Bachelorarbeit, 2021
121 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Fragestellung
3 Die Rolle von „Feld-Supervision“ im Qualitäts-, Risiko- und Wissensmanagement des Rettungsdienstes
3.1 Beratungsformat „Supervision“
3.1.1 Ziele der Supervision
3.1.2 Feld-Supervision im Rettungsdienst
3.2 Feld-Supervision und Qualitätsmanagement
3.2.1 Feld-Supervision und Risikomanagement
3.2.2 Feld-Supervision und Wissensmanagement
4 Methode: Systematic Literatur Review
4.1 Literatursuche zum Review
4.1.1 Festlegung Rechercheprinzip
4.1.2 Auswahl der Suchkomponenten
4.1.3 Auswahl der Fachdatenbanken/Datenquellen
4.1.4 Welche Suchbegriffe wurden verwendet?
4.1.5 Identifikation von Schlagwörtern
4.1.6 Entwicklung Suchstring
4.1.7 Prüfung Suchstrings
4.1.8 Durchführung und Dokumentation der Recherche
4.1.9 Ergänzende Recherchen
4.1.10 Rechercheergebnisse
4.2 Inhaltliche Auswertung der Literaturquellen
4.3 Bewertung und Interpretation
5 Ergebnisse
6 Diskussion und Limitationen
7 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Potenzial der Methode „Feld-Supervision“ zur Optimierung des Qualitäts-, Risiko- und Wissensmanagements im deutschen Rettungsdienst, um bestehende Problemfelder lösungsorientiert zu bearbeiten.
3.1.2 Feld-Supervision im Rettungsdienst
Das System der Feld-Supervision kann als eine spezifische Form von Supervision gelten, die aus der Prozesssicherung paramedizinischer Notfallversorgungen entstanden ist. Das Konzept kommt aus den USA, wo der sogenannte „Emergency Medical (Field) Supervisor“ seit langer Zeit im Rettungsdienst eingesetzt wird, zu Beginn orientiert am Begriff „Supervisor“ im Sinne von Vorgesetzter und mit der Funktion, Führung und Kontrolle im Bereich des Einhalten von Standards am Einsatzort zu übernehmen, um eine gleichbleibende, überprüfbaren Versorgung zu erreichen.
Redelsteiner (2018b) beschreibt eine differenzierte Entwicklung der Systeme in verschiedensten Ausprägungen über die Staaten der USA hinweg. Feldsupervisionen müssen in den USA nicht unbedingt fest an eine Person gebunden sein, ihre Aufgabe kann unter bestimmten Umständen auch zwischen Kollegen rotieren.
Eine aktuelle Tätigkeitsbeschreibung des „Emergency Medical (Field) Supervisors“ auf einer Internetseite für Berufsbeschreibungen in den USA lautet: “Emergency medical services supervisors use advanced paramedic training and leadership skills to oversee emergency medical technicians, while maintaining a safe working environment. […]. As an EMS supervisor, you must have exceptional leadership and management skills to motivate and guide workers. You must also have critical-thinking, problem-solving and analytical abilities.”
Auch Girsa (2019), selbst „Field-Supervisor“ der Berufsrettung Wien, nimmt in seinem Artikel Bezug auf diese Tätigkeitsbeschreibung, um das Tätigkeitsfeld und die Aufgabendarstellung der Wiener „Field-Supervisorinnen“ zu beschreiben. Ähnliche Modelle sind auch in anderen Ländern zu finden, z.B. Dänemark, Irland, Großbritannien, Australien und Neuseeland. Durch die systemischen Einflüsse der mehr ärztlich geprägten Rettungsdienste und die sehr umfängliche Betrachtung von Qualitätsfaktoren im Gesundheitswesen im deutschsprachigen Raum, wurde in den genannten Ländern die Feld-Supervision geprägt.
1 Einleitung: Beschreibt die rasanten Entwicklungen und Herausforderungen im deutschen Rettungsdienst sowie die zunehmende Bedeutung von Qualitäts-, Risiko- und Wissensmanagement.
2 Fragestellung: Definiert das Ziel der Arbeit, Potenziale der Feld-Supervision im deutschen Rettungsdienst durch eine systematische Literaturrecherche zu identifizieren.
3 Die Rolle von „Feld-Supervision“ im Qualitäts-, Risiko- und Wissensmanagement des Rettungsdienstes: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Supervision und spezifiziert das Konzept der Feld-Supervision im rettungsdienstlichen Kontext.
4 Methode: Systematic Literatur Review: Detailliert das methodische Vorgehen bei der Suche, Auswahl und Analyse der relevanten Fachliteratur sowie die Erstellung der Suchstrings.
5 Ergebnisse: Präsentiert die aus der Literaturrecherche gewonnenen Erkenntnisse und kategorisiert diese hinsichtlich der Forschungsfragestellung.
6 Diskussion und Limitationen: Reflektiert die methodischen Grenzen der Arbeit und diskutiert die gefundenen Hinweise zur Bestätigung der aufgestellten Hypothesen.
7 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit weiterer Forschung und praktischer Modellversuche im Rettungsdienst.
Feld-Supervision, Feldsupervisor*innen, Supervision, Coaching, Mentoring, Nicht-technische-Fertigkeiten, Kompetenz, Rettungsdienst, Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Patientensicherheit, Sicherheitskultur, Fehlerkultur, Wissensmanagement, Professionalisierung
Die Arbeit untersucht das Konzept der Feld-Supervision und wie diese Methode zur professionellen Weiterentwicklung von Risiko-, Qualitäts- und Wissensmanagement im deutschen Rettungsdienst beitragen kann.
Die zentralen Felder umfassen die Supervision als Beratungsform im Rettungsdienst, Ansätze zur Fehler- und Sicherheitskultur sowie Maßnahmen zur Personalentwicklung und zur Stärkung von nicht-technischen Fertigkeiten (Non-Technical Skills).
Die Forschungsfrage lautet: Inwieweit ist die „Field Supervision“ geeignet, um bestehende Problemfelder in den Bereichen Qualitäts-, Risiko- und Wissensmanagement im deutschen Rettungsdienst lösungsorientiert zu bearbeiten?
Die Arbeit basiert auf einem Systematic Literature Review, bei dem internationale Fachliteratur gezielt gesucht, bewertet, codiert und im Hinblick auf spezifische Hypothesen analysiert wurde.
Neben der theoretischen Herleitung von Supervisionskonzepten beinhaltet der Hauptteil eine umfangreiche Literaturanalyse, in der Auswirkungen von Supervision auf die Arbeitssicherheit, das Fehlermanagement und die Kompetenzentwicklung von Rettungsdienstpersonal diskutiert werden.
Wesentliche Begriffe sind Feld-Supervision, Patientensicherheit, Notfallsanitäter, Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Sicherheitskultur und Fehlerkultur.
Feld-Supervisoren sind Fachkollegen, die direkt im Einsatzgeschehen agieren ("am Patienten"), während klassische Supervisoren meist externe Experten sind, die in Organisationen beratend tätig werden.
Es handelt sich um soziale, kognitive und persönliche Fähigkeiten wie Kommunikation, Teamarbeit, Wahrnehmung und Entscheidungsfindung, die entscheidend für die Risikominimierung und Patientensicherheit sind.
Die Arbeit ordnet den Rettungsdienst als "High Reliability Organization" (HRO) ein, in der eine gelebte Sicherheitskultur und der offene Umgang mit Fehlern essenziell sind, wobei Feld-Supervision als Frühwarnsystem und Unterstützungsinstrument dient.
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