Diplomarbeit, 2008
143 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung
2 Grunddaten der Gesundheitssysteme
2.1 Grunddaten der Bevölkerungen
2.1.1 Bevölkerungsentwicklung und Altersaufbau
2.1.2 Lebenserwartung
2.1.3 Gesundheitszustand
2.2 Aufbau und Organisation des australischen Gesundheitssystems
2.3 Finanzierung und Ausgaben des australischen Gesundheitssystems
2.4 Aufbau und Organisation des deutschen Gesundheitssystems
2.4.1 Gesetzliche Krankenversicherung
2.4.2 Private Krankenversicherung
2.4.3 GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz
2.5 Finanzierung und Ausgaben des deutschen Gesundheitssystems
3 Gesundheitsversorgung in Australien
3.1 Ambulante ärztliche Versorgung
3.1.1 Versorgungsstruktur
3.1.2 Medicare
3.1.3 Private Zusatzversicherung
3.2 Stationäre Versorgung
3.2.1 Versorgungsstruktur
3.2.2 Medicare und private Zusatzversicherung
3.3 Arzeimittelversorgung
3.3.1 Versorgungsstruktur
3.3.2 Medicare
3.3.3 Private Zusatzversicherung
4 Gesundheitsversorgung in Deutschland
4.1 Ambulante ärztliche Versorgung
4.1.1 Versorgungsstruktur
4.1.2 Gesetzliche Krankenversicherung
4.1.3 Private Krankenversicherung
4.2 Stationäre Versorgung
4.2.1 Versorgungsstruktur
4.2.2 Gesetzliche Krankenversicherung
4.2.3 Private Krankenversicherung
4.3 Arzeimittelversorgung
4.3.1 Versorgungsstruktur
4.3.2 Gesetzliche Krankenversicherung
4.3.3 Private Krankenversicherung
5 Gesundheitssysteme im Vergleich
5.1 Ambulante ärztliche Versorgung
5.2 Stationäre Versorgung
5.3 Arzneimittelversorgung
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Unterschiede zwischen dem steuerfinanzierten Gesundheitssystem in Australien und dem deutschen Sozialversicherungssystem. Dabei liegt der Fokus darauf, Vor- und Nachteile beider Systeme für die Bevölkerung aufzuzeigen und zu ermitteln, welche Elemente für das deutsche System adaptiert werden könnten.
3.1.1 Versorgungsstruktur
Die ambulante ärztliche Versorgung in Australien erfolgt hauptsächlich durch Allgemeinärzte (general practitioners) und Fachärzte (specialists) sowie in ambulanten Abteilungen der Krankenhäuser. Der Großteil der Allgemeinärzte ist selbständig tätig und in Gemeinschaftspraxen niedergelassen. Ein weiterer Teil ist in stationären Einrichtungen wie z.B. Krankenhäusern angestellt. Den Allgemeinärzten wird eine besondere Bedeutung zugemessen, da sie, im Hinblick auf die Geografie Australiens, besonders in ländlichen Gebieten erste Anlaufstellen bei Gesundheitsproblemen der Bevölkerung darstellen. Insofern agieren sie als „Gatekeeper“ zum restlichen Gesundheitssystem. Fachärzte sind ebenfalls zum Großteil selbstständig tätig und verfügen auch über eigene Konsultationsräume in stationären Einrichtungen wie z.B. Krankenhäusern, in denen sie ihre Leistungen erbringen. Sie können dabei Privatliquidationen ausstellen, an denen die stationären Einrichtungen entsprechend zu beteiligen sind. Aus diesem Grund wird im Folgenden auf eine explizite Differenzierung zwischen ambulant und stationär tätigen Fachärzten verzichtet.
