Bachelorarbeit, 2022
82 Seiten, Note: 1.0
1.1. ABSTRACT: 52º 31’ 06”N 13º 24’ 16” E | 29 M. ÜBER NN
1.2. KONTEXTUALISIERUNG
1.2.1. AUSGANGSMOTIV
1.2.2. GESTALTERISCHES PROBLEM
1.3. BEGRIFFSKLÄRUNGEN
1.3.1. DENKMAL: DEFINITION
1.3.2. HETEROTOPIE
1.3.3. LIMINALITÄT
1.3.4. A HERO’S JOURNEY
1.3.5. AUGMENTATION
2.1.1. MARX KURZBIO
2.1.2. ENGELS KURZBIO
2.2. WERK UND WIRKEN
2.2.1. PHILOSOPHIE: KONTEXT DEUTSCHER IDEALISMUS KANT-FICHTE-HEGEL MARX
2.2.2. DIALEKTISCHER / HISTORISCHER MATERIALISMUS (ÜBERGANG ZUM KOMMUNISMUS 1840ER JAHRE)
2.2.3. KRITIK DER POLITISCHEN ÖKONOMIE (KAPITALISMUSANALYSE)
2.3. REZEPTION
2.3.1. IDEOLOGIE: MARXISMUS (DAS KOMMUNISTISCHE MANIFEST 1849)
2.3.2. SOWJETMARXISMUS (marxismus-leninismus / stalinismus)
2.3.3. NEOMARXISMUS | NEUE LINKE
2.3.4. EMANZIPATORISCHE UTOPIE ALS KAPITALISMUSKRITIK
2.3.5. POSTMODERNE KAPITALISMUSKRITIK
2.4. DISKUSSION MARXISMUS FORSCHUNGSSTAND ZUM DENKMAL
2.5. AUGMENTED REALITY
3. ANALYSE
3.1. FREIRAUMANALYSE
3.2. KONTEXT
3.2.1. GESCHICHTE DES ORTES
3.2.2. STÄDTEBAULICHER / PLANUNGS GESCHICHTLICHER KONTEXT DDR
3.2.3. ENTSORGUNG
3.3. REZEPTIONSGESCHICHTE MARX-ENGELS-FORUM VOR 1990
3.4. FREIRAUMQUALITÄTEN HEUTE DISKURS NACH 1990
3.4.1. DEFIZITE
3.4.2. POTENTIALE (PROGRAMMATIK)
3.5. VISUELLE KOMMENTATION IM ÖFFENTLICHEN RAUM
3.5.1. VOM WESEN UND UMGANG MIT DENKMÄLERN
3.5.2. DEMONTAGE
3.5.3. KOMMENTATION BEISPIELE
3.5.4. AUSTAUSCH / ERGÄNZUNG WEITERE BILDWERKE DES SOZIALISMUS IN BERLIN
3.5.5. WESTBERLIN DENKMALORTE FÜR ROSA LUXEMBURG UND KARL LIEBKNECHT
3.6. ERINNERUNGSKULTUR, MATERIALITÄT UND GEDÄCHTNIS
3.7. UTOPISCHE ARCHITEKTUR REVOLUTIONSARCHITEKTUR LEDOUX / BOULEE
4.1. METHODEN DEKONSTRUKTION_RE THINK
4.2. KONZEPT_CREATE NARRATIVE SHIFT: fragen
4.3. GESTALTUNG AR_MAKE (PROTOTYPING)
4.3.1. GEGENÜBERSTELLUNG IDEOLOGIE-REALITÄT
4.3.2. MARX AS UTOPIA
4.3.3. UMDEUTUNG DENKMAL LABORATORIUM AR-EXPERIENCE
Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Rekonstruktion des Marx-Engels-Denkmals in Berlin-Mitte auseinander und entwickelt ein digitales, immersives Konzept als gestalterische Strategie zur Wissensvermittlung, um die durch das Denkmal konstruierte, staatlich gelenkte Erinnerungskultur zu hinterfragen, zu dekonstruieren und eine Diskussion über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen anzuregen.
1.2.2. GESTALTERISCHES PROBLEM
in der reihenfolge von formalen zu inhaltlichen kriterien:
• desolater ist-zustand / unkommentierte denkmalsituation: nicht zusammenhängend lesbarer stadtraum marx-engels-forum / rathausforum, verlust der ursprünglichen freiraumkonzeption sozialistische zentrumsfläche durch pflegemangel und unkoordinierte einzelmaßnahmen der aufwertung / qualifizierung des stadtgrüns, baumbestand stark ausgewachsen, dadurch entkoppelung der sichtbezüge der gesamtanlage.
