Masterarbeit, 2022
68 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1. Märchen
2.2. Grausamkeit und Gewalt
3. Geschichtlicher Hintergrund
3.1. Das Leben der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm
3.2. Die Entstehung der Kinder- und Hausmärchen
4. Die charakteristischen Merkmale von Volksmärchen
5. Die Funktionen von Märchen
6. Grausamkeitsdarstellungen im Märchen
6.1. Hänsel und Gretel
6.1.1. Inhaltliche Zusammenfassung
6.1.2. Darstellung psychischer Grausamkeiten
6.1.3. Darstellung physischer Grausamkeiten
6.2. Snewittchen
6.2.1. Inhaltliche Zusammenfassung
6.2.2. Darstellung psychischer Grausamkeiten
6.2.3. Darstellung physischer Grausamkeiten
6.3. Von dem Machandelboom
6.3.1. Inhaltliche Zusammenfassung
6.3.2. Darstellung psychischer Grausamkeiten
6.3.3. Darstellung physischer Grausamkeiten
7. Der Effekt der Grausamkeit im Märchen
8. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Masterthesis untersucht das Phänomen der Grausamkeit in ausgewählten Märchen der Brüder Grimm. Ziel der Arbeit ist es, die Darstellungsformen von psychischer und physischer Gewalt zu analysieren und zu hinterfragen, welche Auswirkungen diese auf die kindlichen Rezipienten haben können.
1. Einleitung
Einstmals hat ein Hausvater ein Schwein geschlachtet, das haben seine Kinder gesehen; als sie nun Nachmittag mit einander spielen wollen, hat das eine Kind zum andern gesagt: ‚du sollst das Schweinchen und ich der Metzger sein‘; hat darauf ein bloß Messer genommen, und es seinem Brüderchen in den Hals gestoßen. Die Mutter, welche oben in der Stube saß und ihr jüngstes Kindlein in einem Zuber badete, hörte das Schreien ihres Kindes, lief alsbald hinunter, und als sie sah, was vorgegangen, zog sie das Messer dem Kind aus dem Hals und stieß es im Zorn, dem andern Kind, welches der Metzger gewesen, ins Herz. (Grimm, J./Grimm, W. 2010c: 426).
Dieser Textauszug, der nach einer Handlung aus einem ausschließlich für Erwachsenen konzipierten Thriller klingt, ist in der Kinder- und Hausmärchensammlung der Brüder Grimm aufgeführt, bei der es sich um das bekannteste, meist aufgelegte und das am häufigsten übersetzte deutschsprachige Buch handelt (vgl. Rölleke 2012: 33). Der zitierte Märchentext entstammt der Erzählung „Wie Kinder Schlachten miteinander gespielt haben“, die ausschließlich in der Erstausgabe der Märchensammlung aus dem Jahr 1812 zu finden ist, da die Brüder Grimm dieses Märchen aufgrund der geschilderten Grausamkeiten anschließend aus allen nachfolgenden Publikationen entfernen (vgl. Grimm, J./Grimm, W. 2010a: 20).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Märchenerzählungen und Formulierung der Fragestellung zur Wirkung von Märchengrausamkeiten.
2. Begriffsdefinitionen: Definition und Abgrenzung der Begriffe Märchen sowie Grausamkeit und Gewalt im wissenschaftlichen Kontext.
3. Geschichtlicher Hintergrund: Darstellung des Lebens der Brüder Grimm und der editorischen Entstehung ihrer Sammlung.
4. Die charakteristischen Merkmale von Volksmärchen: Identifikation der gattungsspezifischen Eigenschaften von mündlich überlieferten Märchen.
5. Die Funktionen von Märchen: Erörterung der pädagogischen und psychologischen Funktionen von Märchen für den Menschen.
6. Grausamkeitsdarstellungen im Märchen: Detaillierte Analyse psychischer und physischer Gewalt anhand von drei ausgewählten Märchenbeispielen.
7. Der Effekt der Grausamkeit im Märchen: Reflexion über die Wirkung und Rezeption der dargestellten Gewalt auf kindliche Leser.
8. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Analyseergebnisse und wissenschaftliches Fazit.
Märchen, Brüder Grimm, Grausamkeit, Gewalt, physische Gewalt, psychische Gewalt, Kinder- und Hausmärchen, Literaturanalyse, Kindheit, Literaturpädagogik, Erziehungsfunktion, Volksmärchen, Rezeption.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Grausamkeitsdarstellungen in ausgewählten Märchen der Brüder Grimm und untersucht deren Wirkung auf kindliche Rezipienten.
Zentrale Felder sind die historischen Grundlagen der Sammlung der Brüder Grimm, die Definition von Gewalt und Grausamkeit sowie die literarische Analyse spezifischer Gewaltszenen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Gewalt im Märchen präsentiert wird und ob diese Darstellungen eher abschreckend oder entwicklungsfördernd wirken.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die durch psychologische und pädagogische Fachliteratur gestützt wird.
Der Fokus liegt auf der detaillierten Untersuchung von psychischer und physischer Gewalt in den drei Beispielen "Hänsel und Gretel", "Snewittchen" und "Von dem Machandelboom".
Märchenforschung, Gewalt im Märchen, Grausamkeit, Grimms Märchen, literarische Analyse, Kinderrezeption.
Die Brüder Grimm haben ihre Märchensammlungen in späteren Auflagen ("Kleine Ausgabe") gezielt überarbeitet, um sie gemäß der gesellschaftlichen Forderungen kindgerechter zu gestalten.
Die Arbeit identifiziert psychische Gewalt als ein dominantes Instrument, das oft von den negativen Märchenfiguren wie Stiefmüttern oder Hexen genutzt wird, um die Protagonisten zu manipulieren oder zu isolieren.
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