Um mit Medicare abrechnen zu können, müssen Allgemeinärzte und Fachärzte als solche anerkannt sein und sich bei Medicare Australia registrieren. Die Registrierung von Allgemeinärzten setzt eine entsprechende Bestätigung beispielsweise des „Royal Australian College of General Practitioners (RACGP)“ oder des „Australian College of Rural and Remote Medicine (ACRRM)“ voraus. Um eine Bestätigung zu erhalten, können Ärzte Mitglied bei einer dieser Institutionen werden und sich somit verpflichten, kontinuierlich an medizinischen und qualitätsorientierten Weiterbildungen teilzunehmen. Alternativ können entsprechend gleichwertige Weiterbildungsmaßnahmen durch eine Institution bestätigt werden. Die Registrierung von Fachärzten erfolgt in ähnlicher Weise. Durch diese Art der Registrierung soll die Qualität und Sicherheit der ärztlichen Versorgung gewährleistet werden.
1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit dar, die die Gesundheitssysteme in Australien und Deutschland systematisch vergleicht.
2 Grunddaten der Gesundheitssysteme: Dieses Kapitel liefert eine statistische Basis über die Bevölkerungsentwicklung, Lebenserwartung und den Gesundheitszustand in beiden Ländern.
3 Gesundheitsversorgung in Australien: Hier werden die Versorgungsstrukturen in den Bereichen ambulante, stationäre und Arzneimittelversorgung sowie das australische Medicare-System detailliert analysiert.
4 Gesundheitsversorgung in Deutschland: Dieses Kapitel beleuchtet das deutsche System der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung im Hinblick auf die gewählten Versorgungsbereiche.
5 Gesundheitssysteme im Vergleich: Ein vergleichender Analyseteil, der die Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Finanzierungs- und Versorgungsmodelle gegenüberstellt.
6 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung bewertet die Vor- und Nachteile und diskutiert mögliche Reformelemente für das deutsche System.
Gesundheitssysteme, Australien, Deutschland, Medicare, Gesetzliche Krankenversicherung, Private Krankenversicherung, Finanzierung, stationäre Versorgung, ambulante Versorgung, Arzneimittelversorgung, Gesundheitsausgaben, demografischer Wandel, Risikostrukturausgleich, Zuzahlungen, Gesundheitsreform.
Die Arbeit vergleicht die Gesundheitssysteme von Australien und Deutschland mit einem speziellen Fokus auf die Vor- und Nachteile der Finanzierungsmodelle und der Gesundheitsleistungen für die jeweilige Bevölkerung.
Die Arbeit analysiert die Grunddaten der Bevölkerung, die Organisationsstruktur, die Finanzierung sowie die ambulante, stationäre und pharmazeutische Versorgung in beiden Ländern.
Das Hauptziel ist es, herauszufinden, welche Vor- und Nachteile das steuerfinanzierte australische Gesundheitssystem gegenüber dem deutschen Sozialversicherungssystem aufweist und welche Ansätze für Deutschland relevant sein könnten.
Es handelt sich um einen komparativen (vergleichenden) Ansatz, der auf der Analyse statistischer Daten und struktureller Merkmale der beiden Gesundheitssysteme basiert.
Im Hauptteil werden sowohl für Australien als auch für Deutschland die Versorgungsstrukturen in den Sektoren ambulante Behandlung, stationäre Aufnahme und Arzneimittelversorgung detailliert dargestellt und anschließend gegenübergestellt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gesundheitssysteme, Medicare, Krankenversicherung, Finanzierung, demografischer Wandel und Gesundheitsökonomie charakterisieren.
In beiden Ländern ist der Zugang zu Fachärzten in der Regel an eine Überweisung gebunden, wobei in Deutschland die freie Arztwahl durch integrierte Versorgungsmodelle wie Hausarztverträge stärker strukturiert ist.
Das Sicherheitsnetz dient dazu, Patienten bei hohen Zuzahlungen finanziell zu entlasten, sobald bestimmte Schwellenwerte für "gap amounts" oder "out-of-pocket costs" innerhalb eines Kalenderjahres überschritten wurden.
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