Magisterarbeit, 2008
112 Seiten, Note: 2,0
0. Einleitung
1. Jugendliche im England der 1950er und frühen 1960er Jahre
1.1 Geschichtlicher Hintergrund
1.1.1 Nach dem Krieg: Das Phänomen ‚Jugendkultur‘
1.1.2 Gründe für die Entstehung der Jugendkultur
1.2 Jugendliche Subkulturen
1.2.1 ‚All dressed up and nowhere to go‘: Die Teddyboys
1.2.2 Teenage Chic: Die Mods
1.2.3 Die Gegenspieler der Mods: Die Rocker
1.2.4 Über den Stil der Subkulturen
1.3 Der neue Teenager: Ambivalente Reaktionen älterer Generationen
1.3.1 Positive Reaktionen: Der wohlhabende Teenager
1.3.2 Negative Reaktionen: Der rebellische Teenager
1.3.3 Mögliche Ursachen der Jugendkriminalität
2. Jugend in der britischen Literatur
2.1 Jugend im britischen Bildungsroman
2.2 Jugend im britischen Roman der Nachkriegszeit
2.2.1 Romane der Arbeiterklasse: Post-War Working-Class Fiction
2.2.2 Die Romane der Angry Young Men
3. Anthony Burgess: A Clockwork Orange
3.1 Über den Roman
3.1.1 Inhalt
3.1.2 Warum schrieb Burgess A Clockwork Orange?
3.2 Jugendliche in A Clockwork Orange
3.2.1 Alex: Sinnbild für Jugend
3.2.2 Alex‘ jugendliches Umfeld: Die Droogs, Billyboys Gang und die jungen Mädchen
3.3 Der Stil der Jugendlichen
3.3.1 Kleidung: Ausdruck für starke Jungs und frühreife Mädchen
3.3.2 Musik: Primitiver Pop und wertfreie Klassik
3.3.3 Ritual: Grenzenlose Freizeit und Gewalt
3.3.4 Slang: Die Jugendsprache ‚Nadsat‘
3.3.5 Verspottung der Jugendkultur?
3.4 Die Beziehung der Jugendlichen zu den Erwachsenen
3.4.1 Die Erwachsenen: Negativ-Vorbilder für die Jugendlichen
3.4.2 Das Zusammenleben von Jugendlichen und Erwachsenen
3.4.3 Der Generationsgraben
3.4.4 Ursachen für die jugendliche Gewalt
3.5 Das 21. Kapitel
3.5.1 Einsicht durch Reife: Alex wird erwachsen
3.5.2 Auswirkungen des 21. Kapitels auf das Bild der Jugend
4. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung der Jugend in Anthony Burgess‘ Roman A Clockwork Orange. Dabei wird der Roman in den geschichtlichen Kontext des Nachkriegsenglands sowie in den literarischen Rahmen der damaligen Zeit eingebettet, um zu analysieren, ob und wie Burgess gesellschaftliche Phänomene und die Rolle der Jugend als Phase des Übergangs zum Erwachsensein porträtiert.
3.3.2 Musik: Primitiver Pop und wertfreie Klassik
Musik ist in A Clockwork Orange ein wichtiges Thema. Alex ist musikalisch sehr interessiert: Während der Gefängnis-Messen kümmert er sich um die musikalische Begleitung und nach seiner Entlassung arbeitet er in einem Musikarchiv. Popmusik wird von Alex allerdings negativ kommentiert. Er spricht abwertend von „[…] pathetic pop-discs […] moaned by […] horrible yarbleless like eunuchs whose names I forget […]”. In einem Musikladen stößt er auf
[…] malchicks and ptitsas slooshying some new horrible popsong and dancing to it as well, and the veck behind the counter […] clicking his rooker-bones and smecking like bezoomny.
Und als er nach einer Mozart-Symphonie fragt, spottet einer der Jugendlichen: „‘Ooooh, […] seemfunnah. Don’t it seem funny? He wants a seemfunnah.‘“ Alex kann sich dem Hype um die Popmusik absolut nicht anschließen, wodurch er sich maßgeblich von den anderen Teenagern im Roman unterscheidet.
0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Jugendkriminalität und -darstellung ein und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung von Burgess' Roman.
1. Jugendliche im England der 1950er und frühen 1960er Jahre: Dieser Abschnitt beleuchtet den historischen Hintergrund und die Entstehung der Jugendkultur sowie die Rolle verschiedener Subkulturen.
2. Jugend in der britischen Literatur: Hier wird der literarische Kontext betrachtet, insbesondere die Entwicklung des Bildungsromans und die Romane der Arbeiterklasse sowie die Angry Young Men.
3. Anthony Burgess: A Clockwork Orange: Der Hauptteil bietet eine tiefgehende Analyse des Romans, von der Charakterisierung der Hauptfigur bis hin zur Bedeutung der Sprache und der Beziehung zwischen den Generationen.
4. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit über die Darstellung von Jugendkultur und deren soziologische Einordnung im Roman zusammen.
Jugendkultur, Jugendkriminalität, A Clockwork Orange, Anthony Burgess, Subkulturen, Nadsat, Nachkriegszeit, Generationenkonflikt, Bildungsroman, Stilbildung, Bricolage, Rebellion, Aggression, Freier Wille, Gesellschaftskritik
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung von Jugendlichen in Anthony Burgess' Roman A Clockwork Orange und setzt diese in Bezug zur tatsächlichen Entwicklung der britischen Jugendkultur in den 1950er und 1960er Jahren.
Die Arbeit deckt die historische Entstehung der Jugendkultur, die soziologische Bedeutung von Stil in Subkulturen, die literarische Tradition der Jugenddarstellung in England sowie die detaillierte Romananalyse ab.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Burgess die Jugend in seinem Roman porträtiert und inwiefern diese Darstellung eine kritische Reflexion der gesellschaftlichen Wirklichkeit im England der Nachkriegszeit darstellt.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Untersuchung, die den Roman durch historische, kultursoziologische und literaturtheoretische Einordnungen kontextualisiert.
Der Hauptteil analysiert die Figur des Protagonisten Alex, die Bedeutung des Jugendslangs 'Nadsat', das Verhältnis zwischen Jugendlichen und Erwachsenen sowie die Rolle des 21. Kapitels für die moralische Deutung des Werks.
Wesentliche Begriffe sind Jugendkultur, Subkultur, Nadsat, Generationskonflikt und Gesellschaftskritik.
Musik dient als Marker für die Individualität des Protagonisten Alex, der sich von der Massenkultur (Popmusik) durch seine Vorliebe für klassische Musik abhebt, wobei diese bei ihm jedoch paradoxerweise gewalttätige Impulse auslöst.
Das 21. Kapitel verleiht dem Roman einen optimistischen Abschluss, da Alex dort erwachsen wird und seine Affinität zur Gewalt verliert, was im starken Kontrast zur pessimistischen amerikanischen Fassung steht.
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