Wissenschaftliche Studie, 2008
294 Seiten
Vorwort
Vorwort des Autors
Danksagung
Einleitung
Kapitel I: Historischer Abriß über die Staaten am Horn
1. Der Aufbau des äthiopischen Staates
1.2 Die Anfänge von Axum
1.3 Die Inschriften von Adulis und Axum
1.4 Die Entstehung des Islams und der Untergang von Axum
1.5 Der Krieg von 1527 - 1559
1.6 Die Außen- und Innenpolitik Tewodros II.
1.7 Kaiser Yohannes IV. 1872 - 1889
1.8 Kaiser Menelik II. 1889 - 1913
1.9 Die Regierungsperiode Kaiser Lij Iyassu V. 1909 - 1916
1.10 Äthiopien bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges
1.11 Britische Besatzung
2. Geschichte Somalias
3. Der äthiopisch-somalische Konflikt
Kapitel II: U.S.-Außenpolitik am Horn von Afrika
1. Die Ursprünge der US-Intervention am Horn von Afrika
2. Aufbau der Sicherheitsbeziehung zwischen den USA und Äthiopien
3. Amerikanisch-äthiopische Beziehungen und Pan-Somalialismus
4. Prüfung der amerikanisch-äthiopischen Sicherheitsbeziehungen
5. US-Bemühungen, den Einzug der UdSSR am Horn zu verhindern
6. Zunahme der US-Missionen in Äthiopien
7. Neubewertung der Beziehung in einer veränderten Umgebung
8. Die USA und die Revolution in Äthiopien
9. Krisen innerhalb der amerikanisch-somalischen Beziehung
10. Das Scheitern der amerikanischen-äthiopischen Beziehung
11. Krisen der amerikanisch-somalischen Beziehung
12. Die Sorge der USA um ihre Position am Roten Meer und am Persischen Golf
13. Die Suche der USA nach einem militärischen Zugang
14. Festlegung der amerikanischen-somalischen Beziehung
15. Schlußbetrachtung
16. Vertiefung der Beziehung, Krisen und zunehmende Zwänge
17. Bürgerkrieg in Somalia und die Haltung Washingtons
18. Zusammenfassung
Kapitel III: Sowjetische Außenpolitik am Horn von Afrika
1. Erste Kontakte der Sowjets zu den Staaten am Horn
2. Geopolitische Interessen der UdSSR
2.1 Moskaus strategische Interessen im Indischen Ozean
2.2 Sowjetische Interessen am Horn von Afrika
3. Strategien zur Penetration Afrikas
3.1 Gorshkovs Seemacht-Strategie
3.2 Sowjetische Handelsoffensive als Strategie
3.3 Moskaus militärische Dimension als strategisches Instrument
3.4 Waffenexport als strategische Devisenbeschaffung
3.5 Der Aufbau von Sicherheitsapparaten
3.6 „Marxist-Leninist Vanguard Parties“ als Strategie Moskaus
4. Konflikte der Supermächte nach dem Zweiten Weltkrieg
4.1 Sowjetische Ansichten über die US-Politik in der Dritten Welt
4.2 Der Ost-West-Konflikt nach 1945
4.3 Afrika als Austragungsort des Ost-West Konfliktes
5. Einzug der UdSSR am Horn von Afrika
5.1 Die Revolution in Somalia
5.2 Revolution von oben?
5.3 Sowjetische Penetration am Horn von Afrika
5.4 Somalia als Zentrum des KGB in Afrika
5.5 Moskaus Wirtschaftshilfe für Somalia
5.6 Somalia, die Arabische Liga und die Reaktion Moskaus
5.7 Die pan-arabische Haltung gegenüber dem Kommunismus
5.8 Sowjetische Waffen und der Krieg im Ogaden
5.9 Krisen der sowjetisch-somalischen Beziehung
5.10 Barres fehlgeschlagene Verteidigungspolitik
6. Einzug der UdSSR in Äthiopien
6.1 Die Ursachen der schleichenden Revolution in Äthiopien
6.2 Die Rolle der Studenten zur Zeit Haile Selassies
6.3 Der Anfang der Revolution
