Bachelorarbeit, 2022
72 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Geschichtliche Entwicklung des Schizophreniebegriffs und der Behandlung
2.1 Die „Dementia praecox“ nach Emil Kraepelin
2.2 Die „Schizophrenie“ nach Eugen Bleuler
2.3 Die Geschichte der Behandlung von schizophrenen Erkrankungen
3. Schizophrene Erkrankungen – Ein Überblick
3.1 Ätiologie
3.2 Symptomatik
3.3 Klassifikation
3.4 Behandlung und Therapie
4. Handlungsfelder und Methoden der Sozialen Arbeit im Kontext psychischer Erkrankungen
4.1 Soziale Arbeit im Krankenhaus
4.2 Soziale Arbeit im Bereich der Sozialpsychiatrie
4.3 Soziale Arbeit im Praxisfeld der Rehabilitation
4.4 Professionelles Handeln im Kontext psychischer Erkrankungen
4.5 Methoden der Klinischen Sozialen Arbeit
5. Stigmatisierung von Menschen mit schizophrener Erkrankung
5.1 Repräsentation in der Öffentlichkeit
5.2 Folgen der Stigmatisierung
5.3 Anti-Stigma-Kampagnen
6. Der Umgang mit Klient*innen mit schizophrenen Erkrankungen
6.1 Die Bedeutung der Entstehungsursachen
6.2 Die Diagnose
6.3 Umgang mit Symptomen
6.4 Adhärenz und Non-Adhärenz
6.5 Therapieresistenz
6.6 Suizidalität und Tod
6.7 Der Umgang mit eigenen Widerständen
7. Zwangsmaßnehmen
7.1 Rechtliche Grundlagen
7.2 Ethisch-moralische Aspekte
7.3 Kritik und Forderungen
7.4 Schizophrenie und Zwangsmaßnahmen
8. Das Recovery-Konzept
8.1 Theoretische Grundlagen
8.2 Recovery und Schizophrenien
8.3 Recovery in der Praxis
8.4 Chancen und Grenzen
8.5 Klinische Sozialarbeit und Recovery
9. Konsequenzen für die Soziale Arbeit
9.1 Soziale Arbeit als eigenständige Profession im Kontext von Gesundheit stärken
9.2 Sozialarbeiterische Praxis und Recovery
9.3 Spannungsfeld Hilfe und Kontrolle
10. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen in der Arbeit mit Menschen, die an Schizophrenie erkrankt sind. Ziel ist es, die Problematiken im direkten Kontakt aufzuzeigen und Handlungsvorschläge zu erarbeiten, um Betroffene in ihrer Lebenswelt angemessen zu unterstützen und zu stärken.
6.7 Der Umgang mit eigenen Widerständen
In Krisensituationen kann es vorkommen, dass Menschen mit schizophrenen Erkrankungen wegen ihres Auftretens oder ihres Erscheinungsbilds bedrohlich oder befremdlich wirken. Im direkten Kontakt können sie sich zudem abweisend, beleidigend oder provozierend verhalten. In solchen Situationen sehen sich Sozialarbeiter*innen möglicherweise mit eigenen Widerständen konfrontiert. Womöglich empfinden sie Angst oder Ekel. Diese Gefühle sollten nicht verdrängt, sondern wahrgenommen und reflektiert werden. Innere Widerstände sollten dabei nicht als Mangel an Professionalität fehlinterpretiert werden, sondern stellen eine menschliche Reaktion dar, welche akzeptiert werden sollte. Die Grenzen von Sozialarbeiter*innen werden individuell unterschiedlich gesetzt.
Die Vernachlässigung körperlicher oder häuslicher Hygiene kann besonders bei schizophrenen Erkrankungen mit ausgeprägter Minussymptomatik vorkommen, was im direkten Kontakt mit Betroffenen eine Herausforderung darstellen kann. Hier gilt es die eigenen Widerstände zu erkennen und gegebenenfalls Kompromisse auszuhandeln, um alle Beteiligten, sowohl Helfer*in als auch Klient*in, in ihren Bedürfnissen wahrzunehmen.
