Bachelorarbeit, 2021
49 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit untersucht das Werk Rom, Blicke von Rolf Dieter Brinkmann im Lichte der Mythenkritik von Roland Barthes. Sie analysiert die Kritik und Utopie, die Brinkmann in seinem Text an Sprache und Gesellschaft formuliert, und stellt sie in Beziehung zu Barthes' Konzeption des Mythologen. Dabei stehen die sprachkritischen und -utopischen Elemente in Brinkmanns Werk im Vordergrund, insbesondere seine kritische Auseinandersetzung mit der konsumgeprägten Kultur und den Mythen der modernen Gesellschaft.
Die Einleitung stellt Rolf Dieter Brinkmann als ambivalenten Autor vor, der durch seinen Gedichtband Westwärts 1&2 Bekanntheit erlangte. Der Fokus liegt auf Brinkmanns Werk Rom, Blicke, einer experimentellen Collage aus Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Fotos, die Brinkmanns kritischen Blick auf Sprache und Gesellschaft zeigt. Die Arbeit stellt die Frage, ob Brinkmann als (Anti-)Mythologe im Sinne von Roland Barthes betrachtet werden kann.
Kapitel 2 widmet sich Barthes' Konzept des Mythologen und seiner Analyse der Mythen der modernen Gesellschaft. Es werden die Kritik und Utopie in Barthes' Werk herausgearbeitet, sowie die Rolle des Außenseiters als Mythologe. Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen für den Vergleich mit Brinkmanns Werk.
Kapitel 3 untersucht Brinkmanns Werk Rom, Blicke im Lichte von Barthes' Mythenkritik. Es werden die sprachkritischen und -utopischen Elemente in Brinkmanns Werk beleuchtet, die er durch die Verwendung der Collage-Technik zum Ausdruck bringt. Die Arbeit zeigt, wie Brinkmann die Mythen der modernen Gesellschaft entlarvt und gleichzeitig eine alternative Sichtweise auf die Welt präsentiert.
Kapitel 4 fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und diskutiert die Frage, ob Brinkmann als Mythologe oder (Anti-)Mythologe bezeichnet werden kann. Es wird argumentiert, dass Brinkmanns Werk Elemente beider Kategorien aufweist und eine komplexe Verbindung zwischen Kritik und Utopie darstellt.
Diese Arbeit befasst sich mit den folgenden Schlüsselbegriffen: Rolf Dieter Brinkmann, Rom, Blicke, Mythenkritik, Roland Barthes, (Anti-)Mythologe, Sprachkritik, Sprachutopie, Collage, Moderne Gesellschaft, Kulturkritik, Konsumgesellschaft, Kunst, Literatur, Kritik, Utopie.
Es handelt sich um eine experimentelle Collage aus Briefen, Fotos und Tagebuchaufzeichnungen, die Brinkmanns kritischen und oft demontierenden Blick auf die moderne Gesellschaft und Kultur in Rom zeigt.
Die Arbeit untersucht, ob Brinkmann als „(Anti-)Mythologe“ im Sinne von Barthes agiert, indem er die Mythen des Alltags und der Konsumgesellschaft entlarvt und sprachkritisch hinterfragt.
Ein Mythologe ist ein kritischer Beobachter, der die „natürlich“ erscheinenden Zeichen der Kultur als ideologische Konstrukte entlarvt und die dahinterliegenden Machtstrukturen aufdeckt.
Die Collage dient Brinkmann als künstlerisches Mittel, um die Reizüberflutung der Moderne darzustellen und durch die Fragmentierung herkömmliche Sehgewohnheiten und kulturelle Sinnproduktionen zu stören.
Beide suchen nach einer Form von Sprache oder Literatur, die sich der ideologischen Vereinnahmung entzieht – Barthes durch eine „lustvolle Semiologie“ und Brinkmann durch eine radikale, subjektive Unmittelbarkeit.
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