6.4 Die Rolle der Zivilisten und die Haltung des Militärs
6.5 Die UdSSR und die Revolution in Äthiopien
6.6 Sowjetische Intervention in Äthiopien
6.7 Äthiopiens Aufrüstung durch Moskau: Bruch mit Somalia
6.8 Äthiopien: Kampf ums Überleben - Der Ogadenkrieg
6.9 Der Ogaden-Krieg im Spannungsfeld und panarabischer Bestrebungen
6.10 Die Rolle Italiens als westlicher Bündnispartner am Horn
6.11 Stalin am Horn: Mengistus „Partei der Werktätigen“
6.12 Die Hochzeit von KPSU und COPWE: Rege Diplomatie
7. Regionalkonflikte: Beginn der amerikanisch-sowjetischen Beziehungen
7.1 Ende des Stalinismus und des Kalten Krieges
7.2 Internationale Auswirkungen des Reformprozesses
7.3 Sowjetische ‘De-Ideologisierung’ in Afrika
7.4 Beispiel: Der Friedensprozeß in Äthiopien
7.5 Abbau der sowjetisch-afrikanischen Wirtschaftsbeziehungen
7.6 Wechsel der Verteidigungsdoktrin und sinkendes Interesse
7.7 Sowjetische Politik südlich der Sahara: Die Endphase
7.8 Der Augustputsch 1991 und das Ende sowjetischer Afrikapolitik
Kapitel IV
1. Republik Djibuti
1.1 Djibutis Weg zur Unabhängigkeit
1.2 Die Entscheidung
2. Krisen nach der Unabhängigkeit
3. Djibuti und die Supermächte
4. Die Bedeutung Djibutis am Horn von Afrika
5. Ethnische Konflikte in Djibuti und die US-Politik
Kapitel V
1. Das Horn von Afrika nach dem Ende des Kalten Krieges
1.1 Amerikanisch-äthiopische Beziehungen nach dem Zerfall der UdSSR
1.2 US -Israelische Zusammenarbeit bezüglich der äthiopischen Juden
1.3 Die Zukunft Äthiopiens
1.4 Der Zerfall Somalias: Rückkehr zum Urzustand
2. Humanitäre und militärische Intervention der USA in Somalia
Nachwort
A) Der Zerfall Somalias und die Haltung Washingtons
B) Hungersnot und die Haltung des Weißen Hauses
Empfehlung
1. Die ökonomisch-politische Dimension des Föderalismus am Horn
1.1 Eritrea und Äthiopien
1.2. Somalia und Djibuti
2. Die Bedeutung des ökonomisch-politischen Föderalismus am Horn
Die vorliegende Arbeit untersucht die geostrategisch motivierten Interventionen der beiden Supermächte, USA und Sowjetunion, am Horn von Afrika zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Zerfall der Sowjetunion, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Äthiopien- und Somaliapolitik.
Die Ursprünge der US-Intervention am Horn von Afrika
Die US-Intervention am Horn von Afrika entsprang strategischen Notwendigkeiten im Zweiten Weltkrieg: Im Versuch, die bedrängten militärischen Kräfte Großbritanniens zu unterstützen, initiierten die USA im März 1941 das „lend-lease“-Programm, das Präsident Roosevelt ermöglichte, den Ländern Militärhilfe zu gewähren, die gegen die Expansion Nazi-Deutschlands und des faschistischen Italiens kämpften. In Nordafrika sollte die US-Hilfe Großbritanniens Verteidigung in Libyen und Ägypten gegen Deutschlands berühmtes Afrikakorps stärken. Ostafrika erkor das US-Kriegsministerium zum Sammelpunkt und Verteilungszentrum für die „lend-lease“-Hilfe. Sie konzentrierte sich vor allem auf Eritrea - eine ehemals italienische Kolonie (1889-1941), von 1954 bis 1993 Provinz Äthiopiens, die über eine strategische Lage am Roten Meer verfügt und durch britische Streitkräfte schon 1941 befreit worden war.
