Bachelorarbeit, 2021
69 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Stress im Studium
2.1.1 Stress
2.1.2 Stress im Studium
2.2 Achtsamkeit
2.2.1 Das Konzept der Achtsamkeit
2.2.2 Achtsamkeit und Stress
2.3 Selbstmitgefühl
2.3.1 Das Konzept des Selbstmitgefühls
2.3.2 Aktueller Forschungsstand
2.4 Die Rolle des Geschlechts
3 Hypothesen
3.1 Hypothese 1
3.2 Hypothese 2
3.3 Hypothese 3
4 Methode
4.1 Studiendesign
4.2 Stichprobe
4.3 Durchführung der empirischen Studie
4.4 Messinstrumente
4.4.1 Soziodemografische Fragen
4.4.2 Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit (FFA)
4.4.3 Self-Compassion Scale (SCS)
4.4.4 Aufmerksamkeitsfrage
4.4.5 Perceived Stress Questionnaire (PSQ)
4.4.6 Subjektiv wahrgenommene Leistung
5 Statistische Analyse
5.1 Deskriptive Methoden
5.2 Hypothesenprüfende Verfahren
5.2.1 Hypothese 1
5.2.2 Hypothese 2
5.2.3 Hypothese 3
6 Ergebnisse
6.1 Deskriptive Ergebnisse
6.2 Hypothesenprüfende Ergebnisse
6.2.1 Hypothese 1
6.2.2 Hypothese 2
6.2.3 Hypothese 3
6.3 Explorative Ergebnisse
7 Diskussion
7.1 Diskussion der deskriptiven Ergebnisse
7.2 Diskussion der hypothesenprüfenden Ergebnisse
7.2.1 Hypothese 1
7.2.2 Hypothese 2
7.2.3 Hypothese 3
7.3 Diskussion der explorativen Ergebnisse
7.4 Methodendiskussion
8 Fazit und Ausblick
Das Ziel der Arbeit ist es, das Stresserleben von Studierenden genauer zu untersuchen und zu erforschen, ob die psychologischen Konstrukte Achtsamkeit und Selbstmitgefühl als protektive Faktoren wirken können, um negative Auswirkungen von Stress im Studienalltag zu reduzieren.
2.1.1 Stress
Ursprünglich stammt der Begriff „Stress“ aus dem Lateinischen und wurde von „stringere“ abgeleitet, was übersetzt so viel wie „verengen“ bedeutet (Wippert, 2009). Im Duden wird das Wort „Stress“ als eine „erhöhte Beanspruchung“ beziehungsweise als eine „Belastung physischer oder psychischer Art“ bezeichnet (Dudenredaktion, 2021, o. S.). Trotz dieser eher negativen Konnotationen der zuvor genannten Definitionen, liegt der Stressreaktion ein, aus evolutionärer Sicht, sehr sinnvoller Mechanismus zu Grunde, auf welchen, unter anderem, im Folgenden näher eingegangen wird (Linneweh, Heufelder & Flasnoecker, 2011).
Im Wesentlichen ist Stress ein Prozess, welcher nach dem Modell der Stresstrias von Kaluza (2018) aus drei Teilen besteht. „Den Stressoren, der Stressreaktion und den persönlichen Stressverstärkern“ (Kaluza, 2018, S. 7). Als Stressor werden Anforderungen bezeichnet, deren erfolgreiche Bewältigung als bedeutsam für das Individuum angesehen wird. Diese Stressoren können sowohl endogen als auch exogen, also äußerer oder innerer Natur, sein. Übersteigen diese Anforderungen die eigenen Ressourcen oder wird der Stressor als bedrohlich angesehen, so kommt es zu einer Stressreaktion. In diesen, der Stressreaktion vorangegangenen, emotionalen und kognitiven Bewertungsprozessen der Stressoren und der eigenen Ressourcen liegen die großen individuellen Unterschiede des Stressempfindens und der Stressreaktion begründet, worauf im Laufe dieses Kapitels genauer eingegangen wird (Becker-Carus, 2011). Die Stressreaktion wird als eine unangenehme Veränderung der Befindlichkeit wahrgenommen (Schandry, 2011). Sie wirkt sich sowohl auf den Körper als auch auf die Gedanken und Gefühle einer Person und dessen Verhalten aus.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Themas Stress im Studium und leitet die Forschungsfragen der Arbeit sowie die untersuchten Konstrukte Achtsamkeit und Selbstmitgefühl her.
