Bachelorarbeit, 2021
75 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Lärm
2.1 Begriffsdefinition Schall und Lärm
2.2 Gesetzliche Richtlinien für Lärm am Arbeitsplatz
2.3 Die Raumakustik in Kitas
2.4 Lärmwirkungen
2.4.1 Aurale und extra-aurale Lärmwirkungen
2.5 Untersuchungen des Lärms in Kitas
3 Stress
3.1 Begriffsdefinition Gesundheit und Stress
3.2 Das allgemeine Adaptions Syndrom
3.3 Die drei Ebenen des Stressgeschehens
3.3.1 Stressoren
3.3.2 Persönliche Stressverstärker
3.3.3 Stressreaktion
3.4 Wie Stress die Gesundheit gefährdet
3.5 Stressfaktor Lärm
4 Methodik
4.1 Ziel der Untersuchung
4.2 Methodenwahl
4.3 Konzipierung des Fragebogens
4.4 Aktive und passive Auswahl der Probanden
4.5 Stichprobenbeschreibung und Rekrutierung der Probanden
5 Darstellung der Ergebnisse
5.1 Auswertung
5.2 Ergebnisse der Fragebogenuntersuchung
5.2.1 Stichprobenbeschreibung
6 Diskussion der Ergebnisse
6.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
6.2 Limitation der Untersuchung
7 Fazit
7.1 Handlungsempfehlungen
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist es, das Gesundheitsrisiko von pädagogischen Fachkräften in Kindertagesstätten durch Lärmbelastung zu untersuchen und Maßnahmen zur Lärmreduzierung zu identifizieren, um die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.
2.4.1 Aurale und extra-aurale Lärmwirkungen
Die auralen Lärmwirkungen beziehen sich im Wesentlichen auf das Hörorgan. Die Sinnesorgane eines Menschen haben die Aufgabe, individuelle Reize in elektrische Impulse umzuwandeln. Diese werden über spezielle Nervenleitungen zum Großhirn weitergeleitet und lösen dort die beabsichtigte Wahrnehmung aus. In den Haarzellen des Innenohres findet die Umwandlung der auditiven Reize statt, die bei einer dauerhaften Schallbelastung irreversibel geschädigt werden und eine Lärmschwerhörigkeit zur Folge haben können. Die kritische Grenze für eine Lärmschwerhörigkeit liegt bei einem arbeitstäglichen 8 Stunden Schallpegel bei 85 dB(A) (vgl. Kloepfer et al. 2006, S. 129).
In Deutschland zählt die Lärmschwerhörigkeit zu den häufigsten Berufskrankheiten. Die Gehörschäden haben gravierende Folgen auf die Lebensqualität der Betroffenen. Im Jahr 2011 waren 6.107 Personen davon betroffen (vgl. DGUV 2013, S. 1).
Von entscheidender Wichtigkeit sind allerdings die extra-auralen Lärmwirkungen, die sich auf den gesamten Organismus beziehen. Dabei muss betont werden, dass schon ein geringer Lärmpegel extra-aurale Lärmwirkungen auslösen kann (vgl. Ising et al. 1996, S. 2–5). Der Lärm führt zu einer Erregung im vegetativen Nervensystem, die wiederum eine physiologische Reaktion im Körper auslöst (vgl. Kloepfer et al. 2006, S. 148). Die Geräusche werden in Nervenimpulse umgewandelt, an das Gehirn weitergeleitet und dort der richtigen Bedeutung zugeordnet (vgl. DGUV 2013, S. 2). Diese zunächst natürliche und lebensnotwendige Reaktion (Alarmreaktion), löst eine Steigerung der Herzfrequenz und des Blutdrucks aus sowie eine vermehrte Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol. Diese vermeintliche Stress-Reaktion ist üblicherweise nicht schädlich, da der Körper sich nach der Lärmbelastung wieder in den Normalzustand zurückentwickelt. Allerdings kann eine dauerhafte Lärmbelastung und eine damit verbundene Stressreaktion ein großes Gesundheitsrisiko darstellen (vgl. Kloepfer et al. 2006, S. 148).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die unterschätzte gesundheitliche Belastung von pädagogischen Fachkräften in Kitas durch Lärm ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen.
2 Lärm: Dieses Kapitel definiert und analysiert Schall und Lärm, die rechtlichen Grundlagen des Lärmschutzes am Arbeitsplatz sowie die Bedeutung der Raumakustik und wissenschaftliche Studien dazu.
3 Stress: Hier werden Definitionen von Stress, das allgemeine Adaptions-Syndrom nach Selye sowie die Ebenen des Stressgeschehens erläutert und der Lärm als spezifischer Stressfaktor beleuchtet.
4 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen bei der gewählten Online-Befragung, inklusive der Konstruktion des Fragebogens und der Auswahl der Probanden.
5 Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der quantitativen Fragebogenuntersuchung werden hier anschaulich, unter anderem durch Abbildungen zur Altersstruktur und Arbeitsbelastung, präsentiert.
6 Diskussion der Ergebnisse: Die empirischen Resultate werden interpretiert, kritisch gewürdigt und im Kontext der Forschungsfragen sowie der bestehenden Literatur diskutiert.
7 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Lärmbelastung zusammen und gibt konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Situation in Kitas.
Lärmbelastung, Kindertagesstätten, pädagogische Fachkräfte, Gesundheitsförderung, Lärmprävention, Stressfaktoren, Raumakustik, extra-aurale Lärmwirkungen, Onlinebefragung, Arbeitsbelastung, Stressmanagement, Nachhallzeit, aurale Lärmwirkungen, psychosomatische Beschwerden, Erzieher.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Lärmbelastung auf pädagogische Fachkräfte in Kindertagesstätten und untersucht, wie diese Belastung reduziert werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf Lärmwirkungen, physikalischem Schall, Raumakustik sowie der physiologischen und psychischen Stressentstehung im Kontext des Arbeitsalltags von Erziehern.
Ziel ist es, herauszufinden, welchen Gesundheitsrisiken pädagogische Fachkräfte durch Lärm ausgesetzt sind und welche Maßnahmen zur Lärmreduzierung in der Praxis wirksam sind.
Es wurde eine quantitative Erhebungsmethode in Form einer Online-Befragung bei Erziehern aus ganz Deutschland durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Lärm und Stress, die methodische Vorgehensweise der empirischen Studie sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der erzielten Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Lärmbelastung, Kindertagesstätten, Gesundheitsrisiken, Raumakustik, Stressprävention und Arbeitsbelastung für pädagogische Fachkräfte.
Der Fachkräftemangel führt laut Autorin zu höherer Arbeitslast, weniger Aufmerksamkeit für einzelne Kinder und erschwert die Umsetzung pädagogischer Konzepte zur Lärmreduzierung, was wiederum den Stressfaktor Lärm verstärkt.
Eine deutliche Mehrheit von 65 % der befragten Probanden gibt an, dass ihnen das Ertragen von Lärm heute schwerer fällt als zu Beginn ihrer Berufstätigkeit.
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