Masterarbeit, 2022
205 Seiten, Note: 2,3
1. Einführung
1.1 Wissenschaftliche Relevanz und Mehrwert dieser Arbeit, Vorstellung des Themas und der Fragestellung
1.2 Erläuterung des Analyserahmens, sowie der Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2. Einordnung der Arbeit in den Forschungsstand und Literaturübersicht
2.1 Wirtschaftskrisen als exogener Schock? Versuch einer konzeptionellen Annäherung
2.1.1 Diskussion der Bedeutung des Begriffs in der Literatur
2.1.2 Auswirkungen eines exogenen Schocks auf politische Parteien: Organisatorischer oder programmatischer Wandel
2.1.3 Funktion und Einordnung der Wirtschaftskrise im vorliegenden Fall
2.2 Die Corona-Pandemie als Wirtschaftskrise
2.2.1 Historische Einordnung
2.2.2 Auswirkungen auf die Volkswirtschaft(en) in Deutschland und der EU
2.2.3 Vergleich mit bisherigen Wirtschaftskrisen: einzigartig oder vergleichbar mit der Weltfinanzkrise 2008?
2.3 Wahlprogrammanalysen
2.3.1 Funktion von Wahlprogrammen für politische Parteien in Wahlkämpfen
2.3.2 Funktion von Wahlprogrammen aus vergleichend-politikwissenschaftlicher Sicht
2.3.3 Besonderheiten und methodische Herangehensweisen an Wahlprogrammanalysen
3. Fallauswahl
3.1 Auswahl der politischen Parteien
3.2 Auswahl der zu behandelnden Politikfelder
4. Theoretische Grundlagen und Hypothesen
4.1 Politökonomische Denkschulen
4.1.1 Nachfrageorientierte Konjunkturpolitik nach Keynes
4.1.2 Angebotsorientierte Konjunkturpolitik: Monetarismus & Angebotsökonomie
4.2 These: Stabilität, Vergleichbarkeit Corona-Krise gegeben
4.3 Antithese: Policy-Wandel, Vergleichbarkeit Corona-Krise nicht gegeben
4.4 Synthese: Parteiendifferenzen
4.5 Hypothesen
5. Methode: Qualitative Inhaltsanalyse
5.1 Abgrenzung zu methodischen Alternativen, Diskussion analoger quantitativer Methoden
5.2 Qualitative Inhaltsanalyse: Empfohlenes Vorgehen nach Mayring (2015) & Mayring/Fenzl (2019)
5.3 Anwendung des empfohlenen Vorgehens von Mayring (2015) & Mayring/Fenzl (2019) auf das vorliegende Thema und die Fragestellung
6. Analyse und Interpretation der Ergebnisse
6.1 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik in den Wahlprogrammen der CDU/CSU
6.1.1 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik im Wahlprogramm der CDU/CSU zur Bundestagswahl 2017
6.1.2 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik im Wahlprogramm der CDU/CSU zur Bundestagswahl 2021
6.1.3 Fazit für die CDU/CSU
6.2 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik in den Wahlprogrammen der SPD
6.2.1 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik im Wahlprogramm der SPD zur Bundestagswahl 2017
6.2.2 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik im Wahlprogramm der SPD zur Bundestagswahl 2021
6.2.3 Fazit für die SPD
6.3 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik in den Wahlprogrammen der FDP
6.3.1 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik im Wahlprogramm der FDP zur Bundestagswahl 2017
6.3.2 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik im Wahlprogramm der FDP zur Bundestagswahl 2021
6.3.3 Fazit für die FDP
6.4 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik in den Wahlprogrammen von Die Linke
6.4.1 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik im Wahlprogramm von Die Linke zur Bundestagswahl 2017
6.4.2 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik im Wahlprogramm von Die Linke zur Bundestagswahl 2021
6.4.3 Fazit für Die Linke
6.5 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik in den Wahlprogrammen von Bündnis90/Die Grünen
6.5.1 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik im Wahlprogramm von Bündnis90/Die Grünen zur Bundestagswahl 2017
6.5.2 Analyse der Wirtschafts- und Finanzpolitik im Wahlprogramm von Bündnis90/Die Grünen zur Bundestagswahl 2021
6.5.3 Fazit für Bündnis90/Die Grünen
6.6 Falsifizierung der Hypothesen & Fazit der bisherigen Analyse
7. Exkurs: Gewährleistung der intersubjektiven Nachvollziehbarkeit und Sicherstellung der Kausalität der Ergebnisse
7.1 CDU/CSU: Stabilität in der wirtschafts- und finanzpolitischen Ausrichtung im Sinne des Monetarismus und der Angebotsökonomie
7.2 SPD: Wiederentdeckung von Keynes: Bewegung nach links in der wirtschafts- und finanzpolitischen Ausrichtung
7.3 FDP: Stabilität in der wirtschafts- und finanzpolitischen Ausrichtung im Sinne des Monetarismus und der Angebotsökonomie
7.4 Die Linke: Stabilität in der wirtschafts- und finanzpolitischen Ausrichtung im Sinne der Nachfragetheorie
7.5 Bündnis90/Die Grünen: Bewegung nach links in der wirtschafts- und finanzpolitischen Ausrichtung
8. Fazit
Diese Masterarbeit untersucht, wie deutsche politische Parteien auf die durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise reagiert haben. Das primäre Ziel ist es, in einer vergleichenden Analyse der Wahlprogramme zur Bundestagswahl 2017 und 2021 aufzudecken, ob die Parteien ihre wirtschafts- und finanzpolitischen Positionen aufgrund dieses exogenen Schocks signifikant verändert haben oder ob ideologische Pfadabhängigkeiten dominierten.
