Masterarbeit, 2023
64 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Die Autorin
1.1 Stimmen der Kindheit
1.2 Multiple Identitäten und Sprachwechsel
1.3 Musikalität und Selbstübersetzung
2 Inhalt: Drei Pianistinnen und drei Klaviere
2.1 Die Figuren
2.2 Die Geschichte
3 Die Polyphonie
3.1 Kompositionstechnik in der Musik
3.2 Strukturprinzip der erzählenden Literatur
3.3 Mehrsprachigkeit in verschiedenen Formen
4 Translation in Theorie und Praxis
4.1 Über Methoden und Probleme
4.2 Von der Wörtlichkeit zur Freiheit
5 Übersetzungen in Auszügen mit Kommentaren
5.1 Die schwierige Hammerklaviersonate
5.2 Schweißtreibendes Üben
5.3 Sofias Einblick in Laras Seele
5.4 Das Bangen um Mayas Leben
5.5 Drohender Zusammenbruch
5.6 Laras schlimme Vorahnung
5.7 Neuer Nachbar mit Piano
5.8 Beeindruckendes Klavierspiel
5.9 Dianescu auf Talentsuche
5.10 Spaziergang im Regen
5.11 Drei unterschiedliche Flügel
5.12 Telefonat mit dem Klavierlehrer
5.13 Die Fuge als ständige Wiedergeburt
5.14 Mayas neuer Name
5.15 Entlassung von Mutter und Kind
6 Schlussbetrachtung
Ziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung der literarischen, musikalischen und sprachlichen Polyphonie in Nancy Hustons Roman "Prodige". Dabei analysiert die Verfasserin, wie die Struktur des Romans und der Übersetzungsprozess durch das Konzept des musikalischen Kontrapunkts sowie durch die Mehrsprachigkeit der Autorin beeinflusst werden.
Die schwierige Hammerklaviersonate
Ah je les sens d’ici, depuis ma fenêtre. Pas trop mal cette année, les roses de Larissa, et ses delphiniums. Elle essaie de bien faire. Elle s’applique toujours, ma fille.
Je l’entends qui s’applique au piano en ce moment. Toujours cette fugue de l’opus 106, d’une difficulté diabolique. Voilà plus d’un mois qu’elle la travaille et ça refuse encore de couler, de faire sens sous ses doigts… Eh non ! C’est pas ça. Elle n’y arrive pas. Mais enfin, se dit-elle, ça n’est pas fait pour des doigts humains ? Et de recommencer en poussant des soupirs de rage.
Oui je les connais par cœur, les tourments de Larissa.
1 Die Autorin: Biographische Einleitung zu Nancy Huston, wobei deren Kindheit, Mehrsprachigkeit und musikalische Prägung als Grundlage für ihr literarisches Wirken beleuchtet werden.
2 Inhalt: Drei Pianistinnen und drei Klaviere: Vorstellung der elf Figuren des Romans sowie eine inhaltliche Zusammenfassung der dreigenerationalen Familiengeschichte.
3 Die Polyphonie: Theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Polyphonie, Fuge und Mehrsprachigkeit in Bezug auf Musik, Literaturtheorie und den spezifischen Roman "Prodige".
4 Translation in Theorie und Praxis: Darstellung verschiedener übersetzungswissenschaftlicher Methoden und Probleme, insbesondere im Kontext von Wirkungsäquivalenz und literarischem Transfer.
5 Übersetzungen in Auszügen mit Kommentaren: Der praktische Kern der Arbeit mit einer Auswahl an analysierten und kommentierten Textpassagen aus dem Roman samt eigens erstellter deutscher Übersetzung.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflexion über die erreichten Ergebnisse und die persönliche Auseinandersetzung der Verfasserin mit dem Übersetzungsprozess.
Nancy Huston, Prodige, Polyphonie, Literaturübersetzung, Musik, Fuge, Mehrsprachigkeit, Wirkungsäquivalenz, Klavier, literarischer Kontrapunkt, Selbstübersetzung, Schreibprozess, Erzählstruktur, Romananalyse, Französisch.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und (teilweisen) Übersetzung des französischen Romans "Prodige" von Nancy Huston unter besonderer Berücksichtigung der musikalischen und literarischen Struktur.
Die Arbeit behandelt die Konzepte der Polyphonie, der Mehrsprachigkeit, der literarischen Translation sowie die Rolle der Musik als prägendes Element des Romans.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit der Untertitel "Polyphonie" des Romans durch die musikalische Einbettung, die erzählerische Struktur und die sprachliche Gestaltung des Werkes gerechtfertigt ist und wie diese Elemente beim Übersetzen berücksichtigt werden können.
Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse der Erzählstrukturen und bezieht sich dabei auf übersetzungstheoretische Ansätze, um eine eigenständige kommentierte Übersetzung zu erstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Polyphonie und Übersetzungswissenschaft sowie einen umfangreichen praktischen Übersetzungsteil, in dem spezifische Romanpassagen übersetzt und metaphysisch-stilistisch kommentiert werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Polyphonie, Nancy Huston, Fuge, Übersetzung, Mehrsprachigkeit, musikalische Metaphorik und literarische Diversität.
Hustons eigene Erfahrung als mehrsprachige Schriftstellerin, die ihre Werke teilweise selbst übersetzt, sowie ihre Kindheitserfahrungen bilden laut der Arbeit den biographischen Ursprung für die komplexen figurendarstellenden Techniken im Roman.
Die Fuge dient im Roman nicht nur als inhaltliches musikalisches Motiv, sondern fungiert als strukturelles Prinzip der Erzählung, das die Vielstimmigkeit und die wechselseitige Abhängigkeit der Charaktere unterstreicht.
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