Masterarbeit, 2009
136 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Struktur der Arbeit
2 Empirische Schlaglichtbetrachtung: Sanierungscontrolling in der Praxis
2.1 Untersuchungsinhalte der empirischen Schlaglichtbetrachtung
2.1.1 Sanierung der DEXTA-Gruppe in der Insolvenz
2.1.1.1 Die DEXTA-Gruppe
2.1.1.2 Krisenstadium und Ursachen für die Unternehmenskrise
2.1.1.3 Sofortmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes
2.1.1.4 Unternehmensspezifisches Sanierungscontrolling
2.1.2 Externes Sanierungscontrolling bei der Autohandel OHG
2.1.2.1 Unternehmensvorstellung
2.1.2.2 Krisenstadium und Ursachen für die Unternehmenskrise
2.1.2.3 Unternehmensspezifisches Sanierungscontrolling
2.1.3 Fortführungsprognose der NOVUS-Gruppe
2.1.3.1 Vorstellung der NOVUS-Gruppe
2.1.3.2 Ursachen für die Unternehmenskrise und Krisenstadium
2.1.3.3 Unternehmensspezifisches Sanierungscontrolling
2.2 Zwischenfazit: Sanierungscontrolling in der Praxis
2.3 Kritische Reflexion der empirischen Schlaglichtbetrachtung
3 Controllingkonzeptionen in Wissenschaft und Praxis
3.1 Betrachtungsebenen des Controllingbegriffs
3.1.1 Definitorische Ansätze
3.1.2 Controllingkonzeptionen
3.1.2.1 Wissenschaftliche Controllingkonzeptionen
3.1.2.2 Praxisnahe Konzeptionen
3.1.2.2.1 Rollenverständnis und Aktionsfelder des Controllings
3.1.2.2.1.1 Proaktives Controlling als Dienstleister für das Management
3.1.2.2.1.2 Originäre Controlleraufgaben
3.1.2.2.1.3 Derivative Controlleraufgaben
3.2 Einflussfaktoren auf die Controlleraufgaben
3.2.1 Interne Einflussfaktoren
3.2.1.1 Innovation
3.2.1.2 Unternehmensgröße
3.2.1.3 Unternehmensgrundsätze
3.2.2 Externe Einflussfaktoren
3.2.2.1 Markteinflüsse auf das Sanierungscontrolling
3.2.2.2 Komplexität
3.3 Der Untersuchung zugrunde liegendes Controllingverständnis
3.4 Zwischenfazit
4 Bestandsicherung von Krisenunternehmen
4.1 Feststellung der fortgeschrittenen Unternehmenskrise
4.1.1 Krisenstadien
4.1.2 Erkennen von Krisenwarnsignalen
4.2 Rechtliche Verpflichtung zur Insolvenzantragstellung
4.2.1 Zahlungsunfähigkeit
4.2.2 Drohende Zahlungsunfähigkeit
4.2.3 Überschuldung
4.2.3.1 Der Überschuldungsbegriff im Wandel
4.3 Maßgeblichkeit des Sanierungskonzepts für die Fortbestehensprognose
4.3.1 Der Maßstab der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
4.3.1.1 Die Umfeldperspektiven
4.3.1.2 Die Beraterperspektiven
4.3.1.3 Die Ableitung der Fortbestehensprognose aus den Perspektiven
4.3.2 Planungszeitraum der Fortbestehensprognose
4.3.3 Dokumentation
4.4 Zusammenfassung: Controlling bei der Existenzsicherung des Unternehmens
5 Anforderungen an die Erstellung und Umsetzung von Sanierungskonzepten
5.1 Das Stufenkonzept des IDW
5.1.1 Stufe 1: Operative Maßnahmen zur Sicherung des Unternehmensbestandes
5.1.1.1 Leistungswirtschaftliche Maßnahmen
5.1.1.2 Finanzwirtschaftliche Beiträge
5.1.1.3 Liquiditätssicherung
5.1.2 Stufe 2: Erstellung und Umsetzung des Sanierungskonzeptes
5.2 Kritische Reflexion des Stufenmodells
5.3 Zwischenfazit
6 Controllingmodell zur Bestandsicherung von Krisenunternehmen bei der Umsetzung von Sanierungskonzepten
6.1 Controllingspezifische Besonderheiten der fortgeschrittenen Unternehmenskrise