2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden die zentralen Begriffe Stress, Achtsamkeit und Selbstmitgefühl definiert sowie durch aktuelle wissenschaftliche Forschungserkenntnisse in den Kontext der studentischen Belastung gesetzt.
3 Hypothesen: Basierend auf der Theorie werden drei Hypothesen aufgestellt, die den Zusammenhang zwischen Stress, Achtsamkeit, Selbstmitgefühl und Leistung sowie den Einfluss des Geschlechts thematisieren.
4 Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das quantitative Studiendesign, die angewandte Online-Befragung sowie die verwendeten psychometrischen Messinstrumente zur Datenerhebung.
5 Statistische Analyse: Hier wird das Vorgehen bei der Datenauswertung dargelegt, welches deskriptive Methoden sowie hypothesenprüfende Analyseverfahren umfasst.
6 Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die deskriptiven und inferenzstatistischen Befunde der Untersuchung sowie explorative Erkenntnisse präsentiert.
7 Diskussion: Die Ergebnisse der Arbeit werden hier interpretiert, kritisch diskutiert, in den Forschungsstand eingeordnet und im Hinblick auf Limitationen reflektiert.
8 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und leitet Empfehlungen für zukünftige Forschung sowie für die praktische Stressprävention an Hochschulen ab.
Achtsamkeit, Selbstmitgefühl, Stress, Studium, Stressbewältigung, Bewältigungsstrategien, psychische Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Geschlechterunterschiede, Stressprävention, Stressreaktion, Stressor, Belastung, kognitive Bewertung.
Die Arbeit untersucht, inwiefern Stress bei Studierenden auftritt und ob die beiden psychologischen Konstrukte Achtsamkeit und Selbstmitgefühl dazu beitragen können, diesen Stress und seine negativen Auswirkungen zu reduzieren.
Die zentralen Themenfelder sind akademischer Stress im Studium, die Konzepte der Achtsamkeit (mindfulness) und des Selbstmitgefühls (self-compassion) sowie die Rolle geschlechtsspezifischer Unterschiede bei deren Ausprägung.
Das primäre Ziel ist es zu erforschen, ob höhere Werte in Achtsamkeit und Selbstmitgefühl mit niedrigerem Stress im Studium einhergehen und ob somit diese Konstrukte als Schutzfaktoren gegen Stress dienen können.
Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie in Form einer Online-Befragung mittels Fragebögen durchgeführt, an der insgesamt 189 Studierende teilnahmen.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Hintergrund zu Stress und Stresstheorien (nach Lazarus & Folkman), die detaillierte Darstellung der Konstrukte Achtsamkeit und Selbstmitgefühl, die Erläuterung der methodischen Vorgehensweise sowie die statistische Auswertung und Diskussion der gewonnenen empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich primär durch die Schlagwörter Achtsamkeit, Selbstmitgefühl, Stress, Studium, Stressbewältigung und psychische Gesundheit charakterisieren.
Die Arbeit untersucht die geschlechtsspezifischen Unterschiede, da frühere Studien darauf hindeuteten, dass Frauen in verschiedenen Bereichen der Achtsamkeit und Stressbewältigung andere Strategien oder Ausprägungen zeigen könnten als Männer.
Hypothese 1 konnte bestätigt werden: Es zeigte sich ein signifikanter negativer Zusammenhang, was bedeutet, dass höhere Werte in Achtsamkeit und Selbstmitgefühl mit niedrigeren Stresswerten im Studium einhergehen.
Die Arbeit empfiehlt, basierend auf den Ergebnissen, Achtsamkeitstraining und Programme zur Förderung von Selbstmitgefühl in das universitäre Angebot zu integrieren, um Studierende bei der Stressbewältigung nachhaltig zu unterstützen.
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