1.1 Wissenschaftliche Relevanz und Mehrwert dieser Arbeit, Vorstellung des Themas und der Fragestellung
„Furthermore, other exogenous environmental shocks such as droughts or hurricanes (...) are external events whose effects on party behaviour are worthwhile to study. Such studies would provide us with a better and more comprehensive understanding of parties‘ reactions to unanticipated events, either by adapting their policy positions or by changing their emphasis on specific issues (...) in response to an external shock and its consequences“ (Calca/Gross 2019: 561).
Zu dieser Schlussfolgerung kamen die Autoren im Jahr 2019, als hätten sie geahnt, was in den darauffolgenden Jahren passieren würde. Ab dem Jahr 2020 - exakter: seit dem 11.März 2020, an dem der WHO-Generaldirektor den COVID-19-Ausbruch offiziell zu einer Pandemie (SARS-CoV-2 war zu diesem Zeitpunkt in 114 Ländern nachgewiesen), also einer weltweiten Epidemie, erklärte – sieht sich die internationale Gemeinschaft erstmals seit geraumer Zeit einer Pandemie ausgesetzt (WHO-Regionalbüro für Europa 2020; Rengeling 2020: 211). Nur handelt es sich hierbei nicht um eine Dürre, oder einen Hurrikan – wie von Calca/Gross (2019: 561) befürchtet – sondern um einen mitunter tödlichen Virus, der mutmaßlich in Form einer Zoonose vom Tier auf den Menschen übergesprungen ist (Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels 2021; vgl. Müller 2020: 15).
1. Einführung: Vorstellung des Forschungsthemas „Auswirkungen der Coronakrise auf die wirtschafts- und finanzpolitische Ausrichtung der deutschen Parteien“ sowie der wissenschaftlichen Relevanz.
2. Einordnung der Arbeit in den Forschungsstand und Literaturübersicht: Diskussion des Begriffs „exogener Schock“ und theoretische Verortung von Parteireaktionen auf ökonomische Krisen.
3. Fallauswahl: Begründung der Auswahl der untersuchten Parteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke, Bündnis90/Die Grünen) und der politischen Sachbereiche.
4. Theoretische Grundlagen und Hypothesen: Darstellung der ökonomischen Denkschulen (Keynesianismus versus Monetarismus/Angebotsökonomie) und Ableitung spezifischer Hypothesen für die Untersuchung.
5. Methode: Qualitative Inhaltsanalyse: Erläuterung des methodischen Vorgehens nach Mayring zur systematischen Untersuchung der Wahlprogramme.
6. Analyse und Interpretation der Ergebnisse: Detaillierte Untersuchung und Gegenüberstellung der Wahlprogrammpassagen der verschiedenen Parteien im Zeitvergleich.
7. Exkurs: Gewährleistung der intersubjektiven Nachvollziehbarkeit und Sicherstellung der Kausalität der Ergebnisse: Methodische Absicherung der Analyse gegen alternative Erklärungsansätze.
8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der Ergebnisse in den theoretischen Kontext.
Corona-Pandemie, Wirtschaftskrise, Wahlprogramme, Parteienforschung, Konjunkturpolitik, Keynesianismus, Monetarismus, Angebotsökonomie, Qualitative Inhaltsanalyse, Programmatischer Wandel, Bundestagswahl, Finanzpolitik, Krisenmanagement, Parteiendifferenz, Politikwissenschaft
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Parteien in ihren Wahlprogrammen auf die ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie reagiert haben.
Der Fokus liegt auf der Wirtschafts- und Finanzpolitik, insbesondere auf der Haltung zur Schuldenbremse, Steuerpolitik und Staatsausgaben.
Inwiefern hatte die Corona-Wirtschaftskrise Auswirkungen auf die wirtschafts- und finanzpolitische Ausrichtung der deutschen Parteien?
Es wird eine deduktive qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring angewandt, um die Wahlprogramme systematisch auszuwerten.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende Analyse und Interpretation der jeweiligen Parteiprogramme von 2017 und 2021 sowie einen Exkurs zur methodischen Absicherung der Ergebnisse.
Zentrale Begriffe sind Corona-Pandemie, Konjunkturpolitik, Keynesianismus, Parteiendisziplin und programmatischer Wandel.
Die Arbeit fokussiert auf im Bundestag vertretene Parteien in Fraktionsstärke, wobei spezifische methodische oder politische Gründe zur Abgrenzung des Analysefeldes angeführt werden.
Die Arbeit analysiert die Parteipositionen im Spannungsfeld zwischen nachfrageorientierter Politik (Keynes) und angebotsorientierter Politik (Monetarismus/Angebotsökonomie).
Die Ergebnisse differenzieren stark: Während einige Parteien keynesianische Elemente verstärkten, behielten andere (wie die FDP oder CDU/CSU) ihre monetaristischen Grundpfeiler weitgehend bei.
Die Arbeit diskutiert, inwiefern die Corona-Krise als einzigartig wahrgenommen wird und ob der politische Diskurs zu einer Abkehr von bisherigen Paradigmen führte.
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