Bachelorarbeit, 2021
70 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 DaZ und Mehrsprachigkeit
2.2 Autorenrunden nach Beate Leßmann
2.2.1 Struktur und grundlegende Gesichtspunkte der Methode
2.2.2 Artefakte als unterstützende Mittel
2.3 Schreib- und Textkompetenz
2.4 Schreibmotivation
3. Empirie
3.1 Vorstellung der DaZ-SuS
3.2 Auswertung der Gespräche
3.2.1 Die erste Durchführung von „Autorenrunden“
3.2.2 Die zweite Durchführung von „Autorenrunden“
3.2.3 Zwischenfazit
3.3 Auswertung der Textergebnisse
3.3.1 Texte der SuS
3.3.2 Feedbackbögen
4. Diskussion: Mehrwert für DaZ?
5. Fazit
6. Literatur
7. Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht das schreibdidaktische Prinzip der „Autorenrunden“ nach Beate Leßmann mit dem Ziel zu erforschen, ob diese Methode die Schreibmotivation und die Textkompetenz bei mehrsprachigen Schüler:innen im Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht (DaZ) der Sekundarstufe I steigern kann.
3.2.1 Die erste Durchführung von „Autorenrunden"
Bereits in der ersten Feedbackrunde zeigen die zuhörenden SuS großen Einsatz, der sich im folgenden Transkriptausschnitt zeigt:
[…]
Sophia Junker: So, wir haben ja jetzt den Text von Adelina gehört und zuerst seht ihr die Karte mit dem Smiley. Was gefällt dir an dem Text? Wer möchte gerne anfangen?
Dawud: Ich mag die Struktur, das ist alles sehr logisch.
Sophia Junker: Okay. Ja, Amara?
Amara: Äh, ich finde es ganz toll, dass sie alle ihre Gefühle geschrieben ha äh hat hatte hatte. Und ich finde es, also, es ist spannend, dass ähm Adelina die gleichen Gefühle wie ich hätte hättest.
Sophia Junker: Hm-hm [zustimmend].
Amara: Ja.
Sophia Junker: Vor allem was?
Amara: Ähm.
Sophia Junker: Was für Gefühle? Was ist dir da aufgefallen?
Amara: Dass die deutsche Sprache ist bisschen schwer für sie und auch dass sie viele Kinder kennengelernt von andere Länder, von verschiedene Länder und andere Sprachen.
[…]
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Textkompetenz für die gesellschaftliche Teilhabe und führt in die Methode der „Autorenrunden“ sowie die Forschungsfrage zur Schreibmotivation bei DaZ-Schüler:innen ein.
2. Theorie: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen zu DaZ, Mehrsprachigkeit, dem Autorenrunden-Konzept von Beate Leßmann sowie den Komponenten Schreib- und Textkompetenz einschließlich Schreibmotivation.
3. Empirie: Hier werden die teilnehmenden Schüler:innen vorgestellt und eine detaillierte Analyse der Gesprächsaufzeichnungen sowie der verfassten Texte und Feedbackbögen im Rahmen der Autorenrunden durchgeführt.
4. Diskussion: Mehrwert für DaZ?: Das Kapitel diskutiert, inwieweit die Struktur des Modells und der Einsatz visueller Hilfsmittel wie der „Texthand“ im DaZ-Kontext zur Entlastung und Motivation beitragen können.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Wirksamkeit der Methode für die untersuchte Lerngruppe und gibt Ausblicke für zukünftige Entwicklungen im Förderunterricht.
Autorenrunden, Schreibmotivation, Textkompetenz, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Mehrsprachigkeit, Schreibdidaktik, Förderunterricht, Sekundarstufe I, Feedback, Schreibkonferenz, Identitätsbildung, kognitive Last, Schüler:innen, Sprachförderung.
Die Bachelorarbeit untersucht die Anwendung des schreibdidaktischen Prinzips „Autorenrunden“ zur Förderung von Schreibmotivation und Textqualität in einer mehrsprachigen DaZ-Fördergruppe.
Zentrale Themen sind Mehrsprachigkeit im schulischen Kontext, der Bereich der Schreibdidaktik, die Bedeutung von Textkompetenz für den Bildungserfolg und die Identitätsbildung durch das Schreiben.
Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob die Methode „Autorenrunden“ die Schreibmotivation und Textkompetenz von mehrsprachigen SuS in der Sekundarstufe I effektiv steigern kann.
Die Arbeit basiert auf einem empirischen Forschungsansatz, der Feldbeobachtungen, die Transkription von Gruppengesprächen sowie die Analyse von Textprodukten und Feedbackbögen nutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Vorstellung der Lerngruppe sowie die detaillierte empirische Analyse der Autorenlesungen und Schreibkonferenzen.
Zentrale Begriffe sind Autorenrunden, Schreibmotivation, Textkompetenz, DaZ (Deutsch als Zweitsprache) und sprachsensibler Unterricht.
Die Texthand dient als visuelle Hilfestellung, um komplexe Schreibkriterien wie roten Faden, Adressat und Textwirkung für DaZ-Lernende greifbar und diskutierbar zu machen.
Die Heterogenität erwies sich als Vorteil, da kompetentere oder sicherere Schüler:innen andere Lernende integrieren, unterstützen und somit gemeinsam die kognitive Last des Schreibens bewältigen konnten.
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