Diplomarbeit, 2009
84 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Der Luftverkehrsmarkt
2.1 Die Entwicklung des Luftverkehrmarktes
2.2 Volkswirtschaftliche Bedeutung des Luftverkehrs
2.3 Die Veränderungen der rechtlich-politischen Rahmenbedingungen
3 Unternehmensverbindungen im Luftverkehr
3.1 Ziele und Motivation einer Unternehmensverbindung
3.2 Formen der Unternehmensverbindung im Luftverkehr
3.2.1 Alleingang
3.2.2 Akquisition und Fusion
3.2.3 Airlinespezifische Kooperationen
3.2.4 Strategische Allianzen
4 Strategische Allianzen im Luftverkehr
4.1 Ziele strategischer Airline-Allianzen
4.1.1 Absatzmarktgerichtete Ziele
4.1.2 Unternehmensgerichtete Ziele
4.1.3 Maßnahmen zur Zielerreichung
4.2 Arten strategischer Airline-Allianzen
4.3 Gründung und Ausbau strategischer Airline-Allianzen
4.3.1 Strategische Zieldefinition
4.3.2 Partnerevaluierung
4.3.3 Kooperationsvertrag
4.3.4 Integrationsvorbereitung
4.3.5 Inbetriebnahme
4.4 Organisationsstruktur strategischer Allianzen
4.5 Nutzenbetrachtung strategischer Allianzen
4.5.1 Vor- und Nachteile aus Sicht der beteiligten Unternehmen
4.5.2 Vor- und Nachteile aus Sicht der Kunden
5 Strategische Allianz – Star Alliance
5.1 Geschichte und Entwicklung
5.2 Zielsetzungen
5.3 Einordnung im Luftverkehrsmarkt
5.4 Aufbau und Organisation der Star Alliance GmbH
5.5 SWOT- Analyse der Star Alliance
6 Schlussbetrachtung
6.1 Beurteilung und Bewertung der Star Alliance
6.2 Bewertung und Einschätzung der zukünftigen Entwicklung strategischer Allianzen
Die Arbeit analysiert die zunehmende Bedeutung strategischer Allianzen in der globalen Luftverkehrsbranche. Ziel ist es, am Beispiel der „Star Alliance“ aufzuzeigen, wie Fluggesellschaften durch Kooperationen Wettbewerbsvorteile erzielen, Synergien nutzen und auf die steigende Marktdynamik sowie Liberalisierung reagieren können.
3.2.1 Alleingang
Mit der strategischen Wahl des Alleingangs entscheidet sich ein Unternehmen für die autonome Realisierung seiner Geschäftsziele und genießt dabei die größtmögliche wirtschaftliche Unabhängigkeit. Die Marktposition soll durch internes Wachstum gefestigt oder ausgebaut werden, ohne dabei auf externe Synergien zurückzugreifen. Unternehmen, die im relevanten Markt agieren und nach gleichen oder ähnlichen Zielen streben, werden als unmittelbare Konkurrenz betrachtet. Die Strategie des Alleingangs ist daher gerade in hart umkämpften Märkten wie dem Luftverkehrsmarkt eine gut zu überlegende und risikoreiche Entscheidung.
Neben dem hohen Expansionsdruck ist die Luftverkehrsbranche von einer äußerst hohen Nachfrageelastizität bei gleichzeitig unelastischem Angebot abhängig. Dies wiederum führt nicht selten zu drastischen Umsatzeinbrüchen und Verlusten in Zeiten von wirtschaftlicher Rezession oder politisch-ökonomischen Sondersituationen wie den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001.
