Hausarbeit, 2008
59 Seiten
1. Grundlegende Erläuterungen zur Rhetorik des Bildes sowie der vorliegenden Aufgabenstellung
1.1. Thema und Fragestellung dieser Arbeit
2. Zur methodischen Verfahrensweise in dieser Arbeit
3. Rhetorische Bildanalyse anhand des 4-Stufen-Modells
3.1. Die Identifikation der Zeichen im Bildtext – Zeichenidentifikation
3.1.1. Bildzeichen
3.1.1.1. Zeichen für Säulen
3.1.1.2. Zeichen für Kapitelle
3.1.1.3. Zeichen für Gebälk
3.1.1.4. Zeichen für Gebäude
3.1.1.5. Zeichen für Bäume
3.1.1.6. Zeichen für Gestalten
3.1.1.7. Zeichen für Erde / Geröll
3.1.1.8. Zeichen für Himmel
3.1.2. Schriftzeichen
3.1.2.1. Schriftzeichen „A“
3.1.2.2. Schriftzeichen „Fig.II“
3.1.2.3. Schriftzeichen „ESTITVER“
3.2. Die wechselseitige Beziehung der Zeichen im Bildtext - Syntagmen im Bild
3.2.1. Mikrostrukturelle Syntagmen
3.2.1.1. Zeichen(gruppe)Tempelruine
3.2.1.2. Zeichengruppe Gebäude
3.2.1.3. Zeichengruppe Bäume
3.2.1.4. Zeichengruppe Gestalten
3.2.2. Makrostrukturelle Syntagmen
3.2.2.1. Hierarchisierung und Separierung durch Proportionalität
3.2.2.2. Hierarchisierung und Separierung durch Detaillierungsgrade
3.2.2.3. Hierarchisierung und Separierung durch Positionierung im Bildtext und Perspektivierung
3.2.2.4. Hierarchisierung und Separierung durch Lichtverhältnisse
3.2.2.5. proxemische Ordnung
3.2.2.6. antagonistische Verhältnisse
3.2.3. Exkurs
3.3. Das Thema des Bildtextes – Bildthematik
3.4. Analyse des persuasiven Faktors und der rhetorischen Botschaft
3.4.1. Die Bedeutung der Textgattung für die rhetorische Analyse
3.4.2. Analyse des persuasiven Faktors und der rhetorischen Botschaft
Ziel dieser Arbeit ist es, das oratorische Produktionskalkül eines Bildtextes nachzuvollziehen und daraus die rhetorische Botschaft abzuleiten. Dabei wird untersucht, welche persuasive Wirkung durch die bewusste Gestaltung der Zeichen und deren wechselseitige Beziehungen innerhalb des Bildes erzielt werden soll.
3.2.3. Exkurs
Was im vorliegenden Bild auffällt ist, dass an manchen Stellen keine klare Trennung zwischen den Zeichen vorliegt, sondern diese einzelnen Zeicheneinheiten sehr „weich“ ineinander „übergehen“. Dies ist beispielsweise bei den Zeichen für die Gestalten sehr gut erkennbar, die mit dem Zeichen für Erde oder Baum geradezu „verwachsen“ zu sein scheinen. Ebenso erwecken die Säulen den Eindruck, als würden sie nahtlos aus dem Boden hervorgehen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang folgendes festzuhalten: Die Zeichen bleiben in ihrem Charakter als Zeichen erhalten und werden nicht durch die ungenügende Trennschärfe in ihrer zeichentheoretischen Identifizierbarkeit als Einzelzeichen eingeschränkt. Man kann auch in diesem Bild einzelne Zeichen ohne weiteres unterscheiden, was passiert, ist, dass der Bildermacher in der Phase der Enkodierung bewusst wahrnehmungstheoretische Unschärfen generiert um hierdurch den Text hinsichtlich seiner rhetorischen Botschaft mehr Ausdruck zu verleihen.
1. Grundlegende Erläuterungen zur Rhetorik des Bildes sowie der vorliegenden Aufgabenstellung: Einführung in die bildrhetorische Theoriebildung und Darlegung der zentralen Fragestellung der Arbeit.
2. Zur methodischen Verfahrensweise in dieser Arbeit: Beschreibung der vier Analyseschritte, von der Zeichenidentifikation bis zur rhetorischen Einordnung der persuasiven Botschaft.
3. Rhetorische Bildanalyse anhand des 4-Stufen-Modells: Detaillierte praktische Anwendung der Methode auf den konkreten Bildtext unter Analyse der Zeichen, Syntagmen und der rhetorischen Absicht.
Bildrhetorik, Rhetorik des Bildes, Bildanalyse, 4-Stufen-Modell, Zeichenidentifikation, Syntagmen, Persuasion, rhetorische Botschaft, Vedute, Capriccio, Produktionskalkül, Bildtextur, Giovanni Battista Piranesi, Bildwissenschaft, Semiotik
Die Arbeit widmet sich der systematischen Untersuchung eines Bildes unter bildrhetorischen Gesichtspunkten, um die darin verborgenen Kommunikationsabsichten des Erstellers zu entschlüsseln.
Zentrale Themen sind die Identifikation bildnerischer Zeichen, deren syntagmatische Anordnung, die Rolle der Perspektive und Lichtführung sowie die Bedeutung der historischen Textgattung.
Das Ziel ist es, auf Basis des oratorischen Produktionskalküls die rhetorische Botschaft des Bildes zu bestimmen und die persuasiven Mittel des Bildermachers offenzulegen.
Die Arbeit nutzt ein eigens definiertes 4-Stufen-Modell, das auf der textrhetorischen Tradition (insb. Knape) basiert und die Analyse von Zeichen, Beziehungen, Themen und rhetorischen Faktoren umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation der einzelnen Bildzeichen, die Untersuchung ihrer wechselseitigen syntagmatischen Beziehungen und die rhetorische Analyse der persuasiven Botschaft.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Rhetorik des Bildes, Bildtext, Produktionskalkül, Syntagmen, Persuasion und die Unterscheidung zwischen Bild- und Schriftkode.
Die Einordnung des Bildes als Mischform aus Vedute und Capriccio ist entscheidend, da sie Rückschlüsse auf die strategischen Absichten des Bildermachers erlaubt.
Dieser Aspekt beleuchtet wahrnehmungstheoretische Unschärfen des Bildermachers, die trotz diffuser Darstellung die zeichentheoretische Identifizierbarkeit als Einzelzeichen nicht aufheben.
Die Tempelruine bildet das zentrale, am detailliertesten gestaltete und monumental inszenierte Element des Bildes, welches als Sinnbild für die Schönheit des Fragments fungiert.
Die Inschrift wird als "restituere" (wiederherstellen) gedeutet und dient als Aufforderung, den Zusammenhang von Natur und Kultur sowie von Alt und Neu zu wahren.
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