Diplomarbeit, 2002
141 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau und Vorgehensweise der Arbeit
2. Theorie der Prozesskostenrechnung
2.1 Entstehung und Begriff der Prozesskostenrechnung
2.2 Ziele und Aufgaben
2.3 Definition und Abgrenzung der Grundbegriffe
2.3.1 Notwendigkeit und Definition von Prozessen
2.3.2 Tätigkeit, Teilprozess und Hauptprozess
2.3.3 Erläuterung der Zusammenhänge
2.4 Methodik der Prozesskostenrechnung
2.4.1 Aufbau und Ablauf einer Prozesskostenrechnung
2.4.1.1 Tätigkeitsanalyse zur Identifizierung von Teil- und Hauptprozessen
2.4.1.2 Bestimmung geeigneter Kostentreiber
2.4.1.2.1 Begriffsklärung der Kostentreiber
2.4.1.2.2 Anforderungen an die Kostentreiber
2.4.1.2.3 Kostentreiberbestimmende Faktoren
2.4.1.3 Festlegung von Prozessmengen
2.4.1.4 Planung und Zuordnung der relevanten Kosten auf die Prozessstellen und Teilprozesse
2.4.1.4.1 Planung der Prozesskosten
2.4.1.4.2 Bestimmung der Prozesskostensätze
2.4.1.5 Ermittlung der Hauptprozesskostensätze
2.4.2 Strategische Vorteile der Prozesskotenrechnung
2.5 Kritische Würdigung der Prozesskostenrechnung
2.5.1 Die Prozesskostenrechnung zwischen theoretischem Anspruch und praktischem Einsatz
2.5.2 Kritik und Erfolge am Konzept der Prozesskostenrechnung
2.5.2.1 Bewertung der Prozesskostenrechnung als Kalkulationsinstrument
2.5.2.2 Kalkulationseffekte: Allokations-, Degressions- und
2.5.2.3 Komplexitätseffekt
2.5.2.4 Gemeinkostenmanagement
2.5.2.5 Argumente gegen die Prozesskostenrechnung
3. Prozessanalyse in der Rettungsstelle
3.1 Vorstellung des Krankenhauses
3.1.1 Geschichtlicher Verlauf
3.1.2 Strukturdaten
3.1.2.1 Unfall- Schwerpunkt- Krankenhaus
3.1.2.2 Departmentstruktur
3.1.2.3 Fakten, Planung und Strategie
3.1.2.4 Moderne Managementstruktur
3.1.2.5 Patientenzufriedenheitsanalyse im Krankenhaus im Friedrichshain
3.1.2.6 Budget, Personal, Fallzahlen und Verweildauer
3.2 Darstellung der Rettungsstelle
3.2.1 Aufbau- und Ablauforganisation
3.2.2 Räumliche und technische Ausstattung
3.2.3 Personal
3.2.4 Dokumentation in der Rettungsstelle
3.3 Darstellung der Prozessanalyse und Erarbeitung der Kostenmodule
3.3.1 Vorgehensweise der Untersuchung
3.3.1.1 Zeitmeßstudie
3.3.1.2 Mündliche Befragung
3.3.1.3 Beobachtungen
3.3.1.4 Multimomentaufnahme
3.3.1.5 Methodik der Auswertung
3.3.2 Das bisher verwendete Kostenrechnungssystem und seine Aussagefähigkeit
3.3.3 Darstellung des Hauptprozesses eines gehfähigen Patienten
3.3.3.1 Horizontale Prozessgliederung
3.3.3.2 Ist-Situation
3.3.3.3 Teilprozess „selbständige Ankunft des Patienten“
3.3.3.3.1 Prozess „Ankunft im Krankenhaus“
3.3.3.3.2 Prozess „Gang zur Rezeption“
3.3.3.4 Teilprozess „Patientenaufnahme“
3.3.3.4.1 Prozess “Aufnahmeformular bearbeiten“
3.3.3.4.2 Prozess „Wartezeit des Patienten“
3.3.3.4.3 Prozess „Patientenaufruf“
3.3.3.5 Teilprozess „Patient betreuen, behandeln“
3.3.3.5.1 Prozess „Befragung des Patienten“
3.3.3.5.2 Prozess „Körperliche Untersuchung des Patienten“
3.3.3.5.3 Prozess „Diagnostische Maßnahmen“
3.3.3.5.4 Prozess „Aufklärung über Diagnose, Therapie, Einweisung usw.“
3.3.3.6 Teilprozess „Verteilung des Patienten“
3.3.3.6.1 Prozess „Aufnahme auf der Station“
3.3.3.6.2 Prozess „Entlassung des Patienten nach Hause“
3.3.4 Darstellung des Hauptprozesses eines Notfallpatienten
3.3.4.1 Ist-Situation
3.3.4.2 Teilprozess „Ankunft des Patienten mit dem Rettungswagen“
3.3.4.2.1 Prozess „Ankunft im KH“
3.3.4.3 Teilprozess „Patient aufnehmen“
3.3.4.3.1 Prozess „Aufnahmeformular bearbeiten“
3.3.4.4 Teilprozess „Patient betreuen, behandeln“
3.3.4.4.1 Prozess „Befragung des Patienten“
3.3.4.4.2 Prozess „ Körperliche Untersuchung des Patienten“
3.3.4.4.3 Prozess „Diagnostische Maßnahmen“
3.3.4.4.4 Prozess „Aufklärung über Diagnose, Therapie usw.“
3.3.4.5 Teilprozess „Verteilung des Patienten“
3.3.4.5.1 Prozess „Aufnahme auf der Station“
3.3.4.5.2 Prozess „Entlassung des Patienten nach Hause“
4. Kritische Würdigung und Entwicklung einer Soll-Konzeption
5. Ausblick
Die Arbeit untersucht die Einsatzfähigkeit und den potenziellen Nutzen einer Prozesskostenrechnung in der Rettungsstelle eines Krankenhauses, um Transparenz in den Arbeitsabläufen zu schaffen und Möglichkeiten zur Kostensenkung bei gleichbleibender Versorgungsqualität zu identifizieren.
