Bachelorarbeit, 2022
52 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Diversität
2.1.1 Das Konzept der Diversität
2.1.2 Diversität im Bewegtbild
2.2. Sexualität
2.2.1 Sexualität, Wissen und Macht
2.2.2 Macht
2.2.3 Diskurs
2.2.4 Sexualitätsdispositiv
2.2.5 Geschlecht und Identität
2.3 Mediale Inszenierung
2.3.1 Mise-en-Scene im Genre Coming-of-Age
2.3.2 Queere Gestaltungsmittel
2.3.4 Serielles Erzählen
3. Interpretation
3.1 Ästhetik
3.1.1 Kleidung
3.2 Charakteranalyse
3.2.1 Eric Effiong
3.2.2 Adam Groff
3.3 Serielles Erzählen
3.4 Verknüpfung zum Diskurs
3.5 Sex Education als queeres Medienprodukt
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Inszenierung von Sexualität und Identität in der britischen Serie Sex Education. Dabei liegt der Fokus darauf, wie diese Konzepte innerhalb des seriellen Erzählens und durch spezifische ästhetische Gestaltungsmittel performativ erzeugt werden, um Diversität für das Publikum erfahrbar und verständlich zu machen.
2.2.1 Sexualität, Wissen und Macht
Sexualität, Wissen und Macht - Was bedeuten diese drei Begriffe und was verbindet sie miteinander? Wie entwickelt sich Sexualität und wie steht sie mit Identität in Verbindung? Um diese Fragen ausführlich erläutern zu können, bedarf es einen Blick in die Literatur von Michel Foucault zu werfen.
1983 veröffentlicht der französische Philosoph Michel Foucault mit Sexualität und Wahrheit den ersten Band seiner vierteiligen Buchreihe über die Geschichte der Sexualität. Darin analysiert Foucault, wie Machtverhältnisse unserer Gesellschaft im Zusammenhang mit den Dingen, die wir für wahr oder falsch halten, stehen. Er untersucht, welche Position Sexualität in diesem Machtgefüge einnimmt und wie dies unser Wissen darüber bestimmt (Foucault 1983, 1ff).
Um eine pointierte Definition herauszuarbeiten, geht Foucault zuerst der Entstehungsfrage des Begriffs Sexualität nach. Dabei erforscht er, inwieweit sich Sexualität in diversen Bereichen entwickelt und formiert hat. Der Teil, der für diese Arbeit jedoch den größten Wert trägt, ist die Frage danach, wie Sexualität sich bei jedem Individuum gestaltet und manifestiert.
Für ihn definiert sich der Begriff von Sexualität als Name, den man einem geschichtlichen Dispositiv geben kann (Foucault 1983, 51). Für ihn ist Sexualität "keine zugrunde liegende Realität, die nur schwer zu erfassen ist, sondern ein großes Oberflächennetz, auf dem sich die Stimulierung der Körper, die Intensivierung der Lüste, der Anreiz zum Diskurs, die Formierung der Erkenntnisse, die Verstärkung der Kontrollen und der Widerstände in einigen großen Wissens- und Machtstrategien" (51) miteinander verketten.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Themas Diversität in unserer global vernetzten Gesellschaft ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Darstellung von Sexualität und Identität in Sex Education.
2. Theorie: Dieses Kapitel legt das wissenschaftliche Fundament durch die Erarbeitung der Konzepte von Diversität, Sexualität, Macht, Diskurs und gesellschaftlicher Identitätsbildung.
3. Interpretation: Im Hauptteil werden die theoretischen Ansätze auf die Serie angewandt, wobei Ästhetik, Charakterentwicklungen und die serielle Erzählstruktur detailliert analysiert werden.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Sex Education durch seine Inszenierung von Vielfalt einen wichtigen Beitrag zur Darstellung queerer Identitäten leistet.
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Die Arbeit untersucht, wie die Serie Sex Education Sexualität und Identität medial inszeniert, um Vielfalt und Diversität innerhalb der Gesellschaft und in den Medien darzustellen.
Die Hauptthemen umfassen Diversitätskonzepte, machttheoretische Diskurse nach Michel Foucault, die Analyse von Inszenierungsstrategien in TV-Serien sowie die queere Identitätsfindung junger Menschen.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie das Konzept der Diversität im Bewegtbild widergespiegelt wird und mit welchen Elementen und Strategien Vielfalt performativ erzeugt wird.
Es wird eine film- und serienwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die durch Literaturrecherche und die Anwendung diskursanalytischer Ansätze (insbesondere nach Foucault) gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Interpretation der ästhetischen Mittel (Kleidung, Setting), eine ausführliche Charakteranalyse (Eric Effiong, Adam Groff) und die Untersuchung der seriellen Erzählstruktur.
Zentrale Begriffe sind Diversität, Sexualität, Macht, Identität, queer, Coming-of-Age, Mise-en-Scene, serielles Erzählen und Diskurs.
Die Ausstattung, wie Kleidung und das Setting, erzeugt einen spezifischen Realismus, der dem Publikum hilft, die Probleme und Entwicklungen der Charaktere in einen greifbaren sozialen Kontext einzuordnen.
Seine Theorien zu "Wissen und Macht" sowie zum "Sexualitätsdispositiv" bilden das theoretische Gerüst, um zu erklären, wie Sexualität nicht unterdrückt, sondern durch Diskurse geformt und steuerbar gemacht wird.
Eric dient als zentrales Fallbeispiel für eine komplexe Identitätsentwicklung, die weit über das Stereotyp eines schwulen besten Freundes hinausgeht und seine Auseinandersetzung mit Religion und Kultur aufzeigt.
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