Bachelorarbeit, 2020
40 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Das Phänomen Populismus
2.1 Begriff und Historie
2.2 Populismus in den Sozialwissenschaften
2.2.1 Populismus als Ideologie
2.2.2 Populismus als Politikvorstellung
2.2.3 Populismus als Strategie
2.2.4 Populismus als Protest
2.2.5 Populismus als Diskurs
2.2.6 Populismus als Relationsbegriff
2.2.7 Populismus als politischer Stil
2.2.8 The Heartland of Popolism
2.2.9 Populismus als Krisensymptom und Protestbewegung
2.2.10 Resümee
3. Rechtspopulismus
3.1 Populismus, Nationalismus, Rechtsextremismus – Rechtspopulismus als Kombinationsideologie
3.2 Horizontale und vertikale Abgrenzung – Das rechtspopulistische Volksverständnis
3.3 Xenophobie, Kulturalismus, Islamfeindlichkeit – Rechtspopulismus als Ausgrenzungsideologie
3.4 EU-Skepsis, Ethnozentrismus, Autoritarismus – Rechtspopulismus als Law-and-Order-Politik
3.5 Rechtspopulismus als Globalisierungskritik
4. Ursprung des rechtspopulistischen Zeitgeistes in Europa
4.1 Der doppelte Liberalismus
4.1.1 1968 – Kultureller Umbruch
4.1.2 1979 – Ökonomischer Umbruch
4.1.3 1989 – Neuordnung des politischen Raums
4.2 Die Modernisierungskrisen
4.2.1 Krise der politischen Repräsentation
4.2.2 Krise der politischen Souveränität
4.3 Die rechtspopulistischen Wählermilieus am Beispiel der AfD
4.4 Resümee
5. Rechtspopulismus als politischer Stil – Repräsentation, Performance und Stil der Populisten
5.1 Die Welt der Populisten – Die Schwarz-Weiß-Dichotomie
5.2 Die Krise und der Rechtspopulismus
5.3 Die populistische Organisation – Repräsentation der Rechtspopulisten
5.3.1 Der charismatischer Führer – Rechtspopulismus als „One-Man-Show“
5.3.2 „Einer von uns?“
5.4 Rechtspopulismus und die Medien – Eine symbiotische Beziehung
5.5 Populismus 21.0 – Filterblasen, Polarisierung, Radikalisierung
6. Fazit
7. Ausblick
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa auseinander, um das Phänomen begrifflich zu fassen und die sozioökonomischen sowie kulturellen Ursachen für seine Verbreitung zu untersuchen, wobei der Fokus besonders auf den neuen Kommunikations- und Repräsentationsstrategien rechtspopulistischer Akteure liegt.
2. Das Phänomen Populismus
Populismus ist ein schwammiger Begriff. Es gibt ihn ebenso wenig wie die Demokratie oder den Liberalismus. Da über die genaue Bedeutung des Begriffes Uneinigkeit besteht, sollen zunächst die historischen Ursprünge des Populismus und die Herkunft des Wortes geklärt werden, bevor sich Phänomen aus sozialwissenschaftlicher Sicht genähert wird.
Der Begriff Populismus wird vom lateinischen Ausdruck populus abgeleitet, was übersetzt „Volk“ bedeutet und in der römischen Republik die Gesamtheit der römischen Bevölkerung bezeichnete.9 Die eindeutige Herkunft des Wortes ist nicht geklärt. Man vermutet den Ursprung im Verb populari, so viel wie „verwüsten“ bedeutet und in diesem Zusammenhang als „militärische Bürgerschaft“ übersetzt werden kann. Die Bürger und Bürgerinnen in der römischen Republik waren aufgrund ihres militaristischen und politischen Engagements essenziell für die Gemeinschaft, weshalb man den Begriff populus für die Gesamtheit der erwachsenen römischen Bevölkerung verwendete. Anders als heute war die Staatsgewalt kein abstraktes Gegenüber und bot folglich auch keine direkte Angriffsfläche für Proteste.10 Den heutigen Politikbegriff kann man auf die populares, eine Gruppe von Politikern in der späten römischen Republik, zurückführen. Entscheidend hierfür ist, dass Historiker wie Lukas Thommen Parallelen zwischen dem modernen Populismus und dem Politikstil der popularen sehen.
