Magisterarbeit, 2007
123 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Organisation
2.2 Information
2.3 Interpersonelle Kommunikation
2.3.1 Sozialpsychologische Kommunikationsmodelle
2.3.2 Kommunikation als Selektionsprozess nach Luhmann
2.3.3 Sprache
2.3.4 Nonverbale Kommunikation
2.4 Abgrenzung der Textkommunikation zur Face-to-Face-Kommunikation
2.4.1 Schrift
2.4.2 Anforderungen der modernen Textkommunikation
2.5 Wahrnehmung und Beziehung
2.5.1 Interpersonelle Wahrnehmung
2.5.2 Prozess der Beziehungsentstehung
2.6 Vertrauen
2.6.1 Vertrauen: Relevante Forschungsansätze und Definitionen
2.6.2 Prozess der Vertrauensbildung und beteiligte Komponenten
2.6.3 Vertrauen in Organisationen
2.7 Relevante Medientheorien
2.7.1 Theorien zur Medienauswahl
2.7.2 Modelle zur Nutzungs- und Wirkungsweise von Medien
3. Interpersonelle Textkommunikation in Organisationen
3.1 Funktionen von interpersoneller Textkommunikation in Organisationen
3.1.1 Distanzüberbrückung durch Textkommunikation
3.1.2 Informationsvermittlung in der Textkommunikation
3.1.3 Beziehungsbotschaften in der Textkommunikation
3.2 Rahmenbedingungen von interpersoneller Textkommunikation in Organisationen
3.2.1 Organisationsabhängige Rahmenbedingungen
3.2.2 Externe Rahmenbedingungen
3.2.3 Textmedien und ihr kommunikatives Potenzial
3.3 Merkmale, Funktionen und Rahmenbedingungen der interpersonellen Textmedien in Organisationen
3.3.1 Brief: Merkmale, Übertragungsweg und Einsatzbereich
3.3.2 Fax: Merkmale, Übertragungsweg und Einsatzbereich
3.3.3 E-Mail: Merkmale, Bearbeitungsmöglichkeiten und Einsatzbereich
3.3.4 Empirische Untersuchung zur Verwendung von Emoticons, Sound- und Aktionswörtern
3.4 Verlagerung vertrauensrelevanter Wahrnehmung auf textspezifische Ausdrucksmittel
3.4.1 Auswirkungen der Medienauswahl auf Vertrauen
3.4.2 Kanalreduktion und ihre Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit
3.4.3 Datensicherheit in der Textkommunikation – Ein Unsicherheitsfaktor für Vertrauen
3.4.4 Asynchronität von Textmedien in Bezug auf die Vertrauensbildung
3.4.5 Beantwortungszeitrahmen in der Vertrauenswahrnehmung
3.4.6 Bedeutung von Schriftlichkeit für die Vertrauensbildung
3.4.7 Textformatierung bei Brief und Fax und die Auswirkung auf Vertrauen
3.4.8 Auswirkungen von Betreff und Carbon Copy in der E-Mail auf Vertrauen
3.4.9 Emoticons, Sound- und Aktionswörter und ihre Auswirkung auf Vertrauen
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der interpersonellen Textkommunikation – insbesondere der E-Mail-Kommunikation – auf Arbeitsprozesse und die Bildung von Vertrauen in Organisationen, wobei der Fokus auf den Funktionen, Rahmenbedingungen und der Wahrnehmung bei Wegfall nonverbaler Kommunikationskanäle liegt.
3.4.2 Kanalreduktion und ihre Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit
In der Textkommunikation entfallen die nonverbalen Kanäle, die u. a. für die Feststellung von Glaubwürdigkeit zuständig sind. Eine intuitive Vermittlung und Wahrnehmung von Glaubwürdigkeit nach der Diskrepanztheorie nach Ekman und Friesen (1969) (vgl. Kap. 2.6.2) ist in der Textkommunikation nicht möglich, da durch das Formulieren von Texten eine kognitive Reflexion der Information stattfindet, bevor diese gesendet wird. Der Sender kann somit in seiner Botschaft leichter unbewusste Diskrepanzen vermeiden, die auf Unwahrheiten hindeuten könnten (s. a. Kap. 2.7.2).