3.3.3.1 Bildung von Hypothesen über Hauptprozesse
Diese Zweckbestimmung gilt für den im folgenden zu betrachtenden Notfallversorgungsprozess. Der erste aktive Schritt zur Erstellung der Prozesskostenrechnung besteht in der Bildung von Hypothesen über Hauptrotzesse und Cost Driver. Denn nur mit einer ungefähren Vorstellung über die Hauptprozesse ist eine sinnvolle zielorientierte Teilprozesserhebung möglich.
Ausgangspunkt für die Hypothesen über die Hauptprozesse im Krankenhaus ist der Ablauf einer Krankenhausbehandlung. Abbildung 17 stellt den Ablauf einer Krankenhausbehandlung aus der Sicht der beteiligten Arbeitsbereiche dar. Durch diese visuelle Darstellung von Arbeitsabläufen, ist eine vollständige Vorstellung aller Tätigkeiten im Krankenhaus möglich.
1. Einleitung: Diese Einleitung definiert die Problemstellung der unzureichenden Kostensteuerung und beschreibt das Ziel der Untersuchung zur Implementierung einer Prozesskostenrechnung.
2. Theorie der Prozesskostenrechnung: Das Kapitel vermittelt die theoretischen Grundlagen, Ziele und Aufgaben der Prozesskostenrechnung sowie ihre methodische Vorgehensweise und kritische Beurteilung.
3. Prozessanalyse in der Rettungsstelle: Hier wird der Untersuchungsgegenstand, das Krankenhaus im Friedrichshain, detailliert vorgestellt und eine tiefgehende Analyse der Arbeitsabläufe in der Rettungsstelle durchgeführt.
4. Kritische Würdigung und Entwicklung einer Soll-Konzeption: Basierend auf den Analyseergebnissen werden konkrete Verbesserungsvorschläge und ein Konzept für eine optimierte Prozessgestaltung abgeleitet.
5. Ausblick: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung von Beteiligung und Transparenz bei der Implementierung von Prozesskostenrechnungsansätzen.
Prozesskostenrechnung, Rettungsstelle, Krankenhaus, Prozessmanagement, Kostenstellen, Leistungsanalyse, Patientenaufnahme, Kostentreiber, Prozessanalyse, Notfallversorgung, Gemeinkostenmanagement, Soll-Konzeption, Tätigkeitsanalyse, Krankenhausmanagement, Wirtschaftlichkeit.
Die Diplomarbeit widmet sich der Untersuchung, ob und in welchem Umfang eine Prozesskostenrechnung erfolgreich in der Rettungsstelle eines Krankenhauses eingeführt werden kann.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung der Prozesskostenrechnung, die operative Prozessanalyse vor Ort sowie die ökonomische Bewertung und Optimierung von Abläufen in einer Notaufnahme.
Ziel ist es, die bestehenden Prozesse transparenter zu machen und Kostensenkungspotenziale zu identifizieren, ohne dabei die Versorgungsqualität zu beeinträchtigen.
Die Arbeit basiert auf einer Tätigkeitsanalyse, ergänzt durch Zeitmessstudien, Beobachtungen und mündliche Befragungen des Personals, um den Ist-Zustand quantifizierbar zu machen.
Im Hauptteil werden neben der Theorie der Prozesskostenrechnung insbesondere die Ist-Situation und die Prozessabläufe der Rettungsstelle (unterteilt in Patienten mit unterschiedlichen Dringlichkeitsstufen) detailliert analysiert.
Wichtige Schlagworte sind Prozesskostenrechnung, Rettungsstelle, Tätigkeitsanalyse, Notfallversorgung, Gemeinkosten und Prozessoptimierung.
Die Autorin schlägt ein Notfall-Farbcode-System (Rot, Gelb, Grün, Weiß) vor, um Dringlichkeit und Priorisierung bei der Patientenaufnahme objektiv zu steuern.
Die Personalkosten werden durch eine exakte Berechnung von Minutenwerten auf Basis der Jahresdurchschnittskosten des medizinischen und pflegerischen Personals unter Berücksichtigung von Ausfallquoten und Arbeitstagen kalkuliert.
Die Einführung der Prozesskostenrechnung wird als grundsätzlich möglich und wertvoll für Transparenz und Planung bewertet, wobei jedoch auf den hohen Zeit- und Kostenaufwand während der Umstellungsphase hingewiesen wird.
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