• entwurf landscape: gestalterischer ansatz aus der perspektive der planungswissenschaftlichen disziplin mit fragestellungen nach nutzungsangeboten, oberflächen, barrierefreiheit und pflanzenverwendung, bedient sehr zeitgenössisch-geschmäcklerische konventionen aktueller landschaftsarchitektur; die vom wettbewerbsauslober angestrebte denkmalintegration ist jedoch aufgezwungen und wirkt dadurch wie ein fremdkörper, die funktional mangelhafte ausformulierung dieser aufgezwungenen situation wurde auch durch das preisgericht bemängelt
• outcome partizipativer prozess unbefriedigend, oberflächlich, bietet keinen gestalterischen ansatz
• relevanz von marx’ ideen für heutige gesellschaftliche diskurse nicht unmittelbar ersichtlich / erlebbar, kein emotionaler bezug bei weiten teilen der gesellschaft
der mehrwert der wiederherstellung für heutige pluralistisch-gesamtdeutsche gesellschaft ist nicht nachvollziehbar in dieser sozialistischen formulierung als denkmalensemble mit ideologischem zeitstrahl und begleitenden bildwerken.
es bleibt ein befremdendes relikt aus einer untergegangenen zeit, das einer einordnung / erklärung bedarf, wenn es mehr sein soll als ein erinnerungspolitisches feigenblatt einer geschichtsinteressierten enkelgeneration oder nostalgisch anmutender instagrammable fotostopp auf einer berliner sightseeing tour.
1. KONTEXTUALISIERUNG: Einleitung in die Problematik der Denkmalrekonstruktion, Definitionen der theoretischen Begriffe und Darstellung des gestalterischen Problems.
2. REZEPTION: Tiefgehende theoretische Untersuchung der Philosophie von Marx und Engels, deren Rezeptionsgeschichte sowie die ideologische Entwicklung zum Marxismus-Leninismus und dessen Kritik.
3. ANALYSE: Analyse des Marx-Engels-Forums anhand seiner städtebaulichen und planungsgeschichtlichen Entwicklung sowie Diskussion der heutigen Situation und aktueller Deutungsansätze.
4. METHODEN: Herleitung und Entwicklung des konzeptionellen AR-Ansatzes (Prototyping) zur kritischen Auseinandersetzung und Umdeutung des Denkmals.
Marx-Engels-Forum, Erinnerungskultur, Augmented Reality, Denkmalkritik, Sozialistischer Realismus, Stadt als Palimpsest, Immersive Medien, Transformation, Dekonstruktion, Historischer Materialismus, Berliner Stadtmitte, Wissensvermittlung, Politische Ikonographie, Ideologie, Interface Design.
Die Arbeit untersucht kritisch die Neugestaltung und Rekonstruktion des Marx-Engels-Denkmals in Berlin-Mitte und erforscht Möglichkeiten, dieses Denkmal im öffentlichen Raum durch digitale Mittel neu zu kontextualisieren.
Die zentralen Felder umfassen Erinnerungskultur, marxistische Ideengeschichte, das Konzept des Denkmals im urbanen Raum sowie die Anwendung von Augmented Reality als Vermittlungsstrategie.
Das Ziel ist die Entwicklung eines prototypischen, konzeptionellen AR-Rahmenwerks, um das Marx-Engels-Denkmal aus seiner statischen Interpretation zu lösen und einen interaktiven, reflexiven Lernraum zu schaffen.
Es wird ein interdisziplinärer, dekonstruktivistischer Ansatz gewählt, der sich aus planungswissenschaftlichen, geisteswissenschaftlichen und medienkünstlerischen Disziplinen speist.
Der Hauptteil analysiert die historischen Voraussetzungen und städtebaulichen Transformationen des Forums, beleuchtet das philosophische Erbe von Marx und Engels und stellt dies aktuellen AR-Strategien gegenüber.
Schlüsselwörter wie Erinnerungskultur, Transformation, Dekonstruktion, AR-Experience und Ideologietransformation beschreiben den Kern der Untersuchung.
AR bietet die Möglichkeit, eine immaterielle, non-invasive Overlay-Ebene zu schaffen, die den Ort kritisch kommentiert und so eine dynamische Auseinandersetzung ermöglicht, ohne das physische Denkmal zu zerstören.
Im Gegensatz zum Museum, das auf das Authentische setzt, arbeitet die AR mit virtuellen Repräsentationen und räumlicher Interaktion, was eine explorative, non-lineare Auseinandersetzung ermöglicht, die den Nutzer zum Akteur macht.
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