Bachelorarbeit, 2023
38 Seiten, Note: 1,0
1. Eine begriffliche Annäherung im Kontext der Sterbehilfe
1.1 Passive Sterbehilfe
1.2 Indirekte aktive Sterbehilfe
1.3 Direkte aktive Sterbehilfe
1.4 Assistierter Suizid
2. Rechtliche Grundlagen in Deutschland
2.1 Der Strafrechtsparagraf §217 StGB
2.2 Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.02.2020
3. Die ethische Legitimation des assistierten Suizides in Deutschland
3.1 Deontologischer Ansatz
3.2 Konsequentialistischer Ansatz
3.3 Der Wunsch in Würde zu sterben
3.3.1 Menschenrechte/Menschenwürde
3.3.2 Autonomie
3.3.3 Willensfreiheit
3.3.4 Schmerz lindern, Leid ertragen
4. Die Funktion der Sozialen Arbeit im Kontext der Sterbehilfe
4.1 Klinische Sozialarbeit
4.2 Soziale Arbeit in der Palliative Care
4.2.1 Soziale Arbeit als Entscheidungsunterstützung im Kontext des assistierten Suizides
4.2.2 Angehörigenarbeit und Sterbebegleitung
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die ethischen Perspektiven und die methodischen Ansätze der Sozialen Arbeit im Kontext des assistierten Suizids, unter Berücksichtigung der aktuellen rechtlichen Lage nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.02.2020.
3.1 Deontologischer Ansatz
Unter deontologischen Ansätzen (Pflichtenlehre) wird verstanden, dass eine Handlung moralisch vertretbar bzw. bedeutsam sein kann, auch ohne die möglichen Folgen zu berücksichtigen. Diesbezüglich gibt es zwei Ansichten: Die eine besagt, dass eine Handlung moralisch gerechtfertigt ist, wenn die erwartbaren Folgen als positiv eingestuft werden. Die andere Seite geht davon aus, dass eine Handlung nicht unbedingt schlecht sei, wenn die dadurch entstandenen Folgen auch schlecht sind. Sprich; die deontologische Ethik bemisst die moralische Richtigkeit einer Handlung unabhängig derer Folgen.
Immanuel Kant gilt als großer Vordenker der deontologischen Ethik. Kant war auf der Suche nach einem einheitlichen Regelwerk, wie man vernunftorientiert zu moralischen Entscheidungen kommen konnte, unabhängig kirchlicher Weltbilder. Zum Beispiel ist eine vernunftorientierte Regel nach Kant: „Alle Menschen sind gleich zu behandeln“. Nach Kant ist nur die Vernunft fähig, zu prüfen ob eine Handlung legitim ist oder nicht. Dementsprechend hat jeder Mensch die Pflicht, der Vernunft zu folgen und dadurch auch erst sein „Menschensein“ unter Beweis stellt.
1. Eine begriffliche Annäherung im Kontext der Sterbehilfe: Dieses Kapitel definiert und differenziert die verschiedenen Formen der Sterbehilfe wie passive, indirekte aktive und direkte aktive Sterbehilfe sowie den assistierten Suizid.
2. Rechtliche Grundlagen in Deutschland: Das Kapitel betrachtet die historische und aktuelle Rechtslage, insbesondere den §217 StGB und das wegweisende Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020.
3. Die ethische Legitimation des assistierten Suizides in Deutschland: Hier werden philosophische Ansätze wie der deontologische und der konsequentialistische Ansatz auf ihre Anwendbarkeit im Kontext der Sterbehilfe hin geprüft.
4. Die Funktion der Sozialen Arbeit im Kontext der Sterbehilfe: Kapitel 4 erörtert, wie Soziale Arbeit professionell im palliativen Bereich agieren kann, um Sterbende und deren Angehörige zu stützen und den Sterbeprozess würdevoll zu begleiten.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die komplexe Aufgabe der Sozialen Arbeit, Suizidberatung und Angehörigenarbeit interdisziplinär zu verknüpfen.
Assistierter Suizid, Sterbehilfe, Soziale Arbeit, Palliative Care, Menschenwürde, Autonomie, Willensfreiheit, Bundesverfassungsgericht, Deontologie, Utilitarismus, Sterbebegleitung, ethische Legitimation, Rechtssicherheit, Patientenverfügung, Krisenintervention.
Die Bachelorarbeit behandelt das ethisch und rechtlich komplexe Themenfeld des assistierten Suizids aus der Perspektive der Sozialen Arbeit.
Die zentralen Felder umfassen die begriffliche Klärung der Sterbehilfe, die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, ethische Theorien und die spezifische Funktion der Sozialen Arbeit in palliativen Kontexten.
Ziel ist es, die ethischen Perspektiven sowie methodische Ansätze der Sozialen Arbeit im Kontext des assistierten Suizids zu erörtern und eine Orientierungshilfe für die Praxis zu bieten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse ethischer und sozialwissenschaftlicher Fachquellen sowie einer detaillierten Auseinandersetzung mit einschlägigen Gerichtsurteilen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine rechtliche Systematisierung der Sterbehilfepraxis, eine ethische Reflexion unter Einbezug von Moraltheorien und eine Analyse der professionellen Handlungsmöglichkeiten innerhalb der Sozialen Arbeit.
Zu den Schlüsselbegriffen gehören Assistierter Suizid, Soziale Arbeit, Menschenwürde, Autonomie sowie das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020.
Das Urteil hat die Rechtsunsicherheit weitgehend beendet und erfordert nun von Sozialarbeitern eine noch stärkere professionelle Haltung in der Beratung, ohne in moralische Urteile zu verfallen.
Soziale Arbeit agiert als begleitende und beratende Instanz, die den Prozess strukturiert und interdisziplinär koordiniert, anstatt sich von der suizidwilligen Entscheidung der Person abzuwenden.
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