Diplomarbeit, 2009
98 Seiten, Note: 1,0
1 Die wachsende Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Entwicklungszusammenarbeit
1.1 Motivation für eine Forschungsarbeit in Südamerika
1.2 Ziel und Fragestellung der Forschungsarbeit
1.3 Inhaltlicher Aufbau der Arbeit
2 Erklärung verwendeter Begriffe
3 IKT in der Entwicklungszusammenarbeit
3.1 Die Bedeutung von IKT in der Entwicklungszusammenarbeit
3.1.1 Information und Wissen
3.1.2 Die Informationsgesellschaft
3.1.3 Die Wissensgesellschaft
3.1.4 Die Informations- und Wissensgesellschaft
3.1.5 Technik in der Informations- und Wissensgesellschaft
3.1.6 Soziale Ungleichheit in der Informations- und Wissensgesellschaft
3.1.7 Die Digitale Spaltung in der Informations- und Wissensgesellschaft
3.1.8 Zusammenfassung
3.2 Voraussetzungen und Kriterien für gelungene Projekte der Entwicklungszusammenarbeit
3.2.1 IKT als ein Werkzeug unter vielen
3.2.2 Die vier Richtlinien nach Heeks zum Einsatz von IKT
3.2.3 Ausbildung der Zielgruppe
3.2.4 Qualität von mit IKT angebotenen Informationen
3.2.5 Benutzerfreundlichkeit von mit IKT angebotenen Informationen
3.2.6 Der Zugangsregenbogen nach Kubicek
3.3 Einsatzbereiche für IKT in der Entwicklungszusammenarbeit
3.3.1 Bildung (E-Learning)
3.3.2 Wirtschaft/Ökonomie (E-Business)
3.3.3 Gesundheit (E-Health)
3.3.4 Politik und Verwaltung (E-Democracy und E-Government)
3.4 Schlussbetrachtung
4 Fallbeispiel: Der Einsatz von IKT in Peru
4.1 Peru in Kürze
4.2 Das Projekt Banda Ancha Rural (BAR)
5 Auswahl der Methoden und Umsetzung der Forschung
5.1 Auswahl der Untersuchungsgruppe
5.2 Auswahl der Erhebungsinstrumente
5.3 Ablauf der empirischen Untersuchung
5.3.1 Allgemeine Rahmenbedingungen der Untersuchung
5.3.2 Vorbereitungen und Feldzugang
5.3.3 Durchführung der Datenerhebung
5.4 Verwendete Auswertungsverfahren
5.5 Reflexion der Feldforschung
6 Darstellung der Ergebnisse
6.1 Die Besucher der Internetcafés
6.2 Bevorzugte Internetangebote
6.3 Interessen der Internetnutzer
6.4 Einstellungen der Befragten gegenüber dem Internet
6.5 Rückschlüsse aus Gesprächen und Beobachtungen
7 Diskussion der Ergebnisse
7.1 Die Besucher der Internetcafés
7.2 Bevorzugte Internetangebote
7.3 Interessen der Internetnutzer
7.4 Einstellungen der Befragten gegenüber dem Internet
8 IKT: Fluch oder Segen für ländliche Gemeinden Perus
Die Arbeit untersucht, ob Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in der Entwicklungszusammenarbeit ein wirksames Instrument zur Armutsbekämpfung darstellen oder lediglich bestehende soziale Ungleichheiten verschärfen. Am Beispiel des Projekts "Banda Ancha Rural" (BAR) in ländlichen Regionen Perus wird analysiert, wie die Zielgruppe IKT nutzt und welche Inhalte für sie relevant sind, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.
3.1.2 Die Informationsgesellschaft
Die Idee der Informationsgesellschaft lässt sich auf Herbert Marshall McLuhan zurückführen. In Bezug auf die technische Errungenschaft seiner Zeit, das Fernsehen, zeichnete Marshall McLuhan das Bild von einem elektronisch geschaffenen globalen Dorf und prognostizierte die Auflösung von Raum und Zeit, von Arbeit und Freizeit im elektronischen Zeitalter (vgl. Marshall McLuhan 1962).
Wenn von der Informationsgesellschaft gesprochen wird, ist damit häufig eine umfassende Anbindung und Vernetzung der Gesellschaft (Schulen, Universitäten, Bibliotheken) über das Internet gemeint, wie zum Beispiel in der Initiative des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder „Schulen ans Netz“ (vgl. Int. 10).