6.1.1 Ressourcenknappheit
6.1.2 Fülle an komplexen Aufgabenstellungen
6.1.3 Komplexe rechtliche Rahmenbedingungen/spezifisches Fachwissen
6.2 Selbstverständnis und Anforderungen an den Sanierungscontroller
6.3 Aufbauorganisatorische Einbindung des Sanierungscontrollings
6.3.1 Hierarchische Einordnung des Sanierungscontrollings
6.3.2 Anpassung dezentral organisierter Controlleraufgaben
6.4 Controllingaufgaben in der Sanierung
6.4.1 Originäre Controlleraufgaben
6.4.1.1 Die Planung
6.4.1.1.1 Solide Datenbasis auf Grundlage der Grobanalyse
6.4.1.1.2 Integrierte Ergebnis-, Finanz- und Vermögensplanung
6.4.1.1.3 Realisierbare Planungsgrößen für das Sanierungskonzept
6.4.1.2 Das Berichtswesen
6.4.1.2.1 Vertrauensfördernde Kommunikation
6.4.1.2.2 Empfängerspezifisches Berichtswesen
6.4.1.2.3 Informationsversorgung externer Sanierungsträger
6.4.1.3 Der Bereich Steuerung/Performance Measurement
6.4.1.3.1 Straffe Umsetzung der operativen Sofortmaßnahmen
6.4.1.3.2 Zeitnahe Kontrolle des Sanierungserfolgs
6.4.1.3.3 Aufbau eines spezifischen Sanierungskennzahlensystems
6.4.2 Derivative Controlleraufgaben
6.4.2.1 Gestaltung Unternehmensprozesse und -abläufe
6.4.2.1.1 Integrierte Datenerhebung und Berichterstattung
6.4.2.1.2 Organisatorische Voraussetzungen für die Sanierung
6.4.2.1.3 Einfache und umsetzungsstarke Controllingsysteme
6.4.2.2 Reorganisation des Controllingbereichs
6.4.2.2.1 Umgestaltung des betrieblichen Controllings
6.4.2.2.2 Identifikation und Realisierung von Controlling-Einsparpotenzial
6.4.2.2.3 Straffung der Controllingabläufe und -prozesse
6.5 Controllingmodell zur Bestandsicherung von Krisenunternehmen
6.6 Externe Unterstützung des Controllings in der Sanierung
6.7 Sanierungscontrolling als Erfolgsfaktor
7 Zusammenfassende Darstellung und Ausblick
Die vorliegende Masterthesis untersucht die Gestaltung eines Sanierungscontrollings, um die Bestandsicherung von Unternehmen in der fortgeschrittenen Krise zu gewährleisten und den ersten Schritt zur Umsetzung eines Sanierungskonzepts zu realisieren. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung eines praxisorientierten Modells, das die Aufgaben des Sanierungscontrollings definiert und seine Wirksamkeit als entscheidender Erfolgsfaktor in der Krisensituation darstellt.
2.1.1.4 Unternehmensspezifisches Sanierungscontrolling
Im Zuge der Erstellung des Sanierungskonzeptes und in der operativen Begleitung verschiedener Themenbereiche wurde das Controlling als wesentlicher Schwachpunkt des Unternehmens identifiziert. Es lagen nahezu keine prozessbezogenen Daten im Unternehmen vor, sodass betriebswirtschaftliche Entscheidungen ohne fundierte Basis getroffen werden mussten. Die einzelnen Spartenergebnisse waren nicht miteinander vergleichbar und spartenbezogene Deckungsbeitragsrechnungen der einzelnen Gesellschaften existierten nicht. Ergebnistransparente Informationen über Standorte, Produkte und Kunden waren ebenfalls nicht vorhanden. Die Unternehmensgruppe wurde im Wesentlichen über die Gewinn- und Verlustrechnungen der Einzelgesellschaften gesteuert, wobei die Struktur uneinheitlich war.
