Examensarbeit, 2008
75 Seiten, Note: 3+
1. Einleitung
2. Planung der Unterrichtsreihe
2.1 Bedingungsfelder
2.2 Didaktische und methodische Analyse
2.2.1 Sachanalyse
2.2.2 Lehrplanbezug
2.2.3 Didaktische Überlegungen und Entscheidungen
2.2.4 Methodische Überlegungen und Entscheidungen
2.2.5 Lernzielkatalog
2.3 Grobstruktur der Reihe
3. Ablauf der Unterrichtsreihe
3.1 Kurzbeschreibung der 1. Stunde
3.2 Kurzbeschreibung der 2. und 3. Stunde
3.3 Bemerkung zur 4. Stunde
3.4 Ausführliche Beschreibung der 5. Stunde
3.5 Kurzbeschreibung der 6. Stunde
3.6 Ausführliche Beschreibung der 7. und 8. Stunde
3.7 Kurzbeschreibung der 9. Stunde
3.8 Kurzbeschreibung der 10. und 11. Stunde
3.9 Bemerkung zu den beiden letzten Stunden
4. Reflexion über die Unterrichtsreihe
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, spieltheoretische Modelle als Analysewerkzeuge im Politikunterricht für internationale Konflikte, konkret den Konflikt um die US-Raketenabwehrpläne zwischen den USA und Russland, nutzbar zu machen, um die Analyse- und Urteilsfähigkeit der Schüler zu fördern.
Die Spieltheorie und ihre Anwendung in den Internationalen Beziehungen
Die Spieltheorie ist eine mathematisch formulierte „Theorie sozialer Interaktion“. Ihr Gegenstand sind interdependente Entscheidungssituationen, also Situationen, in denen das Ergebnis für einen Entscheider nicht nur von seiner eigenen Entscheidung, sondern auch von dem Verhalten anderer Entscheider abhängt. Durch die Modellierung als Spiel versucht die Spieltheorie den wesentlichen Gehalt realer Entscheidungssituationen einzufangen. Das Spiel stellt dann die Abstraktion eines Sachverhalts auf seinen wesentlichen Gehalt dar. Zweck der Spieltheorie ist die Analyse und Erklärung von interdependenten Entscheidungssituationen. Praktisch gesehen versucht sie Entscheidern Verhaltensempfehlungen zu geben, so dass diese in die Lage versetzt werden, die für sie beste Entscheidungsalternative (Strategie) zu wählen. Als beste Strategie wird im Sinne des „Rational-Choice-Paradigmas“ diejenige angenommen, die den individuellen Nutzen der Entscheider (Spieler) maximiert.
Man unterscheidet in der Spieltheorie drei Teilgebiete. Die nicht-kooperative oder orthodoxe Spieltheorie, die sich nur um individuelles rationales Handeln kümmert. Die kooperative Spieltheorie, welche auch Abmachungen/Kooperation zwischen den Spielern vorsieht. Und schließlich die evolutionäre Spieltheorie, die sich „mit dem quasi rationalen Verhalten von Individuen“, denen es in erster Linie um die Maximierung der Anzahl ihrer Nachkommen geht, beschäftigt.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Anwendung spieltheoretischer Modelle auf den aktuellen Raketenabwehrkonflikt zwischen USA und Russland.
2. Planung der Unterrichtsreihe: Detaillierte didaktische, methodische und inhaltliche Vorbereitung der Unterrichtsreihe inklusive Lernzielkatalog.
3. Ablauf der Unterrichtsreihe: Konkrete Beschreibung der einzelnen Unterrichtsstunden, ihrer Abläufe, Lernziele und Reflexionen dazu.
4. Reflexion über die Unterrichtsreihe: Kritische Nachbetrachtung der Unterrichtsplanung und -durchführung unter Berücksichtigung der Schülerrückmeldungen.
Spieltheorie, Internationale Beziehungen, US-Raketenabwehr, Raketenabwehrsystem, GBMD, Sicherheitsdilemma, Rüstungswettlauf, Gefangenendilemma, Chicken-Game, Kooperation, internationale Konflikte, Politikunterricht, Handlungsorientierung, Produktorientierung, internationale Sicherheit.
Die Arbeit untersucht die Eignung der Spieltheorie als Analyseinstrument für komplexe internationale Konflikte, illustriert am Beispiel der US-Raketenabwehrpläne.
Die zentralen Themen sind internationale Beziehungen, Sicherheitspolitik, Rüstungswettläufe sowie die didaktische Vermittlung dieser komplexen Themen mittels spieltheoretischer Modelle.
Das Ziel ist die Entwicklung und Reflexion einer produktorientierten Unterrichtsreihe, die Schülern hilft, den Raketenabwehrkonflikt spieltheoretisch zu verstehen.
Es wird auf spieltheoretische Modelle wie das Gefangenendilemma und das Chicken-Game zurückgegriffen, um internationale Interaktionsstrukturen zu modellieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Planung der Unterrichtsreihe, die methodische Umsetzung der Stunden und deren kritische Nachbetrachtung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch spieltheoretische Begriffe wie Nash-Gleichgewicht, Pareto-Optimum und dominante Strategie sowie sicherheitspolitische Termini geprägt.
Es dient dazu, die strukturelle Problematik des Sicherheitsdilemmas und den Zwang zum Rüstungswettlauf zwischen Supermächten nachvollziehbar zu machen.
Das Chicken-Game-Modell wird zur Analyse der Kuba-Krise herangezogen, um das psychologische Moment und die Eskalationsgefahr in internationalen Krisen zu verdeutlichen.
Die Produktionsorientierung (hier: Homepageerstellung) soll die Motivation der Schüler steigern und die Identifikation mit dem Lernprozess fördern.
Der Autor bewertet die Reihe insgesamt positiv, hebt das hohe Interesse der Schüler hervor, räumt aber ein, dass die intensive spieltheoretische Theorievermittlung teilweise als Herausforderung empfunden wurde.
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