Luftverkehrsgesellschaften, die sich für einen strategischen Alleingang entscheiden, leiden nicht selten unter einer schwachen Marktposition, einem Mangel an finanziellen Mitteln um die hohen Fixkosten zu decken, sowie mangelndem Know-how um sich gegenüber ihren Wettbewerbern zu behaupten. Dies führt letztendlich dazu, dass unprofitable Fluggesellschaften ihre Strategiewahl ändern und zur langfristigen Existenzsicherung Unternehmensverbindungen mit ihren Wettbewerbern eingehen. Ein Beispiel hierfür sind die derzeitigen Übernahmeverhandlungen der Austrian Airlines AG (AUA) mit der Deutsche Lufthansa AG. Nachdem die AUA im vergangenen Jahr einen Verlust von über 400 Millionen Euro erlitten hatte, war die Deutsche Lufthansa AG die einzige Airline, die ein bindendes Angebot für die Übernahme abgegeben hatte. Vollzogen wurde der Kauf bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht, da die kartellrechtliche Prüfung des Konsolidierungsbestrebens noch nicht abgeschlossen ist.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Wettbewerbsdruck Fluggesellschaften zunehmend zu Allianzen zwingt, und skizziert die Vorgehensweise der Arbeit anhand des Beispiels Star Alliance.
2 Der Luftverkehrsmarkt: Dieses Kapitel erläutert die rasante Entwicklung und volkswirtschaftliche Relevanz des Luftverkehrs sowie die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen und Deregulierungsprozesse.
3 Unternehmensverbindungen im Luftverkehr: Hier werden die Ziele, Motive und verschiedenen Kooperationsformen sowie Konzentrationen im Luftverkehr detailliert analysiert.
4 Strategische Allianzen im Luftverkehr: Dieses zentrale Kapitel beschreibt die Ziele, Arten, den Gründungsprozess und die Organisationsstrukturen strategischer Allianzen und bewertet deren Vor- und Nachteile.
5 Strategische Allianz – Star Alliance: Das Kapitel bietet eine tiefgehende Analyse der Star Alliance, von ihrer Geschichte über die Zielsetzungen bis hin zur SWOT-Analyse der Organisation.
6 Schlussbetrachtung: Abschließend wird die Star Alliance bewertet und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Konsolidierung strategischer Allianzen in einem globalen Markt gegeben.
Luftverkehrsmarkt, Strategische Allianzen, Star Alliance, Airline-Kooperationen, Code-Sharing, Hub and Spoke-System, Wettbewerbsvorteile, Synergieeffekte, Globalisierung, Luftfahrtindustrie, Unternehmensverbindungen, Marktanteile, Konsolidierung, Deregulierung, Wettbewerbsstrategie
Die Arbeit behandelt die strategische Bedeutung von Allianzen innerhalb der globalen Luftverkehrsbranche unter besonderer Berücksichtigung der Star Alliance.
Das Spektrum reicht von den Grundlagen des Luftverkehrsmarktes über die verschiedenen Formen von Unternehmensverbindungen bis hin zum detaillierten Aufbau und Management von Airline-Allianzen.
Ziel ist es, die Beweggründe für strategische Allianzen aufzuzeigen und zu analysieren, wie Fluggesellschaften durch diese Kooperationen ihre Wettbewerbsposition im globalen Marktumfeld sichern.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse sowie die Auswertung aktueller elektronischer Publikationen und Presseberichte, ergänzt durch eine praktische Analyse der Star Alliance.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Darstellung der Ziele, der Gründungsprozesse, der Organisationsstrukturen (Inhouse vs. externe Einheit) und der Nutzen-Risiko-Bewertung von Allianzen.
Wichtige Schlagworte sind Star Alliance, Code-Sharing, globale Netzwerke, Synergieeffekte, Luftverkehrsmarkt und Wettbewerbsstrategien.
Während die Inhouse-Lösung auf Experten aus den Mutterunternehmen setzt, erfordert die externe Managementeinheit ein eigenständiges Joint-Venture mit dediziertem Personal für eine effizientere Steuerung.
Es ermöglicht die Bündelung von Verkehrsströmen an zentralen Drehkreuzen, was eine Vielzahl neuer Flugverbindungen bei gleicher Kapazität schafft und die Auslastung optimiert.
Sie erlaubt es Allianzpartnern, Preis- und Kapazitätsabsprachen zu treffen, die ansonsten kartellrechtlich als Wettbewerbsverzerrung untersagt wären.
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