Bachelorarbeit, 2023
31 Seiten, Note: 2,0
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
A. Der ontologische Gottesbeweis (Anselm)
I. „aliquid“
II. Wahrheitsgehalt im Verstand
III. Der Beweis auf Grundlage neuplatonischen Denkens
IV. Der biblische Gott
V. Varianten des Beweises
1. Descartes
a) Erkenntnisgewinne
b) Gott als notwendiges Wesen
2. Leibniz
a) Prinzip des Widerspruchs
b) Gott als perfektes Wesen ist notwendig
VI. Gott als absolute Reflexion
B. Kritische Rezeption bei Immanuel Kant
I. Die Kritik
1. Existenz als Prädikat
2. Existenz als Wahrnehmungsbegriff
3. Menschliche Vernunft
II. Sein und Existenz bei Kant
III. Diskussion
1. Existenzurteile sind nicht analytisch
2. Existenz ist kein Prädikat
3. Gott als allumfassende Totalität
C. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den ontologischen Gottesbeweis und die Möglichkeiten sowie Grenzen einer rationalen Begründung der Existenz Gottes mit besonderem Fokus auf die kritische Auseinandersetzung durch Immanuel Kant.
B. Kritische Rezeption bei Immanuel Kant
Wir haben in der erweiterten Analyse des Anselmschen Arguments gesehen, dass es einen essentiellen Unterschied zwischen ‚Existenz‘ und ‚Sein‘ gibt. Ziel ist es nun, eine Dimension zu finden, in welcher die Gottesfrage adäquat situiert werden kann. Dies soll nun an der berühmten Kritik Immanuel Kants zur Gestalt des ontologischen Gottesbeweises ausgearbeitet werden.
Kant bezieht sich auf das Argument von Descartes. Trotzdem werden auch Bezugnahmen zu Anselm zu finden sein.
I. Die Kritik
Gott wird im ontologischen Gottesbeweis als durch Gipfelung positiver Gehalte notwendig existierendes Wesen identifiziert. Dies ist nur dann logisch zwingend, wenn sich Existenz als ein begriffliches Implikat im Gottesbegriff darstellt. Nachdem ontologischen Beweis ist das der Fall, da die Existenz als Vollkommenheit ein notwendiges Implikat des Gottesbegriffs als Inbegriff aller Vollkommenheit ist.
A. Der ontologische Gottesbeweis (Anselm): Das Kapitel führt Anselms Definition von Gott als das Größte Denkbare ein und erläutert seinen indirekten Beweis für dessen notwendige Existenz.
B. Kritische Rezeption bei Immanuel Kant: Dieser Teil dekonstruiert den ontologischen Beweis, indem er Existenz nicht als reales Prädikat, sondern als bloßen Erfahrungsbegriff neu bewertet.
C. Fazit: Das Kapitel reflektiert, dass der ontologische Beweis zwar die Grenzen der rationalen Metaphysik aufzeigt, jedoch als philosophischer Gedanke für die Suche nach Gott unentbehrlich bleibt.
Ontologischer Gottesbeweis, Existenz, Gott, Anselm von Canterbury, Immanuel Kant, René Descartes, Gottfried Wilhelm Leibniz, Vollkommenheit, Sein, Wahrnehmungsbegriff, Metaphysik, Notwendiges Wesen, Vernunft, Analytische Urteile, Totalität.
Die Arbeit befasst sich mit dem berühmten ontologischen Gottesbeweis, der versucht, die Existenz Gottes allein durch Denken und logische Ableitung zu begründen.
Die Themen umfassen die Geschichte des ontologischen Arguments, die philosophischen Gottesbegriffe sowie die systematische Kritik durch Immanuel Kant.
Ziel ist es, die Beweiskraft des ontologischen Arguments kritisch zu prüfen und den wesentlichen Unterschied zwischen den Begriffen „Existenz“ und „Sein“ herauszuarbeiten.
Die Autorin verwendet eine hermeneutische Methodik zur Analyse und Interpretation der philosophischen Primärtexte.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des klassischen Arguments (Anselm) und dessen Modifikation (Descartes, Leibniz) sowie in die anschließende kritische Dekonstruktion dieser Argumente durch Immanuel Kant.
Wichtige Begriffe sind insbesondere der ontologische Gottesbeweis, die Differenz zwischen Sein und Existenz, das Prädikatsproblem bei Kant und die Idee Gottes als Totalität.
Für Kant ist Existenz keine Eigenschaft, die einem Ding etwas inhaltlich hinzufügt, sondern lediglich die empirische Bedingung dafür, dass ein Ding existiert.
Die Autorin schließt bei Kant, dass Gott nicht als ein einzelnes Objekt in der Welt, sondern als notwendige Voraussetzung aller Objektivität und als „allumfassende Totalität“ gedacht werden sollte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

