert und CRM-Komponenten erläutert.
3 Methoden zur Spezifikation von Anwendungssystemen: Dieses Kapitel befasst sich mit allgemeinen Spezifikationsansätzen und der Rolle von Ontologien bei der Modellierung.
4 Domänenspezifische Methodik zur Spezifikation von CRM-Systemen: Der Hauptteil der Arbeit unterteilt die CRM-Spezifikation in vier Sichten und erarbeitet für jede Sicht spezifische Ontologiemodelle.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und Potenziale für zukünftige Weiterentwicklungen aufgezeigt.
Customer Relationship Management, CRM-Systeme, Beziehungsmarketing, Kundenwert, Kundenlebenszyklus, Spezifikation, Ontologie, Modellierungsmethode, ARIS-Architektur, Geschäftsprozesse, Datensicht, Funktionssicht, Organisationssicht, Steuerungssicht, Information Systems Engineering
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Spezifikation von Customer Relationship Management (CRM)-Systemen, um diese ganzheitlich als Einheit zu planen und abzubilden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen betriebswirtschaftlichen CRM-Konzepten, der methodischen Modellierung von Informationssystemen und der spezifischen Architektur von CRM-Technologien.
Das Ziel ist die Bereitstellung einer konsistenten Methode, die es ermöglicht, alle relevanten Aspekte eines CRM-Systems – von Prozessen über Organisation bis hin zu Daten – strukturiert zu spezifizieren.
Die Arbeit nutzt den konstruktionsorientierten Modellierungsansatz und stützt sich auf den Ordnungsrahmen der ARIS-Architektur, ergänzt durch linguistische Konstruktionsoperatoren zur Ontologieentwicklung.
Im vierten Kapitel wird das CRM-System in die vier Perspektiven Steuerung, Organisation, Funktion und Daten unterteilt, für die jeweils spezifische Ontologien und Metamodelle entwickelt werden.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen CRM, Spezifikation, Ontologie, ARIS, Kundenwert, Beziehungsmarketing und Prozessmodellierung.
Weil sie unterschiedliche Datenstrukturen und Aufgabenbereiche adressieren: Operative Funktionen unterstützen den direkten Kundenkontakt (Transaktionsfokus), während analytische Funktionen auf Prognose und strategische Entscheidungsunterstützung ausgerichtet sind.
Es wird durch die wechselseitige Verknüpfung von operativen Prozessdaten und analytischen Modellen sichergestellt, sodass Erkenntnisse aus den Analysen direkt in die Steuerung zukünftiger operativer CRM-Aktionen einfließen.
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