Bachelorarbeit, 2015
34 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Migrationshintergrund
2.2 Rechtschreibleistung und Lesekompetenz
2.3 Leistungsmotivation
2.4 Hypothesenbildung
3 Methodischer Teil
3.1 Versuchspersonen
3.2 Untersuchungsablauf
3.3 Messinstrumente
3.3.1 Messung der Rechtschreibleistung
3.3.2 Messung der Lesefähigkeit ELFE 1-6
3.3.3 Messung der Motivation FEESS 1-2
3.4 Datenanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Vorab-Korrelationen
4.3 Multiple Regressionsanalyse
5 Diskussion
6 Ausblick - Relevanz in der Grundschule
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Rechtschreibleistung von Grundschulkindern der ersten und dritten Klasse durch deren Lesefähigkeit, den Migrationshintergrund und verschiedene Aspekte der Motivation vorhergesagt werden kann.
2.2 Rechtschreibleistung und Lesekompetenz
Als Indikator für die Schulleistung wurde in dieser Arbeit die Rechtschreibleistung gewählt. Die Leistungen in Mathematik werden nicht berücksichtigt, da gerade in der Schuleingangsphase das Lesen in diesem Fach kaum von Bedeutung ist, denn die Lösung von textlastigen Sachaufgaben wird noch nicht gefordert.
Leistung ist als „Einsatz der dem Menschen […] verfügbaren Fähigkeiten wie auch dessen Ergebnis“ (Buytendijk, 1956; zitiert nach Häcker & Stapf, 2009, S. 575) definiert. Auf die Schulleistung bezogen, wird der Leistungsbegriff noch konkretisiert: Schulleistung ist das Ergebnis von Lernprozessen, „die durch Unterrichtsmaßnahmen initiiert und/oder gesteuert wurden“ (Krapp, 1976, S. 92). Die Rechtschreib- und Leseleistung sind im Lehrplan der Grundschulen zentrale, fest verankerte Punkte (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, 2012).
Seit mehreren Jahrzehnten wird zur Erlangung dieser Kompetenz in der Grundschulpraxis überwiegend die Methode Lesen durch Schreiben (Reichen & Reichen, 1988) angewendet. Das Grundlehrziel ist hierbei das lautgetreue Zerlegen eines beliebigen Wortes und das Aufschreiben desselben mithilfe einer Anlauttabelle. Dieses soll möglichst phonetisch vollständig geschehen (May, 2010). Zu Beginn des Lese- Schreiblehrgangs werden einfache, lauttreue Wörter in ihr Wortklangbild zerlegt um Einzellaute zu bilden. Da es in der deutschen Sprache eine große Anzahl an Phonemen (mehr als 100) gibt, wird das zu schreibende Wort mithilfe der Phonem-Graphem-Zuordnung möglichst nahe an das vorgegebene Wortklangbild gebildet (Metze, 1995). Dies geschieht mit Hilfe der oben erwähnten Lauttabelle. Hier findet das Kind für jeden Buchstaben des Alphabets ein passendes Bild mit entsprechendem Anlaut (z.B. Igel für I).
1 Einleitung: Diese führt in die bildungspolitische Relevanz von Chancengleichheit und den Einfluss soziokultureller Faktoren auf die Schriftsprachkompetenz ein.
2 Theoretischer Teil: Hier werden die Konstrukte Migrationshintergrund, Rechtschreibung, Lesekompetenz und Motivation theoretisch definiert sowie die Hypothesen der Arbeit formuliert.
3 Methodischer Teil: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign, die Stichprobe von 127 Grundschülern sowie die eingesetzten Testverfahren HSP, ELFE 1-6 und FEESS 1-2.
4 Ergebnisse: Hier werden die deskriptive Statistik der Daten sowie die Ergebnisse der Korrelations- und Regressionsanalyse präsentiert.
5 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Lichte der Hypothesen und diskutiert die methodischen Stärken und Schwächen der Untersuchung.
6 Ausblick - Relevanz in der Grundschule: Der Abschnitt reflektiert die Bedeutung der Befunde für die Schulpraxis und gibt Empfehlungen zur Förderung der Lese- und Rechtschreibkompetenz.
Rechtschreibleistung, Lesekompetenz, Migrationshintergrund, Leistungsmotivation, Grundschule, Hamburger Schreib-Probe, ELFE 1-6, FEESS 1-2, Regressionsanalyse, Schulleistung, Bildungsnähe, Phonem-Graphem-Zuordnung, Deutsch als Zweitsprache, Schulklima, Lernverhalten.
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die die Rechtschreibleistung von Grundschulkindern beeinflussen, insbesondere die Rolle der Lesefähigkeit, des Migrationshintergrundes und der Motivation.
Die zentralen Felder umfassen die deutsche Schriftsprachentwicklung von Kindern im Grundschulalter, den Einfluss des soziokulturellen Hintergrunds und die psychologischen Aspekte der Lernmotivation.
Ziel ist es zu ermitteln, ob durch die erhobenen Variablen (Leseverständnis, Hintergrund und Motivation) eine Rechtschreibleistung signifikant vorhersagbar ist.
Es wurde eine empirische Untersuchung mit 127 Kindern durchgeführt, deren Daten mittels multipler linearer Regressionsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block, der die zugrundeliegenden Konstrukte erklärt, und einen methodischen Block, der die eingesetzten standardisierten Testverfahren detailliert beschreibt.
Rechtschreibleistung, Lesekompetenz, Sprachhintergrund und Leistungsmotivation sind die maßgeblichen Begriffe, die das gesamte Forschungsvorhaben strukturieren.
Entgegen der ursprünglichen Vermutung bildet der Migrationshintergrund in dieser Stichprobe keinen verlässlichen Indikator für die Rechtschreibleistung.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Lesekompetenz der signifikanteste Prädiktor für die Rechtschreibleistung ist; Kinder mit höherer Lesekompetenz erzielen tendenziell bessere Ergebnisse in der Rechtschreibung.
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