Masterarbeit, 2009
91 Seiten, Note: A -Sehr Gut
1 EINFÜHRUNG
1.1 RELEVANZ DES THEMAS
1.2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.3 AUFBAU DER ARBEIT UND WISSENSCHAFTLICHE VORGEHENSWEISE
2 GRUNDLEGENDE BEGRIFFE
2.1 ARTEN VON UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSEN
2.1.1 Begriffsbestimmung
2.1.1.1 Merger & Acquisition
2.1.1.2 Share Deal
2.1.1.3 Asset Deal
2.2 STRATEGISCHE KLASSIFIZIERUNG VON ZUSAMMENSCHLÜSSEN
3 INTENTIONEN FÜR UNTERNEHMENS-AKQUISITIONEN
3.1 MARKTWERTSTEIGERNDE MOTIVE
3.1.1 Synergieerzielung
3.1.2 Portfoliomanagement
3.1.3 Restrukturierung
3.1.4 Spekulative Motive
3.2 NICHT MARKTWERTSTEIGERNDE MOTIVE
3.3 SCHLÜSSELRISIKEN
4 BETEILIGTE EINES AKQUISITIONPROZESSES
4.1 INTERNE GRUPPEN
4.1.1 Akquirierendes Unternehmen
4.1.2 Zielunternehmen
4.1.3 Transition Team
4.2 EXTERNE GRUPPEN
4.2.1 Wirtschafts- und Sozialpartner
4.2.2 M&A Experten
5 DER AKQUISITIONSPROZESS
5.1 PLANUNGSPHASE
5.1.1 Strategische Analyse- und Konzeptionsphase
5.1.2 Analyse der Ausgangssituation
5.1.3 Zieldefinition und Strategie
5.1.4 Screening - Suche und Kandidatenauswahl
5.2 DURCHFÜHRUNGSPHASE (TRANSAKTIONSPHASE)
5.2.1 Kontaktaufnahme
5.2.2 Letter of Intent
5.2.3 Due Diligence
5.2.3.1 Financial Due Diligence
5.2.3.2 Tax Due Diligence
5.2.3.3 IT Due Diligence
5.2.3.4 Commercial-technological Due Diligence
5.2.3.5 Market Due Diligence
5.2.3.6 Legal Due Diligence
5.2.3.7 Intellectual Property Due Diligence
5.2.3.8 Environmental Due Diligence
5.2.3.9 Human Resources Due Diligence
5.2.3.10 Cultural Due Diligence
5.3 INTEGRATIONS- & VERNETZUNGSPHASE
5.3.1 Das 7 K-Modell
5.3.2 Der Integrationsgrad
5.3.3 Post-Merger Audit
6 AUSWAHL STRATEGISCHER ERFOLGSKRITERIEN UND ENTWICKLUNG EINES BEWERTUNGSMODELLS
6.1 GRUNDLEGENDE VORGEHENSWEISE
6.2 STRUKTURELLE KRITERIEN
6.2.1 Eingrenzung Unternehmensgröße
6.2.2 Branche
6.2.3 Geografische Abgrenzung der Geschäftstätigkeit
6.2.4 Unternehmenscharakter
6.2.5 Standort der Zentrale
6.3 STRATEGISCHE KRITERIEN
6.4 FINANZKRITERIEN
6.4.1 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
6.4.1.1 Investitionsanalyse
6.4.1.2 Kapitalstrukturanalyse
6.4.1.3 Liquiditätsanalyse
6.4.2 Erfolgswirtschaftliche Kennzahlen
6.4.2.1 Ergebnisanalyse
6.4.2.2 Rentabilitätsanalyse
6.4.2.3 Wertschaffungsanalyse
6.5 ENTWICKLUNG EINES BEWERTUNGSSCHEMAS
6.5.1 Nutzwertanalyse
6.5.2 Kriterienbewertung
6.5.3 Kriteriengewichtung
6.5.4 Praxisbeispiel
7 RESUMEE
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Konzeption eines strategieorientierten Bewertungsschemas, das Unternehmen in der Screening-Phase dabei unterstützt, potenzielle Übernahmekandidaten strukturiert zu bewerten und eine fundierte Rangfolge für nachfolgende Due Diligence Prüfungen zu definieren.
5.1.4 Screening - Suche und Kandidatenauswahl
Laut Kerler sollte die Suche nach Übernahmekandidaten möglichst weitläufig durchgeführt werden, um möglichst viele dem Anforderungsprofil entsprechende Objekte zu finden (Kerler 2000, S.236).
Nach DePamphilis erfolgt die Suche nach Kandidaten meist über Datenbanken und Firmenverzeichnisse wie die von Dun & Bradstreet, Standard & Poors u. ä., über Anwälte, Banken oder Berater oder aber in Eigenrecherche (Kunden- bzw. Mitbewerber und andere Marktteilnehmer). Aus diesen potenziellen Übernahmekandidaten wird eine „Long List“ erstellt, welche dann auf Grund des definierten Anforderungsprofils auf eine „Short List“ gekürzt wird (2001, S.181-183).
IP 2 bestätigt diese Vorgehensweise, wenngleich meist die Zeit fehlt, um in dieser frühen Phase bereits detaillierte Untersuchungen vorzunehmen.
