Wissenschaftlicher Aufsatz, 2009
20 Seiten
These 1
Einleitung und Überblick
Schulische Integration im Kontext gesellschaftlicher Inklusion
Der Stellenwert von Integration und Inklusion im Studium
These 2
These 3
Grundstruktur einer inklusiven Didaktik und deren potentieller Anregungscharakter für die zukünftige Schule
These 4
These 5
Perspektiven der Weiterentwicklung
These 6
Veränderte Sichtweisen und eine veränderte Diagnostik
These 7
Anforderungen an eine integrative Diagnostik
These 8
These 9
Zusammenfassung und Ausblick
Übersicht über die Inhalte des eigenen Seminars zum Thema
Thesenpapier
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status und Handlungsbedarf der inklusiven Pädagogik mit Fokus auf den Förderschwerpunkten Lernen sowie soziale und emotionale Entwicklung. Dabei wird analysiert, inwieweit die universitäre Lehrerausbildung auf die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention und die Notwendigkeiten einer inklusiven Didaktik und Diagnostik vorbereitet ist.
Fokus auf das Erkennen subjektiver Realität
Viele Probleme entstehen dadurch, dass die subjektiven Sichtweisen von Menschen z u unterschiedlich sind. Subjektive Realität ist durch Selbsterfassung (Introspektion), Fremderfassung sowie eine Kombination dieser beiden Vorgehensweisen möglich. In der Inklusionsförderung ist es angezeigt, Selbst- und Fremderfassung zu kombinieren. Die beteiligten Personen müssen gemeinschaftlich vorgehen und sich die Ergebnisse ihrer Erforschungen ergänzend zur Verfügung stellen (vgl. ONDRACEK 2007, 55).
Einleitung und Überblick: Der Autor thematisiert den Einfluss der UN-Konvention auf den gemeinsamen Unterricht und hinterfragt die Qualität der universitären Vorbereitung auf inklusive Settings.
Der Stellenwert von Integration und Inklusion im Studium: Es wird dargelegt, dass an vielen Hochschulen verbindliche Angebote für den Gemeinsamen Unterricht fehlen und erste Ansätze wie in Bremen oder Wuppertal beispielhaft sein können.
Grundstruktur einer inklusiven Didaktik und deren potentieller Anregungscharakter für die zukünftige Schule: Dieses Kapitel kritisiert das Fehlen einer fundierten inklusiven Didaktik in der Forschung und fordert die aktive Einbeziehung der Schüler als Mit-Konstrukteure des Unterrichtsgegenstandes.
Perspektiven der Weiterentwicklung: Der Capability-Ansatz nach Sen und Nussbaum wird als wichtige theoretische Ergänzung für eine zukunftsfähige inklusive Didaktik vorgeschlagen.
Veränderte Sichtweisen und eine veränderte Diagnostik: Der Begriff der sonderpädagogischen Förderung wird im Kontext sich wandelnder Menschenbilder und gesellschaftlicher Anforderungen an die Diagnosepraxis neu bewertet.
Anforderungen an eine integrative Diagnostik: Der Autor plädiert für eine inklusive Diagnostik, die ressourcenorientiert arbeitet, das soziale Umfeld einbezieht und den Lernprozess ganzheitlich betrachtet.
Inklusive Pädagogik, Gemeinsamer Unterricht, UN-Konvention, Inklusive Didaktik, Sonderpädagogik, Lehrerbildung, Integrative Diagnostik, Capability-Ansatz, Ressourcenorientierung, Förderplanung, Schulisches Lernen, Soziale Entwicklung, Emotionale Entwicklung, Inklusionsforschung, Kompetenzentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der notwendigen Neuausrichtung von Studienangeboten, didaktischen Konzepten und diagnostischen Verfahren in einer zunehmend inklusiven Schullandschaft.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen der UN-Behindertenrechtskonvention, die Defizite in der universitären Ausbildung, die Entwicklung einer inklusiven Didaktik und die Anforderungen an eine moderne Förderdiagnostik.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer Bestandsaufnahme an Hochschulen die Notwendigkeit von Mindeststandards für die Lehrerbildung aufzuzeigen und theoretische Fundamente für eine inklusive Didaktik und Diagnostik zu legen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Reflexion bildungspolitischer Rahmenbedingungen sowie der Darstellung und Begründung theoretischer Konzepte wie des Capability-Ansatzes.
Im Hauptteil werden neben der Kritik an der aktuellen Lehrerausbildung die Anforderungen an eine inklusive Didaktik, die den Schüler als Subjekt begreift, sowie Merkmale einer ressourcenorientierten Diagnostik detailliert ausgeführt.
Wichtige Begriffe sind Inklusive Pädagogik, Gemeinsamer Unterricht, Integrative Diagnostik, Förderplanung und der Capability-Ansatz.
Der Ansatz hilft dabei, den Fokus von reinen Leistungsvorgaben auf die tatsächlichen Befähigungen und die Lebensqualität der Schüler zu lenken, was für eine zukunftsfähige Schule zentral ist.
Sie zeichnet sich durch Ressourcenorientierung, den Fokus auf das Subjekt, die Einbeziehung von Dialog und Kooperation sowie das Erkennen subjektiver Realitäten aus.
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