Aufgrund der dargestellten unbefriedigenden Situation wurde das Controlling interimistisch durch Mitarbeiter des Sanierungsberaters besetzt. Um für die Berichterstattung im Rahmen der Sanierung eine belastbare Datengrundlage zu haben und Transparenz zu schaffen wurden in einem ersten Schritt folgende Maßnahmen durchgeführt:
Optimierung des monatlichen Reportingprozesses (Reduzierung der Komplexität und Berichte)
Einführung einer Ergebnisrechnung der Dimensionen Kunde, Produkt und Standort
Einführung von Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung
Durchführung von Sonderanalysen (z. B. Rohertrag und Qualitätskosten)
Verursachungsgerechte Zuordnung von Kosten
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsziel der Arbeit, die Ausgestaltung eines Sanierungscontrollings zur Bestandsicherung, und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 Empirische Schlaglichtbetrachtung: Sanierungscontrolling in der Praxis: Dieses Kapitel analysiert anhand von drei anonymisierten Praxisbeispielen die aktuelle Ausgestaltung von Controllingaktivitäten in Unternehmen, die sich in fortgeschrittenen Krisenstadien befinden.
3 Controllingkonzeptionen in Wissenschaft und Praxis: Hier werden die wissenschaftlichen und praxisorientierten Grundlagen des Controllings erörtert, um eine Basis für das zu entwickelnde Modell zu schaffen.
4 Bestandsicherung von Krisenunternehmen: Das Kapitel befasst sich mit der Identifikation von Krisenstadien und den rechtlichen Anforderungen zur Abwendung der Insolvenzantragspflicht, insbesondere unter Berücksichtigung des Überschuldungsbegriffs.
5 Anforderungen an die Erstellung und Umsetzung von Sanierungskonzepten: Dieses Kapitel erläutert das Stufenkonzept des IDW zur Unternehmenssanierung und betont die Notwendigkeit operativer Sofortmaßnahmen in der ersten Sanierungsstufe.
6 Controllingmodell zur Bestandsicherung von Krisenunternehmen bei der Umsetzung von Sanierungskonzepten: Dies ist das Kernkapitel, in dem alle gewonnenen Erkenntnisse zu einem praxisorientierten Modell des vorinsolvenzlichen Sanierungscontrollings zusammengeführt werden.
7 Zusammenfassende Darstellung und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert die wichtigsten Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf im Bereich des Sanierungscontrollings.
Sanierungscontrolling, Bestandsicherung, Unternehmenskrise, Sanierungskonzept, Fortbestehensprognose, Krisenmanagement, Insolvenzprävention, Liquiditätssicherung, Controllingaufgaben, Unternehmenskrisen, Finanzplanung, Berichterstattung, operative Sofortmaßnahmen, Unternehmenssanierung, Krisenstadium.
Die Masterthesis befasst sich mit der Rolle des Controllings bei der Bestandsicherung von Unternehmen, die sich in einer fortgeschrittenen Krise befinden, und entwickelt hierfür ein praxisorientiertes Sanierungscontrolling-Modell.
Die Arbeit verknüpft Controlling-Theorien mit der Praxis der Unternehmenssanierung, behandelt rechtliche Aspekte der Insolvenzvermeidung sowie operative Maßnahmen zur Liquiditäts- und Ertragssicherung.
Ziel ist es aufzuzeigen, dass ein proaktives Sanierungscontrolling ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Existenzsicherung ist und ein praxisnahes Modell für dessen Implementierung im vorinsolvenzlichen Bereich zu liefern.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse und einer empirischen Schlaglichtbetrachtung realer Sanierungsfälle, um theoretische Konzepte mit der betrieblichen Realität abzugleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Controllings, die Analyse der Krisenstadien und Insolvenzgründe sowie die konkrete Ableitung von Controlling-Aufgaben für die operative Sanierungsphase.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Sanierungscontrolling, Bestandsicherung, Fortbestehensprognose, Insolvenzprävention und Krisenmanagement geprägt.
Das IDW-Stufenmodell bildet das Gerüst für die Untersuchung, indem es die erste Stufe (Existenzsicherung) als primäres Einsatzfeld für das Sanierungscontrolling und dessen operative Maßnahmen definiert.
Die Arbeit zeigt, dass eine transparente und vertrauensvolle Kommunikation im Berichtswesen essentiell ist, um Vertrauen bei Stakeholdern zu erhalten und die notwendige Kooperation für Sanierungsmaßnahmen sicherzustellen.
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