Wichtigstes Merkmal der Informationsgesellschaft ist die zunehmende Verfügbarkeit und Notwendigkeit von Information für das alltägliche Leben. „Informationen werden als Produktionsfaktor und Konsumgut, als Kontroll-, Herrschafts- und Steuerungsmittel bedeutsamer.“ (Bühl 1997, S.39) Erst IKT ermöglichen eine hohe Verfügbarkeit von Informationen und lassen sie zu einem bedeutenden Teil der Gesellschaft werden. IKT sind demnach die Voraussetzung für das Entstehen der Informationsgesellschaft. „Durch die Merkmale wie Mutlifunktionalität, Vernetzung, Diffusionsgeschwindigkeit und Diffusionsbreite prägen die IKT maßgeblich die technologische Infrastruktur und bilden somit die Konturen der Informationsgesellschaft.“ (Zillien 2006, S.9)
1 Die wachsende Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Entwicklungszusammenarbeit: Das Kapitel führt in die Thematik ein, erläutert die Motivation des Autors und definiert die zentrale Forschungsfrage nach dem Nutzen von IKT zur Armutsbekämpfung.
2 Erklärung verwendeter Begriffe: Hier werden grundlegende Termini wie IKT, nachhaltige Entwicklung und ländliche Entwicklung für den Kontext der Arbeit definiert.
3 IKT in der Entwicklungszusammenarbeit: Dieses Kapitel erörtert theoretische Grundlagen zu Informations- und Wissensgesellschaft, thematisiert soziale Ungleichheit und Digital Divide, und stellt Kriterien für erfolgreiche Projekte sowie deren Einsatzbereiche vor.
4 Fallbeispiel: Der Einsatz von IKT in Peru: Hier wird der geografische und soziale Kontext Perus sowie das spezifische Projekt "Banda Ancha Rural" (BAR) vorgestellt.
5 Auswahl der Methoden und Umsetzung der Forschung: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Auswahl der Stichprobe, die Erhebungsinstrumente und die Durchführung der empirischen Datenerhebung vor Ort.
6 Darstellung der Ergebnisse: Hier werden die durch Umfragen und Beobachtungen gewonnenen Daten zu den Besuchern, deren Nutzungsgewohnheiten, Interessen und Einstellungen präsentiert.
7 Diskussion der Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse werden kritisch mit den theoretischen Ansätzen aus Kapitel 3 verknüpft und bewertet.
8 IKT: Fluch oder Segen für ländliche Gemeinden Perus: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, unter welchen Bedingungen IKT tatsächlich als Segen für die betroffenen Gemeinden wirken können.
IKT, Entwicklungszusammenarbeit, Digital Divide, Informationsgesellschaft, Wissensgesellschaft, ländliche Entwicklung, Peru, Banda Ancha Rural, soziale Ungleichheit, Medienkompetenz, Internetnutzung, Armutsbekämpfung, E-Learning, Empowerment, Projektmanagement.
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) als Instrument in der Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere in ländlichen Regionen Perus.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Informations- und Wissensgesellschaft, dem Konzept der digitalen Spaltung (Digital Divide) sowie der praktischen Umsetzung von IT-Infrastrukturprojekten.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob IKT in der Entwicklungszusammenarbeit in Peru eher als "Fluch" oder als "Segen" für die ländliche Bevölkerung zu bewerten sind.
Es wurde eine empirische Untersuchung mittels Fragebögen in 25 verschiedenen Internetcafés des Projekts "Banda Ancha Rural" durchgeführt, ergänzt durch Beobachtungen und Gespräche vor Ort.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse von IKT-Bedingungen und eine detaillierte Auswertung des spezifischen Fallbeispiels in Peru hinsichtlich Nutzerverhalten und Interessen.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung soziologischer Theorien zur Informationsgesellschaft mit der praktischen Realität der Entwicklungszusammenarbeit im peruanischen Dschungel und Hochland aus.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die reine Bereitstellung von Technik nicht ausreicht; ohne die Kompetenz, Informationen kritisch zu suchen, auszuwählen und anzuwenden, bleibt der Nutzen von IKT stark begrenzt.
Ein IKT-Projekt ist nur dann nachhaltig, wenn es die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung ernst nimmt, über die reine Technik hinausgeht und reale Anreize für Bildung und Wissenszuwachs schafft.
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