Bachelorarbeit, 2018
49 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Der Wissensbegriff
2.1.1 Daten und Informationen
2.1.2 Explizites Wissen und Implizites Wissen
2.1.3 Individuelles Wissen und kollektives Wissen
2.2 Das Wissensmanagement
2.2.1 Begriffsklärung
2.2.2 Ziele
2.2.3 Community-Konzept
2.2.4 Die Wissensspirale von Nonaka und Takeuchi
3 Anreizmöglichkeiten zum Teilen des Wissens
3.1 Motivation
3.1.1 Intrinsische Motivation und extrinsische Motivation
3.2 Motivationstheorien
3.2.1 Prozess- und Inhaltstheorien
3.2.2 Gerechtigkeitstheorie Adams
3.2.3 Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
4 Wissensmanagement in Unternehmen
4.1 Gestaltungsempfehlungen
4.2 Wettbewerbsvorteile
5 Diskussion
5.1 Ergebnisse der Mitarbeitermotivation
5.2 Ergebnisse der Wettbewerbsvorteile durch Wissensmanagement
5.3 Handlungsempfehlungen für Unternehmen
6 Fazit
6.1 Zusammenfassung
6.2 Kritische Würdigung
6.3 Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht im Rahmen einer qualitativen Literaturrecherche, welche Wettbewerbsvorteile Unternehmen durch das Teilen von Wissen erzielen können und welche Motivationsfaktoren für Mitarbeiter entscheidend sind, um ihr Wissen im Unternehmen bereitzustellen.
2.1.2 Explizites Wissen und Implizites Wissen
Die Differenzierung von explizitem und implizitem Wissen ist für Unternehmen insofern von Bedeutung, da es zum einen für die Weiterentwicklung von bereits existierendem Wissen und zum anderen für das Schaffen und das unternehmensinterne Weitergeben neuen Wissens notwendig ist (Nonaka, 1997).
Charakterisiert wird explizites Wissen durch die Möglichkeit dieses zu systematisieren und zu dokumentieren. Außerdem ist es möglich durch Kommunikations- und Informationstechniken diese Form des Wissen zu speichern, zu verarbeiten und zu übertragen (Kaltwasser, 1997). Nach Mertins und Finke (2004) wird unter dieser Art des Wissens auch "Oberflächenwissen" verstanden, welches sich dadurch auszeichnet, dass dem Wissensträger die Existenz bewusst ist.
Auf der anderen Seite des explizitem Wissen steht das implizite Wissen, welches nach Mertins und Finke auch als "Tiefenwissen" bezeichnet wird. Das heißt, dass es nicht bewusst vorhanden ist und dementsprechend nur schwer zwischen Personen zu übertragen und zu teilen ist (Mertins & Finke, 2004). Außerdem beinhaltet diese Form des Wissens individuelle Aspekte, wie zum Beispiel Werte, Überzeugungen und persönliche Erfahrungen. Auf Grund dieser Merkmale ist implizites Wissen im Gegensatz zu explizitem Wissen kaum verbalisierbar oder visualisierbar (Nonaka & Takeuchi, 1997). Nach Schelten wird angenommen, dass ungefähr 80 Prozent des gesamten Wissens eines Unternehmens in dem Mitarbeiter selbst liegen (Schelten, 2005).
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz der Ressource Wissen in modernen Unternehmen und Herleitung der zentralen Fragestellung der Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Definition der Begriffe Daten, Information und Wissen sowie Einführung in Wissensmanagement-Konzepte wie die Wissensspirale.
3 Anreizmöglichkeiten zum Teilen des Wissens: Detaillierte Analyse von Motivationsformen und Theorien zur Steigerung der Bereitschaft, Wissen mit anderen zu teilen.
4 Wissensmanagement in Unternehmen: Erörterung von Gestaltungsempfehlungen und Identifikation der daraus resultierenden Wettbewerbsvorteile.
5 Diskussion: Synthese der Forschungsergebnisse zur Mitarbeitermotivation und zum Wissensaustausch sowie Ableitung praxisrelevanter Handlungsempfehlungen.
6 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage inklusive einer kritischen Würdigung der Methodik und eines Ausblicks auf zukünftige Forschungsfelder.
Wissensmanagement, Wettbewerbsvorteile, Mitarbeitermotivation, Wissensteilung, Wissensgesellschaft, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Explizites Wissen, Implizites Wissen, Wissensspirale, Zwei-Faktoren-Theorie, Gerechtigkeitstheorie, Unternehmenserfolg, Organisationale Wissensbasis, Innovationsfähigkeit.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch den gezielten Einsatz von Wissensmanagement Wettbewerbsvorteile erlangen können und wie Mitarbeiter dazu motiviert werden können, ihr individuelles Wissen der Organisation zur Verfügung zu stellen.
Die zentralen Themen sind Wissensmanagement, Motivationstheorien, die Differenzierung verschiedener Wissensarten (explizit vs. implizit) sowie der Zusammenhang zwischen Wissensmanagementaktivitäten und Unternehmenserfolg.
Das primäre Ziel ist es zu beantworten, welche spezifischen Wettbewerbsvorteile Unternehmen durch das Teilen von Wissen realisieren können und durch welche Motivationsmechanismen Mitarbeiter in diesen Prozess eingebunden werden.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Literaturrecherche. Es werden bestehende theoretische Erkenntnisse namhafter Autoren analysiert, gegenübergestellt und in den Kontext betriebswirtschaftlicher Fragestellungen gesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen, Wissensmodelle), die Analyse von Anreizsystemen und Motivationstheorien sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der praktischen Umsetzung von Wissensmanagement in Unternehmen.
Wissensmanagement, Mitarbeitermotivation, Wissensspirale nach Nonaka und Takeuchi, Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg und Wettbewerbsvorteile durch Wissen sind die prägenden Begriffe.
Explizites Wissen ist systematisch dokumentierbar und leicht übertragbar, während implizites Wissen ("Tiefenwissen") an Personen gebunden ist, schwer verbalisierbar ist und vorwiegend auf Erfahrungen basiert.
Da der Mensch laut den untersuchten Autoren im Mittelpunkt der Wissensmanagementaktivitäten steht, ist ohne eine persönliche Motivation der Mitarbeiter das Teilen von Wissen – insbesondere das kritische implizite Wissen – kaum dauerhaft umsetzbar.
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