Im Unternehmen von IP 6 wird ein laufendes Screening des Marktes durch jede einzelne Business Unit durchgeführt, welches von der jeweiligen Strategie der Business Unit abhängt.
Lucks und Meckel unterteilen die Screeningkriterien laut nachfolgender Abbildung: IP 5 hat mit seinem Unternehmen in der Beratungsbranche ein strukturiertes Werkzeug entwickelt, mit welchem Datenbanken des Kreditschutzverbandes, Dun & Bradstreet und ähnlichen aufgrund definierter Parameter gescannt werden können.
Dabei werden folgende Screening-Kriterien in die Auswahl einbezogen:
- Umsatz & Ertrag (sofern verfügbar)
- Mitarbeiteranzahl
- Gründungsjahr
1 EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des M&A Marktes, definiert das Ziel der Arbeit zur Entwicklung eines Bewertungsschemas und beschreibt die gewählte qualitative Forschungsmethodik.
2 GRUNDLEGENDE BEGRIFFE: Hier werden Definitionen für Unternehmenszusammenschlüsse wie Merger & Acquisition, Share Deal und Asset Deal erarbeitet sowie eine strategische Klassifizierung vorgenommen.
3 INTENTIONEN FÜR UNTERNEHMENS-AKQUISITIONEN: Das Kapitel analysiert verschiedene Motive für Akquisitionen, insbesondere marktwertsteigernde Faktoren wie Synergien, Portfoliomanagement und Restrukturierung sowie die damit verbundenen Risiken.
4 BETEILIGTE EINES AKQUISITIONPROZESSES: Es wird die Unterscheidung zwischen internen (Käufer, Zielunternehmen, Transition Team) und externen (Berater, Partner) Akteuren im Transaktionsprozess erläutert.
5 DER AKQUISITIONSPROZESS: Dieses Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über die drei Phasen des M&A Prozesses: Planung, Durchführung (inkl. detaillierter Due Diligence) und Integration.
6 AUSWAHL STRATEGISCHER ERFOLGSKRITERIEN UND ENTWICKLUNG EINES BEWERTUNGSMODELLS: Das Kernkapitel definiert Muss- und Kann-Kriterien für die Bewertung, stellt finanzwirtschaftliche und erfolgswirtschaftliche Kennzahlen vor und erläutert die Anwendung des Bewertungsschemas mittels Nutzwertanalyse.
7 RESUMEE: Eine abschließende Zusammenfassung betont die Notwendigkeit, Akquisitionsprozesse an die individuelle Strategie des Käufers anzupassen, um die Erfolgswahrscheinlichkeit zu maximieren.
Unternehmensakquisition, Screening-Phase, Due Diligence, Bewertungsschema, Nutzwertanalyse, Unternehmenskauf, Strategische Kriterien, Finanzkennzahlen, Synergieerzielung, Post-Merger Integration, Humankapital, Marktwert, Erfolgsfaktoren, M&A Prozess, Unternehmensbewertung.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption eines strategieorientierten Bewertungsschemas, das Unternehmen dabei unterstützt, potenzielle Übernahmekandidaten bereits in der frühen Screening-Phase objektiv zu bewerten.
Die zentralen Themen sind der M&A-Prozess, die Analyse von Akquisitionsmotiven, die Identifikation von Bewertungskriterien und die systematische Einstufung von Zielunternehmen durch Kennzahlen und eine Nutzwertanalyse.
Das Ziel ist die Erstellung einer strukturierten Methode (Potenzialanalyse), die es Käufern ermöglicht, eine fundierte Rangfolge von Akquisitionskandidaten zu erstellen, bevor eine aufwändige Due Diligence Prüfung beginnt.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse (sekundäre Forschung), die durch qualitative Experteninterviews mit sechs M&A-Fachleuten ergänzt wird, um praxisnahe Erkenntnisse einzubinden.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen des Akquisitionsprozesses als auch ein praktischer Leitfaden zur Auswahl und Gewichtung von Kriterien (finanzwirtschaftlich, strukturell, strategisch) für die Unternehmensbewertung vermittelt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Unternehmensakquisition, Screening-Phase, Due Diligence, Nutzwertanalyse und Bewertungsschema charakterisieren.
Die Einteilung ermöglicht eine effiziente Vorauswahl: „Muss-Kriterien“ (Deal Breaker) filtern ungeeignete Kandidaten sofort aus, während „Kann-Kriterien“ die differenzierte Detailbewertung der verbleibenden Kandidaten mittels Gewichtung ermöglichen.
Der Autor schlägt vor, auf öffentlich zugängliche Quellen (Jahresabschlüsse, Internet, Registergerichte) zurückzugreifen und KPIs zu nutzen, die auch bei eingeschränkter Informationslage eine indikative Bewertung ermöglichen.
Der Autor erkennt die Relevanz der Kultur an, stellt aber fest, dass sie im frühen Screening oft weniger gewichtet wird als ein „Structural Fit“. Sie rückt erst im Rahmen der detaillierten Due Diligence und insbesondere in der Integrationsphase stärker in den Fokus.
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