Masterarbeit, 2022
109 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Anmerkungen zu Schreibweisen
1.3 Selbstpositionierung
2. Rassismus in Theorie und Praxis
2.1 Entstehungskontext und Geschichte des Rassismus
2.2 Kontinuitätslinien: Rassismus heute
2.3 Ebenen und Erscheinungsformen von Rassismus
2.3.1 Struktureller / Institutioneller Rassismus
2.3.2 Individueller Rassismus
2.4 Rassismuskritik und Intersektionalität
3. Mechanismen der Ungleichheit: Rassismus(kritik) im Lehramtsstudium
3.1 Vorgaben für die Lehrkräftebildung und das Berliner Hochschulgesetz
3.2 Erfahrungen und Perspektiven BiPoC-Studierender im Lehramtsstudium
3.2.1 Forschungsstand
3.2.2 Methodisches Vorgehen
3.2.3 Bedeutsamkeit subjektorientierter Forschung
3.2.4 Datenanalyse
3.2.4.1 Akademische Akteur*innen und Wissensarchive
3.2.4.2 (Selbst-)Verortung im akademischen Raum
3.2.4.3 Direkte und indirekte Rassismuserfahrungen
3.2.4.4 Psychische und physische Auswirkungen der Rassismuserfahrungen
3.2.4.5 Akademische (De-)Thematisierungspraktiken von Rassismus
3.2.4.6 Reformvorschläge
3.2.5 Reflexion und Zusammenfassung der Untersuchung
4. Perspektivwechsel: Forderungen an die Lehrkräftebildung
4.1 Rassismuskritische Kompetenzbildung
4.2 Institutionalisiertes Empowerment
4.3 Kritische Weißseinsforschung
4.4 Diversifizierung des Curriculums
4.5 Rassismuskritische Professionalisierung des Hochschulpersonals
4.6 Antirassismusbeauftragte*r
5. Fazit
6. Literatur- und Quellenverzeichnis
Die Arbeit untersucht den Status Quo des akademischen Raums und des Lehramtsstudiums aus rassismuskritischer Perspektive. Das Hauptziel besteht darin, rassistische Strukturen im Lehramtsstudium aufzudecken, zu erörtern, inwiefern dieses einen Schutz- und Empowermentraum für rassifizierte Studierende bieten kann, und konkrete Ansätze zur Verankerung von Rassismuskritik in der Lehrkräftebildung aufzuzeigen.
3.2.1 Forschungsstand
Wie bereits eingangs erwähnt, existieren im deutschsprachigen Raum bislang keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die sich explizit und ausschließlich mit den diskriminierungs- und rassismusrelevanten Erfahrungen und Perspektiven Schwarzer Studierender und Studierender of Color im Lehramtsstudium auseinandersetzen. Zumeist wird in der empirischen Forschung zu ebenjener Zielgruppe noch immer die begriffliche Kategorisierung des ‚Migrationshintergrundes‘ verwendet, die bereits in Kapitel 1.2 als nicht rassismuskritisch eingestuft wurde. Die Einstellungen von angehenden und ausgebildeten Lehrkräften ‚mit Migrationshintergrund‘ hinsichtlich ‚heterogener‘ Lerngruppen wurde vermehrt untersucht, ob sich die normativen Erwartungshaltungen, die die Bildungspolitik an Lehrpersonen ‚mit Migrationshintergrund‘ heranträgt (vgl. Kapitel 1), tatsächlich bewahrheiten (vgl. Syring, Merk, Cramer, Topalak & Bohl, 2019; Bello, Leiss & Ehmke, 2017; Weber, 2014; Rotter, 2012).
So finden sich nur einzelne Studien, die an das Forschungsfeld der vorliegenden Arbeit partiell anknüpfen und sich unter anderem den folgenden Forschungsschwerpunkten zuordnen lassen: (1) Die Bedeutung des ‚Migrationshintergrundes‘ im Lehramtsstudium (vgl. Karakaşoğlu, Wojciechowicz, Bandorski & Kul, 2013) und (2) dem damit verbundenen Zugehörigkeitsgefühl und Abbruchintentionen von Lehramtsstudierenden ‚mit Migrationshintergrund‘ (vgl. Wolf, Maurer & Kunter, 2021), sowie (3) die Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen von Referendar*innen und Lehrer*innen ‚mit Migrationshintergrund‘ im deutschen Schulwesen (vgl. Georgi, Ackermann & Karakaş, 2014; Fereidooni, 2016).
1. Einleitung: Darlegung der Relevanz des Themas, der Forschungsziele sowie der Selbstpositionierung der Autorin innerhalb des Forschungsfeldes.
2. Rassismus in Theorie und Praxis: Theoretische Grundlegung durch Aufarbeitung der Entstehungsgeschichte des Rassismus sowie Differenzierung der Ebenen und Erscheinungsformen.
3. Mechanismen der Ungleichheit: Rassismus(kritik) im Lehramtsstudium: Empirische Analyse der universitären Bedingungen sowie der Erfahrungen rassifizierter Studierender anhand quantitativer Daten.
4. Perspektivwechsel: Forderungen an die Lehrkräftebildung: Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für eine strukturelle und curriculare Reform der Lehrkräftebildung.
5. Fazit: Zusammenführende Reflexion der Forschungsergebnisse und Ausblick auf die notwendige Transformation des Lehramtsstudiums.
Rassismus, Rassismuskritik, Lehramtsstudium, Lehrkräftebildung, Empowerment, Weißseinsforschung, Intersektionalität, Diskriminierung, Migrationshintergrund, Rassismuserfahrung, Bildungsgerechtigkeit, Hochschulsystem, rassifizierte Studierende, Subjektorientierung, Dekolonisierung.
Die Arbeit befasst sich mit den rassistischen Strukturen im Lehramtsstudium in Deutschland und deren Auswirkungen auf Schwarze Studierende und Studierende of Color.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Einordnung von Rassismus, die Analyse von Diskriminierungserfahrungen im universitären Kontext sowie die Entwicklung rassismuskritischer Ansätze für die Lehrkräftebildung.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, inwiefern rassistische Strukturen im Studium reproduziert werden, wie Empowermenträume für betroffene Studierende gestaltet werden können und wie Rassismuskritik fest in der Ausbildung von Lehrkräften verankert werden kann.
Die Autorin nutzt eine quantitative Online-Befragung, um die subjektiven Erfahrungen und Perspektiven rassifizierter Lehramtsstudierender erstmals im deutschsprachigen Raum systematisch zu erfassen.
Im Hauptteil erfolgen die Auswertung der Umfragedaten, eine kritische Reflexion des Berliner Hochschulgesetzes hinsichtlich Antidiskriminierung sowie die Darstellung der Belastungen, denen rassifizierte Studierende ausgesetzt sind.
Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern gehören Rassismuskritik, Empowerment, Lehrkräftebildung, Diskriminierungserfahrungen und Weißseinsforschung.
Die Verfasserin legt ihre eigene Position als heterosexuelle, selbstidentifizierte Schwarze Frau im Lehramtsstudium transparent dar, um die eigene Perspektive als Teil des Untersuchungsfeldes reflektiert einzubeziehen.
Der Begriff wird kritisiert, da er als stigmatisierende Fremdbezeichnung fungiert, eine problematische Homogenität suggeriert und rassistische Diskriminierungserfahrungen systematisch unsichtbar macht.
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