Als hilfreiche Methode im Umgang mit eigenen Widerständen dient die Supervision. Hier können Situationen und Gefühle reflektiert werden um Helfer*innen zu entlasten. Professionelle können hier von einem Erfahrungsaustausch profitieren und darüber hinaus auch die Gefühle und Grenzen der Kolleg*innen kennen lernen.
1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Verbreitung der Erkrankung, die Relevanz einer ganzheitlichen sozialarbeiterischen Perspektive und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2. Geschichtliche Entwicklung des Schizophreniebegriffs und der Behandlung: Dieses Kapitel betrachtet die historischen Hintergründe von Kraepelin über Bleuler bis hin zur Entwicklung psychiatrischer Behandlungsformen.
3. Schizophrene Erkrankungen – Ein Überblick: Hier werden die medizinischen und psychologischen Grundlagen, Ätiologie, Symptomatik, Klassifikation sowie gängige Therapiemethoden dargestellt.
4. Handlungsfelder und Methoden der Sozialen Arbeit im Kontext psychischer Erkrankungen: Das Kapitel verortet die Klinische Sozialarbeit in verschiedenen Settings wie Krankenhaus, Sozialpsychiatrie und Rehabilitation.
5. Stigmatisierung von Menschen mit schizophrener Erkrankung: Hier werden Ursachen, Folgen und Strategien zur Bekämpfung der Stigmatisierung in der Gesellschaft analysiert.
6. Der Umgang mit Klient*innen mit schizophrenen Erkrankungen: Dieses Kapitel widmet sich spezifischen Herausforderungen im direkten Kontakt, beispielsweise dem Umgang mit Symptomen, Adhärenz, Suizidalität und eigenen Widerständen als Professioneller.
7. Zwangsmaßnehmen: Das Kapitel bietet eine rechtliche und ethisch-moralische Auseinandersetzung mit Zwangsmaßnahmen sowie Kritik und notwendige Alternativen.
8. Das Recovery-Konzept: Eine Einführung in das Recovery-Konzept als Paradigmenwechsel, beleuchtet durch theoretische Grundlagen und die Anwendung in der Praxis.
9. Konsequenzen für die Soziale Arbeit: Diese Schlussbetrachtung zur Profession diskutiert die Rolle der Sozialen Arbeit, die Bedeutung des Recovery-Ansatzes sowie das Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle.
10. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung Sozialer Arbeit im psychiatrischen Kontext.
Schizophrenie, Klinische Sozialarbeit, Soziale Arbeit, Stigmatisierung, Recovery, Psychiatrie, Psychosoziale Beratung, Zwangsmaßnahmen, Adhärenz, Salutogenese, Empowerment, Resilienz, Symptomatik, Patientenrolle, Teilhabe
Die Arbeit thematisiert die Chancen und Herausforderungen für die Soziale Arbeit in der Begleitung von Menschen mit einer Schizophrenie-Erkrankung.
Zentrale Felder sind die medizinischen und historischen Grundlagen, die Methoden der Sozialen Arbeit, Stigmatisierung, Zwangsmaßnahmen und das moderne Recovery-Konzept.
Ziel ist es, Problemkonstellationen im direkten Kontakt zu verstehen und Handlungsvorschläge zu erörtern, um die Unterstützung von Betroffenen zu professionalisieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Konzepte und aktuelle Forschungsstände zur psychiatrischen Sozialen Arbeit zusammenführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Grundlagen, Handlungsfelder, Stigmatisierung, Umgang mit Betroffenen, rechtlich-ethische Aspekte von Zwang und die Anwendung des Recovery-Konzepts.
Die wichtigsten Begriffe sind unter anderem Schizophrenie, Soziale Arbeit, Recovery, Stigmatisierung und Zwangsmaßnahmen.
Es wird als eine zentrale und komplexe Herausforderung der Sozialen Arbeit beschrieben, der durch professionelle Reflexion und ethische Leitlinien begegnet werden muss.
Stigmatisierung wirkt wie eine zweite Krankheit, die den Zugang zu Ressourcen blockiert, weshalb Sozialarbeiter aktiv an Entstigmatisierung arbeiten müssen.
Es stellt einen Paradigmenwechsel dar, der von einer Defizitorientierung abkehrt und stattdessen die individuellen Ressourcen und Ziele der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt.
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