Bachelorarbeit, 2018
81 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Mutismus
2.2 Selektiver Mutismus
2.3 Totaler Mutismus
2.4 Akinetischer Mutismus
3. Phänomenologie
3.1 Allgemeines Erscheinungsbild
3.2 Symptomatik
3.2.1 Verhaltens- und Persönlichkeitsmerkmale
3.2.2 Intelligenz
3.3 Erscheinungsformen
4. Diagnostik
4.1 Diagnostische Kriterien nach ICD-10
4.2 Diagnostische Kriterien nach DSM-5
4.3 Kritik an den (differential-) diagnostischen Kriterien der zwei Klassifikationssysteme
4.4 Häufige Fehldiagnosen
4.5 Instrumente der Diagnostik
5. Epidemiologie – Auftreten
5.1 Prävalenz – Häufigkeit und Geschlechterverteilung
5.2 Erstmanifestation und Dauer
6. Ätiologie – Ursachen und Risikofaktoren
7. Wie Mutismus das Leben verändert
7.1 Allgemeine Auswirkungen auf die Betroffenen
7.2 Auswirkungen speziell in der Schule
8. Therapieansätze unterschiedlicher Professionen und Disziplinen
8.1 Psychotherapie
8.2 Pharmakotherapie/Psychiatrie
8.3 Familien-/Spieltherapie
8.4 Sprachtherapie
8.5 Systemische Mutismus-Therapie (SYMUT)
9. Pädagogische Handlungsansätze und Fördermöglichkeiten im Setting Schule
9.1 Pädagogische Handlungsprinzipien in der Schule
9.2 Schulische Rahmenbedingungen
9.3 Aktive Teilhabe an einem koordinierten Helfer-Netzwerk
9.4 Akzeptanz durch Aufklärung aller Beteiligten
9.5 Integration und Inklusion der Kinder in den Klassenverband - Konfliktebenen
9.6 Alternative Kommunikationsformen und Interventionsmöglichkeiten
10. Fazit
Die Arbeit untersucht das Störungsbild des selektiven Mutismus bei Kindern und Jugendlichen, um pädagogische Handlungsansätze und Fördermöglichkeiten im schulischen Kontext zu entwickeln. Ziel ist es, das Schweigen als angstinduziertes Symptom verständlich zu machen, gängige Fehldiagnosen zu vermeiden und Lehrkräften sowie sozialpädagogischen Fachkräften evidenzbasierte Strategien für einen förderlichen Umgang im Schulalltag an die Hand zu geben.
3.2 Symptomatik
Selektiv mutistische Kinder verbindet als Kernsymptom das Schweigen in bestimmten Situationen. Im Folgenden wird näher auf die Symptomatik eingegangen, bei der Komorbiditäten mit anderen Verhaltensauffälligkeiten und psychiatrischen Störungsbildern gesondert eingeordnet werden müssen. Des Weiteren ist zu betonen, dass häufig auftretende äußere Erscheinungsmerkmale und Charaktereigenschaften zwar auffällig sind, die vielfältige Art und Weise des Auftretens von Mutismus jedoch eine individuell differenzierte Betrachtung jedes Kindes, mit seinen Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmalen, erforderlich macht.
3.2.1 Verhaltens- und Persönlichkeitsmerkmale
Als Komorbiditäten hinsichtlich psychopathologischer Auffälligkeiten und psychiatrischen Begleiterscheinungen ergaben sich aus einer Untersuchung nach Rösler bei 32 selektiv mutistischer Kinder nachstehende Ergebnisse (vgl. Tabelle 2 und 3; Rösler 1981: 188, zit. in Alfert 2009: 17):
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit des Störungsbildes „selektiver Mutismus“ und begründet die Relevanz der Arbeit für die Soziale Arbeit im schulischen Setting.
2. Definitionen: Dieses Kapitel liefert eine präzise Begriffsbestimmung von Mutismus, selektivem Mutismus, totalem Mutismus sowie dem akinetischen Mutismus.
3. Phänomenologie: Hier wird das Erscheinungsbild, die Symptomatik und die Untergliederung in verschiedene Erscheinungsformen des selektiven Mutismus beschrieben.
4. Diagnostik: Das Kapitel erläutert die Kriterien der Diagnosestellung nach ICD-10 und DSM-5 sowie die Problematik häufiger Fehldiagnosen.
5. Epidemiologie – Auftreten: Es werden statistische Daten zu Häufigkeit, Geschlechterverteilung sowie zur Erstmanifestation und Dauer der Störung zusammengefasst.
6. Ätiologie – Ursachen und Risikofaktoren: Dieses Kapitel beleuchtet dispositionelle und psychologische Ursachenmodelle sowie das komplexe Wirkungsgefüge hinter dem Schweigen.
7. Wie Mutismus das Leben verändert: Hier werden die Auswirkungen des Schweigens allgemein auf die Betroffenen sowie spezifisch auf den Lernort Schule analysiert.
8. Therapieansätze unterschiedlicher Professionen und Disziplinen: Dieses Kapitel stellt fachübergreifende Ansätze wie Psychotherapie, Pharmakotherapie und die Systemische Mutismus-Therapie zur Behandlung vor.
9. Pädagogische Handlungsansätze und Fördermöglichkeiten im Setting Schule: Der Kernteil der Arbeit widmet sich praktischen Leitlinien für pädagogisches Fachpersonal zur Unterstützung mutistischer Schüler im Schulalltag.
10. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von interdisziplinärem Handeln und begleitender Aufklärung an Schulen.
Selektiver Mutismus, Schule, Sozialpädagogik, Diagnose, Angststörung, Kommunikationstherapie, SYMUT, Inklusion, Nachteilsausgleich, Schulsozialarbeit, Verhaltensauffälligkeit, pädagogische Handlungsansätze, Diagnostik, Schweigen, Förderung.
Die Arbeit fokussiert sich auf das Störungsbild des selektiven Mutismus bei Kindern und Jugendlichen mit einem besonderen Schwerpunkt auf pädagogische Handlungsansätze im schulischen Kontext.
Im Zentrum steht das symptomatischer Schweigen in bestimmten Situationen, abgegrenzt von Störungen wie Autismus, Schüchternheit oder allgemeiner Sprechangst.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Strategien zur frühzeitigen Identifikation, sachgerechten Förderung und Unterstützung der sozialen Integration von betroffenen Kindern im schulischen Umfeld.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und theoretischen Darlegungen aktueller klinischer und pädagogischer Erkenntnisse zur Mutismus-Therapie und deren Transfer in den Schulalltag.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen (Diagnostik, Ätiologie, Epidemiologie) sowie konkrete Handlungsfelder für Lehrkräfte (Netzwerkarbeit, Nachteilsausgleich, Integration).
Die Arbeit wird durch Begriffe wie selektiver Mutismus, Inklusion, interdisziplinäre Zusammenarbeit, pädagogisches Empowerment und systemische Therapie gekennzeichnet.
Die Schule ist der Lebensraum, in dem das Problem durch die Erwartungshaltung der verbalen Kommunikation am deutlichsten zutage tritt und soziale Entwicklung stattfindet.
Die SYMUT wird als direktive, systemisch orientierte Behandlungsmethode vorgestellt, die psychiatrische, psychologische und sprachtherapeutische Ansätze zur effektiven Anbahnung des Sprechens verknüpft.
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