Diplomarbeit, 2008
135 Seiten, Note: 1,7
1 Integrationsprobleme in kommunalen Kontexten
1.1 Chancenungleichheit im Bildungssystem
1.1.1 Der Elementarbereich als erste bildungspolitische Einrichtung
1.1.2 Bildungsbenachteiligungen in der Schule
1.2 Jugendhilfe und außerschulische Jugendarbeit mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund
1.3 Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation für Migranten
1.4 Kultur und Religion: Leben in einer mehrkulturellen und mehrreligiösen Gesellschaft
2 Situationsanalyse auf der Basis von Interviews und Dokumenten
2.1 Methodik der Untersuchung
2.1.1 Ausgangspunkt der Untersuchung
2.1.2 Datenanalyse auf der Basis von Interviews
2.1.2.1 Auswahl der Methoden zur Datenerhebung
2.1.2.2 Ablauf der empirischen Untersuchung
2.1.3 Datenanalyse auf der Basis von Dokumenten
2.2 Situationsanalyse für die Stadt Neuwied
2.2.1 Elementarbereich
2.2.2 Schule
2.2.3 Auftretende Gewaltproblematik
2.2.4 Jugendhilfe und außerschulische Jugendarbeit
2.2.5 Ausbildungs- und Arbeitsmarkt
2.2.6 Interreligiöser Dialog
2.2.7 Senioren mit Migrationshintergrund
3 Perspektiven für ein Integrationskonzept der Stadt Neuwied
3.1 Perspektiven für den Elementarbereich
3.2 Perspektiven für den schulischen Bereich
3.3 Perspektiven zur Gewaltprävention
3.4 Perspektiven für die Jugendhilfe und die außerschulische Jugendarbeit
3.5 Perspektiven für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt
3.6 Perspektiven für den interreligiösen Dialog
3.7 Perspektiven für Senioren mit Migrationshintergrund
3.8 Perspektiven für sozialraumbezogene Projekte
3.9 Zukünftige Aufgaben für die Kommune
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ausgehend von allgemeinen Integrationsproblemen in kommunalen Kontexten, die spezifische Situation von Migranten in der Stadt Neuwied zu analysieren, um daraus konkrete Handlungsperspektiven für ein lokales Integrationskonzept zu entwickeln, die bestehende Benachteiligungen abbauen und ein gelungenes Miteinander fördern sollen.
1.1.1 Der Elementarbereich als erste bildungspolitische Einrichtung
Unter Elementarbereich versteht man sämtliche vorschulische Einrichtungen für Kinder. Dazu gehören beispielsweise Kinderkrippen für unter Dreijährige, Kindergärten und Kindertagesstätten.
Das Kindergartenwesen ist in Deutschland dem Jugendamt zugeordnet, das heißt es ist nicht an das Bildungswesen, also an den schulischen Bereich angegliedert. Diese politische Aussage prägt die Zielsetzung und Funktion der Kindertagesstätten.
Erst durch die Veröffentlichung der PISA- und IGLU-Ergebnisse ist der Elementarbereich in die gesellschaftliche Diskussion, als erste Stufe des deutschen Bildungswesens, gerückt. Die Bildungsbenachteiligung von Migrantenkindern sowie deren Folgen sind im Zusammenhang mit dem allgemeinen Geburtenrückgang in Deutschland, zur bildungspolitischen Debatte geworden. Das daraus entstandene öffentliche Interesse reicht bis in die regionalen und kommunalen Bildungseinrichtungen (vgl. Ueffing 2007, 17ff).
Im Folgenden wird vor allem die sprachliche Situation von Kindern mit Migrationshintergrund beleuchtet, da diese entscheidend für deren schulische Entwicklung ist.
Der Kindergartenbesuch stellt für alle Kinder eine große Herausforderung dar. Es ist für sie zum einen die erste Erfahrung mit einer fremden, öffentlichen Einrichtung und zum anderen werden sie meist zum ersten Mal von ihren wichtigsten Bezugspersonen getrennt (vgl. Wagner 2006, 213). Kinder wachsen in sehr unterschiedlichen Lebenswelten auf. In den vorschulischen Einrichtungen herrschen häufig andere Regeln und Verhaltensweisen, als die, die sie zu Hause kennengelernt haben. Manche Kinder sind dadurch verwirrt und verängstigt (vgl. Militzer 2002, 82).
1 Integrationsprobleme in kommunalen Kontexten: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Integrationsprobleme in den Bereichen Bildung, Jugendhilfe, Arbeitsmarkt sowie Kultur und Religion, wobei der Fokus auf den Herausforderungen für Migranten liegt.
2 Situationsanalyse auf der Basis von Interviews und Dokumenten: Hier wird das methodische Vorgehen der Untersuchung erläutert und anschließend die aktuelle Situation von Migranten in der Stadt Neuwied anhand der verschiedenen Handlungsfelder detailliert analysiert.
3 Perspektiven für ein Integrationskonzept der Stadt Neuwied: Auf Basis der Situationsanalyse werden konkrete Handlungsvorschläge und Perspektiven für die Stadt Neuwied entwickelt, um die Integration in den zuvor untersuchten Bereichen zu verbessern.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die aufgezeigten Benachteiligungen und betont die Dringlichkeit, Integration als gesamtstädtische Aufgabe durch ein Integrationskonzept aktiv zu gestalten.
Integration, Migrationshintergrund, Kommune, Neuwied, Bildungssystem, Elementarbereich, Sprachförderung, Jugendhilfe, Arbeitsmarkt, Interreligiöser Dialog, Gewaltprävention, Sozialraum, Cultural Mainstreaming, Migranten, Chancengleichheit.
Die Arbeit untersucht die Integrationsbedingungen von Migranten in Kommunen, wobei die Stadt Neuwied als konkretes Fallbeispiel dient, um Probleme aufzuzeigen und Lösungswege zu skizzieren.
Die zentralen Felder sind der Elementarbereich, der schulische Bereich, die Jugendhilfe, der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie Kultur, Religion und Gewaltprävention.
Das Ziel ist die Erstellung einer wissenschaftlichen Grundlage für ein Integrationskonzept der Stadt Neuwied durch die Identifikation von Benachteiligungen und die Ableitung konkreter Handlungsperspektiven.
Die Arbeit nutzt die qualitative Sozialforschung, insbesondere Experteninterviews mit Akteuren in Neuwied sowie eine Dokumentenanalyse bestehender Integrationskonzepte anderer Kommunen.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Integrationsprobleme beleuchtet, gefolgt von einer empirischen Situationsanalyse für Neuwied, auf deren Basis im dritten Kapitel konkrete Handlungsempfehlungen formuliert werden.
Integration, Migrationshintergrund, Kommune, Neuwied, Bildungssystem, Sprachförderung, Jugendhilfe, Arbeitsmarkt, Interreligiöser Dialog und Cultural Mainstreaming.
Die Religion beeinflusst den Integrationsprozess stark, da sie Identität schafft, aber oft auch ein Feld für Vorurteile und Ausgrenzung bietet, was in der Arbeit ausführlich analysiert wird.
Die Kommune ist der Ort, an dem Integration im Alltag stattfindet; sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen für ein gelungenes Miteinander vor Ort.
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