Um Glaubwürdigkeit in der Textkommunikation zu vermitteln und den Vertrauensaufbau dadurch zu unterstützen, muss stärker auf die Zuverlässigkeit und die wahrheitsgemäße Weitergabe von Informationen geachtet werden. Vertrauen kann sich in diesem Fall nicht auf intuitive Wahrnehmung stützen, sondern muss durch die Erfahrung gebildet werden, dass der Andere, die in ihn gesetzten Erwartungen (Zuverlässigkeit und Sorgfalt walten zu lassen) erfüllt. Vertrauensbildung durch Glaubwürdigkeit kann in der Textkommunikation nur im Laufe der Zeit durch positive Erfahrung unterstützt werden.
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die zunehmende Bedeutung der interpersonellen Textkommunikation und deren Einfluss auf die beziehungsrelevante Wahrnehmung und Vertrauensbildung in Organisationen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament zu Organisation, Kommunikation, Wahrnehmung und Vertrauen sowie relevante Medientheorien als Basis für die weitere Analyse.
3. Interpersonelle Textkommunikation in Organisationen: Hier werden die Funktionen, Rahmenbedingungen und spezifischen Merkmale von Textmedien wie Brief, Fax und E-Mail untersucht, ergänzt um eine empirische Studie zur Nutzung neuer Zeichensysteme.
4. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Textkommunikation zwar Arbeitsprozesse erleichtert, die Vertrauensbildung durch die Kanalreduktion jedoch erschwert wird und eine höhere Sorgfalt sowie Sensibilität der Kommunikationspartner erfordert.
Interpersonelle Kommunikation, Textkommunikation, Organisation, Vertrauen, Vertrauensbildung, E-Mail-Kommunikation, Medienauswahl, Nonverbale Kommunikation, Wahrnehmung, Glaubwürdigkeit, Kanalreduktion, Emoticons, Schriftlichkeit, Datensicherheit, Unternehmenskommunikation.
Die Arbeit analysiert die Funktionen und Rahmenbedingungen der interpersonellen Textkommunikation in Organisationen und wie diese die Bildung und den Erhalt von Vertrauen zwischen Organisationsmitgliedern beeinflusst.
Die Arbeit behandelt die Bereiche Kommunikationstheorie, Organisationstheorie, Vertrauensforschung sowie Medientheorie und verknüpft diese mit dem spezifischen Phänomen der computervermittelten Kommunikation.
Das Ziel ist es zu klären, wie interpersonelle Textkommunikation trotz des Fehlens nonverbaler Kanäle Einfluss auf Vertrauen nehmen kann und welches Verhalten in der Textkommunikation vertrauensbildend wirkt.
Neben einer tiefgehenden theoretischen Literaturanalyse führte die Autorin eine empirische Untersuchung durch, um die Verwendung von Emoticons, Sound- und Aktionswörtern in der beruflichen E-Mail-Kommunikation zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung (Kapitel 2) und eine darauf aufbauende Analyse der Praxis der Textkommunikation in Organisationen (Kapitel 3), inklusive der empirischen Befunde.
Wichtige Begriffe sind interpersonelle Kommunikation, Vertrauensbildung, Kanalreduktion, E-Mail-Kommunikation, Organisationskultur und Glaubwürdigkeitszuschreibung.
Durch die Kanalreduktion entfallen nonverbale Signale, die in der Face-to-Face-Kommunikation entscheidend für die intuitive Wahrnehmung von Glaubwürdigkeit und Emotionen sind, wodurch der Prozess der Vertrauensbildung komplexer und fehleranfälliger wird.
Die Autorin zeigt, dass Emoticons als graphostilistische Mittel helfen können, emotionale Expressivität und Mehrdeutigkeiten in schriftlichen Texten zu klären, sofern sie reflektiert und kontextabhängig eingesetzt werden.
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