Bachelorarbeit, 2020
45 Seiten, Note: 1,2
Diese Bachelorarbeit untersucht das Frauenbild in Wolframs von Eschenbachs „Parzival“ und analysiert, inwiefern sich dieses Bild vom realhistorischen Frauenbild des Mittelalters unterscheidet. Die Arbeit fokussiert auf die Darstellung der weiblichen Figuren im Roman, die sich in zwei verschiedenen Gesellschaften – der Artusgesellschaft und der Gralsgesellschaft – befinden.
Die Einleitung führt in die Thematik des Frauenbildes in „Parzival“ ein und stellt die Forschungsfrage sowie die Methodik der Arbeit vor. Kapitel 2 beleuchtet die beiden Hauptgesellschaften des Romans, den Artushof und die Gralsgesellschaft, sowie die Rolle der Minne und des Minnedienstes. Kapitel 3 widmet sich der Analyse der Frauenfiguren der Artushandlung, darunter Jeschute, Antikonie und Orgeluse.
Kapitel 4 stellt die Frauenfiguren der Gralshandlung vor, einschließlich Herzeloyde, Sigune, Condwiramur und Cundrî. Kapitel 5 fasst die Ergebnisse der Analyse des Frauenbildes im Parzival zusammen. Kapitel 6 beschäftigt sich mit der realhistorischen Frauenrolle im Mittelalter und vergleicht diese mit dem literarischen Frauenbild.
Die zentralen Themen der Arbeit sind das Frauenbild, „Parzival“, Wolfram von Eschenbach, mittelalterliche Gesellschaft, Artusgesellschaft, Gralsgesellschaft, Minne, Minnedienst, Frauenfiguren, realhistorisches Frauenbild, literarisches Frauenbild, Erzählperspektive, patriarchale Strukturen.
Die Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen der literarischen Darstellung (idealisiert oder symbolisch) und den realhistorischen, oft patriarchalen Lebensbedingungen von Frauen im Mittelalter.
Im Roman existieren zwei Gesellschaftssysteme, in denen Frauen unterschiedliche Funktionen einnehmen – von der höfischen Minne-Dame bis zur spirituell bedeutsamen Figur in der Gralshandlung.
Zu den zentralen Figuren gehören Jeschute, Antikonie und Orgeluse, die jeweils verschiedene Aspekte weiblicher Rollen und Herausforderungen repräsentieren.
Minne bezeichnet die ritualisierte Form der Liebe und Verehrung, die das Verhalten der Ritter gegenüber Frauen steuert und das literarische Frauenbild maßgeblich prägt.
Cundrî ist eine komplexe Figur der Gralshaltung, die durch ihr Äußeres und ihre Funktion als Botin die üblichen Schönheitsideale und Rollenerwartungen bricht.
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