1. Einleitung: Diese Einleitung kontextualisiert den Aufstieg des modernen Rechtspopulismus vor dem Hintergrund der globalen politischen Entwicklung seit den 1990er Jahren.
2. Das Phänomen Populismus: Das Kapitel bietet eine definitorische und theoretische Annäherung an den Begriff Populismus aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Blickwinkeln.
3. Rechtspopulismus: Hier wird die Ideologie der Rechtspopulisten untersucht, insbesondere die Kombination von Nationalismus, Rechtsextremismus und Ausgrenzungsstrategien.
4. Ursprung des rechtspopulistischen Zeitgeistes in Europa: Dieses Kapitel widmet sich den historischen Modernisierungskrisen und der ökonomischen Entkoppelung, die den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien begünstigten.
5. Rechtspopulismus als politischer Stil – Repräsentation, Performance und Stil der Populisten: Im Zentrum stehen hier die Inszenierung durch charismatische Führungspersonen sowie die symbiotische Beziehung zu den Massenmedien und digitalen Netzwerken.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die reaktive Natur des Populismus zusammen und betont die Notwendigkeit demokratischer Gegenstrategien.
7. Ausblick: Der abschließende Abschnitt reflektiert die zukünftigen Herausforderungen für die liberale Demokratie im 21. Jahrhundert.
Rechtspopulismus, Populismus, Ideologie, Globalisierung, Demokratie, Migration, Identität, Sozialwissenschaften, Protestwähler, EU-Skepsis, Medien, Filterblasen, politische Repräsentation, Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit.
Die Arbeit analysiert das Phänomen des Rechtspopulismus in Europa, um dessen ideologischen Kern, die historischen Ursachen für dessen Erstarken sowie die spezifischen Strategien der Anhänger und Führungspersonen zu verstehen.
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Populismus, die Auswirkungen der Globalisierung, die Krise der klassischen Volksparteien sowie die Rolle von Medien und Internet bei der politischen Radikalisierung.
Ziel ist es, den Rechtspopulismus als Reaktion auf gesellschaftliche Umbrüche zu deuten und aufzuzeigen, wie er mit einfachen Antworten auf komplexe Probleme die politische Landschaft nachhaltig verändert.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung verschiedener sozialwissenschaftlicher Theorien zum Populismus, die kontextuell auf die aktuelle europäische Situation angewandt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Begriffs, eine Analyse der rechtspopulistischen Ideologiemodule sowie eine Untersuchung des modernen politischen Stils der Akteure im digitalen Zeitalter.
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Identität, nationale Souveränität, mediale Inszenierung und der Bipolarität von Volk versus Elite.
Der Autor argumentiert, dass eine symbiotische Beziehung besteht; Rechtspopulisten nutzen die Logik der Medien – Skandalisierung und Vereinfachung –, um ihre Botschaften zu verbreiten, wobei die digitale Welt die Polarisierung durch Filterblasen weiter verstärkt.
Der „doppelte Liberalismus“ beschreibt eine ökonomische und kulturelle Öffnung, die zwar wirtschaftliches Wachstum ermöglichte, aber gleichzeitig für viele Bevölkerungsschichten zu Unsicherheiten und Identitätsverlusten führte, was als Nährboden für rechtspopulistische Bewegungen dient.
Das „Heartland“ ist ein imaginiertes, ideales Bild einer „guten alten Zeit“, das von Populisten genutzt wird, um ein Bild der Einheit vorzugeben, das jedoch ausgrenzend gegenüber Minderheiten und Fremden wirkt.
Der Autor fordert keine Ausgrenzung, sondern eine konstruktive politische Auseinandersetzung durch politische Bildung, eine Transparenz der demokratischen Prozesse und eine stärkere Bürgerbeteiligung, um das Vertrauen in die Institutionen zurückzugewinnen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