Nach einer Geheimsitzung am 19. November 1941 in Washington errichtete die Royal Air Force (RAF) einen Luftstützpunkt bei Gura in Eritrea. Da die USA noch Neutralität im wachsenden Zweiten Weltkrieg wahrten, wurde der Stützpunkt mit Zivilisten besetzt und von der Douglas Aircraft Corporation geleitet. Unter dem Codenamen „Project 19“ war es Aufgabe des Stützpunktes, beschädigte Flugzeuge der RAF zu reparieren und schnellstmöglich in das nordafrikanische Kriegsgebiet zurückzubringen. Außerdem gründete das US-Kriegsministerium einen Schiffsbergungsbetrieb am eriträischen Hafen Massawa, um mehr als 40 Schiffe, die von der italienischen Marine versenkt worden waren, für den künftigen Gebrauch der Alliierten zu heben. Die Modernisierung des Hafens hatte das Ziel, der britischen Mittelmeerflotte direkte amerikanische Unterstützung zukommen zu lassen. Im August 1942, also weniger als ein Jahr nach der Entscheidung des Kriegsministeriums zur Gründung der US-Präsenz in dieser Region, leiteten 336 Personen des US-Militärs in Gura und Massawa sowie auch an anderen Orten in Eritrea Projekte, die fast 16000 Arbeiter (darunter 2819 amerikanische Zivilisten, 5611 Italiener und 7384 Eriträer) beschäftigten.
Kapitel I: Historischer Abriß über die Staaten am Horn: Dieses Kapitel liefert den historischen Kontext des äthiopischen Staates, Somalias und des daraus resultierenden Konfliktes, um die Grundlage für die spätere politische Analyse zu legen.
Kapitel II: U.S.-Außenpolitik am Horn von Afrika: Hier wird detailliert die amerikanische Intervention und der Aufbau strategischer Beziehungen zu Äthiopien und später Somalia während des Kalten Krieges untersucht.
Kapitel III: Sowjetische Außenpolitik am Horn von Afrika: Dieses Kapitel beleuchtet die geopolitischen Interessen, Strategien und den Einzug der Sowjetunion in die Region Äthiopien und Somalia sowie deren Auswirkungen.
Kapitel IV: Republik Djibuti: Der Fokus liegt auf der Entwicklung Djibutis, seiner Rolle als strategischer Stützpunkt Frankreichs und der Position der Supermächte dazu.
Kapitel V: Das Horn von Afrika nach dem Ende des Kalten Krieges: Das abschließende Kapitel analysiert die Neuausrichtung der US-Politik nach dem Zerfall der Sowjetunion und die Herausforderungen einer humanitären Intervention.
Horn von Afrika, Äthiopien, Somalia, USA, UdSSR, Kalter Krieg, Außenpolitik, Geopolitik, Militärhilfe, Intervention, Ogaden, Föderalismus, Eritrea, Djibuti, Machtpolitik.
Die Arbeit analysiert die geostrategischen Interessen und die außenpolitische Rolle der USA und der Sowjetunion am Horn von Afrika von 1945 bis 1991.
Die zentralen Themen sind der Ost-West-Konflikt, die Sicherheitsbeziehungen der Supermächte zu Äthiopien und Somalia sowie deren Auswirkungen auf die regionalen Konflikte.
Das Ziel ist es, die komplexen, zielgerichteten Einflüsse der Supermächte auf die Konflikte in der Region aufzudecken und zu zeigen, wie lokale Akteure diese Interventionen instrumentalisierten.
Es handelt sich um eine interdisziplinäre Untersuchung zwischen Zeitgeschichte und Politikwissenschaft (insbesondere Regierungslehre), basierend auf Archivbeständen, Literatur und mündlichen Aussagen.
Der Hauptteil behandelt chronologisch die Außenpolitik der USA und der UdSSR, die Entwicklung regionaler Konflikte wie den Ogadenkrieg und die politischen Veränderungen in Äthiopien, Somalia und Djibuti.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geopolitik, militärische Intervention, Bündniswechsel, regionale Stabilität und Sicherheitspolitik charakterisiert.
Sie wird als Kernpunkt des langjährigen Konfliktes zwischen Äthiopien und Somalia dargestellt, der aufgrund der strategischen Lage der Region beide Supermächte zur Einmischung veranlaßte.
Die Untersuchung zeigt, wie bürokratische Rivalitäten (etwa zwischen Globalisten und Regionalisten) innerhalb der US-Ministerien die Außenpolitik maßgeblich mitprägten und widersprüchlich erscheinen ließen.
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