Bachelorarbeit, 2022
57 Seiten, Note: 1,7
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1.Einleitung
1.1.Definition und Grundlagen der Achtsamkeit
1.2.Anwendungsbereiche und Wirksamkeit von Achtsamkeitsinterventionen
1.3 Funktionsweise von Achtsamkeitsinterventionen
1.4 Affekt und Affektregulation
1.5 Kurze Achtsamkeitsinterventionen
2. Ziel der Studie + Forschungsfrage
2.1 Inhaltliche & statistische Hypothesen
2.2 Inferenzstatistische Analysen
3.Methoden
3.1 Studiendesign
3.2 Stichprobe/Rekrutierung
3.3 Material
3.3.1 Aufbau
3.3.2 Fragebögen
3.3.3 Experimentelle Induktionen
3.3.4 Messung des Achtsamkeitszustandes (State Mindfulness)
3.4 Ablauf
4. Ergebnisse
4.1 Statistisches Vorgehen
4.2 Deskriptive Auswertung
4.2.1 Stichprobe
4.2.2 Power
4.2.3 PANAS-Kennwerte
4.2.4 Ausreißer-Analyse
4.3 Statistische Auswertung
4.3.1 Testung der Voraussetzungen
4.4 Testung der Hypothesen
4.5 Explorative Untersuchungen
5. Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Warum funktionieren kurze Achtsamkeitsinduktionen?
5.3 Explorative Untersuchungen
5.5 Stärken
5.6 Limitationen
5.6.1 Motivation der Teilnehmenden
5.6.1 Fehlende Kontrollgruppe
5.6.2 PANAS
5.6.3 Induktionen
5.7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob eine kurze Achtsamkeitsintervention bei Personen ohne vorherige Achtsamkeitserfahrung unmittelbar positive Auswirkungen auf den Stimmungsverlauf hat, insbesondere nach einer zuvor induzierten negativen Stimmungslage.
1.1.Definition und Grundlagen der Achtsamkeit
Achtsamkeit (engl. Mindfulness) beschreibt einen offenen und nicht wertenden Bewusstseinszustand, in dem die Aufmerksamkeit auf das gelenkt werden soll, was im Hier und Jetzt passiert (Brown und Ryan; 2003). Dabei sollen Gefühle offen hingenommen werden, mit der Vorstellung, dass sie vergänglich sind. Für Jon Kabat-Zinn, der als Begründer der modernen Achtsamkeit bekannt ist, setzt sich Achtsamkeit aus drei Hauptkomponenten zusammen: Es beschreibt eine nichtwertende, absichtsvolle und auf den gegenwärtigen Moment gerichtete Aufmerksamkeitslenkung (Kabat-Zinn; 1990). Seinen Ursprung hat die Achtsamkeit in östlichen Meditationspraktiken und im Buddhismus (Kabat-Zinn, 2003) und wurde praktiziert, um dauerhaftes Glück zu erlangen (Ekman et al., 2015).
Das Konstrukt der Achtsamkeit kann sowohl als „State“ als auch als „Trait“ definiert werden. Dabei bezieht sich der Begriff „State“ (dt. Zustand) auf ein verändertes sensorisches, kognitives und selbstbezogenes Bewusstsein, welches während einer Meditation hervorgerufen werden kann. States stellen somit vorrübergehende Zustände, aktuelle Stimmungen oder das momentane Befinden dar. „Traits“ (dt. Merkmal) hingegen sind generelle und zeitlich stabile Eigenschaften einer Person. Der Begriff bezieht sich auf dauerhafte Veränderungen des Bewusstseins, die unabhängig von einer gerade stattfindenden Meditation vorhanden sind (Austin, 1998; Shapiro & Walsh, 1984; West, 1987). Sie hängen weniger von der Situation ab, sondern repräsentieren die Fähigkeit eines Menschen.
1.Einleitung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Achtsamkeit, erläutert dessen Anwendungsbereiche und diskutiert bisherige wissenschaftliche Erkenntnisse zu Achtsamkeitsinterventionen.
2. Ziel der Studie + Forschungsfrage: Hier werden das Untersuchungsziel, die Forschungsfrage sowie die daraus abgeleiteten inhaltlichen und statistischen Hypothesen präzisiert.
3.Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Stichprobengewinnung, das verwendete Material, die experimentellen Induktionen sowie den konkreten zeitlichen Ablauf.
4. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die statistischen Daten analysiert, deskriptive Kennwerte dargestellt und die Hypothesen anhand der durchgeführten Tests (t-Test, Wilcoxon-Test) überprüft.
5. Diskussion: Das Kapitel interpretiert die gewonnenen Ergebnisse, ordnet sie in den aktuellen Forschungsstand ein, diskutiert Stärken und Limitationen der Studie und zieht ein abschließendes Fazit.
Achtsamkeit, Mindfulness, Stimmungsverlauf, AFFEKT, Emotionsregulation, Achtsamkeitsintervention, nicht-klinische Stichprobe, psychisches Wohlbefinden, Stimmungsinduktion, State Mindfulness, Trait, Achtsamkeitsunerfahrene, Affektivität, psychologische Mechanismen.
Die Arbeit untersucht, ob Menschen, die keine Vorerfahrung mit Achtsamkeit haben, durch eine kurze Achtsamkeitsübung ihr emotionales Befinden positiv beeinflussen können, nachdem sie zuvor eine negative Stimmungsinduktion erlebt haben.
Die Studie konzentriert sich auf die Wechselwirkungen zwischen Achtsamkeit, Affektregulation und dem aktuellen Stimmungszustand bei nicht-klinischen Probanden.
Die zentrale Frage ist, ob eine kurze Achtsamkeitsinduktion unmittelbar dazu führen kann, den Stimmungsverlauf nach einer gezielten traurigen Stimmungsinduktion bei einer achtsamkeitsunerfahrenen Stichprobe zu verbessern.
Es wurde ein Ein-Gruppen-Design mit drei Messzeitpunkten gewählt, bei dem der positive und negative Affekt mittels des PANAS-Fragebogens gemessen und statistisch mittels t-Tests und Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Tests ausgewertet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung des Versuchsaufbaus, die deskriptive Auswertung der erhobenen Daten sowie die inferenzstatistische Prüfung der Hypothesen unter Berücksichtigung der Probandenmerkmale.
Zu den wesentlichen Begriffen gehören Achtsamkeit, Affektregulation, Stimmungsinduktion (SMI), Stimmungsverlauf, Achtsamkeitsintervention und Mindfulness.
Ja, die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass auch Personen, die noch nie Achtsamkeit trainiert haben, unmittelbar von einer kurzen Achtsamkeitsintervention profitieren können.
Die Untersuchung zeigt, dass der negative Affekt nach einer traurigen Stimmungsinduktion durch eine kurze Achtsamkeitsübung signifikant reduziert werden konnte.
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