Diplomarbeit, 2008
70 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Vorüberlegungen zum Begriff Eigeninitiative
2.1 Definition
2.2 Entstehung von Eigeninitiative
2.3 Faktoren zur Beeinflussung von Eigeninitiative
2.4 Voraussetzungen für Eigeninitiative
2.4.1 Arbeitsplatz
2.4.2 Führung
2.4.3 Individuum
2.4.4 Organisation
2.4.5 weitere Faktoren
2.5 Problematiken bei der Umsetzung von Eigeninitiative
2.5.1 personenabhängige Hindernisse
2.5.2 organisationsabhängige Hindernisse
2.6 Handlungsempfehlungen für Eigeninitiative
2.6.1 Handlungsempfehlungen an Führungskräfte
2.6.2 Handlungsempfehlungen für den Mitarbeiter
2.6.3 Handlungsempfehlungen für die Organisation
2.7 Konsequenzen von Eigeninitiative
2.8 Aktualität und Relevanz der Eigeninitiative
2.9 SELIK-Konzeption nach HINZ
2.10 Verwandte Konzepte
2.10.1 Entrepreneurship
2.10.2 Selbstwirksamkeit
2.10.2 Eigenmächtiges Handeln
2.10.3 Eigenverantwortliches Handeln (Pro-Rollenverhalten)
2.10.3.1 Definition
2.10.3.2 Phasen des eigenverantwortliche Handelns
2.10.3.3 Arten von eigenverantwortlichem Handeln
2.10.4 Mikropolitisches Handeln (Anti-Rollenverhalten)
2.10.4.1 Definition
2.10.4.2 Arten von mikropolitischen Einflusstaktiken
3. Empirische Datenbasis
3.1 Unternehmerbefragung in Südthüringen 2007
3.2 Aufbau und Inhalt der Fragebögen
3.3 Auswertung
3.3.1 Risikobereitschaft
3.3.1.1 Risikobereitschaft und Alter
3.3.2 Allgemeine Selbstwirksamkeit
3.3.2.1 Idee und Entwicklung
3.3.2.2 Cronbach`s Alpha
3.3.2.3 Häufigkeiten
3.3.2.4 Selbstwirksamkeit und Alter
3.3.2.5 Selbstwirksamkeit und Geschlecht
3.3.2.6 Selbstwirksamkeitserwartung und Nachfolgestatus
3.3.3 Selbsteinschätzung Eigeninitiative
3.3.3.1 Selbsteinschätzung Eigeninitiative, Geschlecht und Alter
4. Eigeninitiativmessung durch Barrierenüberwindung
4.1 Aufbau und Intention der Frage
4.2 Inhalt der Situationen
4.3 Bewertung
4.3.1 Probleme der Auswertung
4.3.2 Interviewerfehler
4.4 Verteilung der überwundenen Barrieren
4.4.1 Häufigkeiten Barrierenüberwindung der ersten Situation
4.4.2 Häufigkeiten Barrierenüberwindung der zweiten Situation
4.4.3 Erreichte Eigeninitiativwerte beider Situationen im Vergleich
4.5 Generierung eines Eigeninitiativ-Indexes
4.6 Validität der Skala
4.7 Untersuchung der Eigeninitiative im Kontext relevanter Variablen
4.7.1 Eigeninitiative und Nachfolgestatus
4.7.2 Eigeninitiative und Alter
4.7.3 Eigeninitiative und Geschlecht
4.7.4 Eigeninitiative und berufliche Qualifikation
4.7.5 Eigeninitiative und Branchenerfahrung
4.7.6 Eigeninitiative und Berufserfahrung
4.7.7 Eigeninitiative und Unternehmenserfolg
4.8 Ergebnisse
4.9 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Konstrukt der Eigeninitiative im Kontext von Unternehmensnachfolgen. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Eigeninitiative der Unternehmer und verschiedenen Einflussfaktoren zu evaluieren sowie empirische Daten auf Basis einer Befragung in Südthüringen im Jahr 2007 auszuwerten.
2.1 Definition
Eigeninitiative wird grundsätzlich beschrieben als selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Handeln. Dieses Handeln ist freiwillig und geht über das explizit und geforderte Verhalten hinaus.3 Die konzeptionelle Ausgestaltung des Eigeninitiativbegriffs wurde vorrangig von dem Giessener Arbeitspsychologen Michael Freese in zahlreichen Untersuchungen forciert. Im Mittelpunkt der Analysen steht die Frage, aus welchen Komponenten sich die Eigeninitiative zusammensetzt und mit Hilfe welcher Faktoren sie beeinflusst werden kann.
Nach Frese und Fay gehören zu den augenscheinlichsten Merkmalen eine selbststartende Inhärenz, Proaktivität sowie Persistenz.4 Unter einem selbststartendem Verhalten wird jenes verstanden, welches sich mit einem Sachverhalt auseinandersetzt oder an einer Aufgabe arbeitet, ohne dass eine externe Aufforderung dazu verleitet hätte5 oder „Bestandteil der Tätigkeitsbeschreibung ist“6. Allerdings ist der Begriff der Selbstinitiierung kontextabhängig zu sehen, da sich die Dimensionen von Eigeninitiative bezüglich des Tätigkeitsfeldes und Verantwortungsbereiches (z.B. Manager versus Produktionsarbeiter) stark unterscheiden.7
Proaktivität beschreibt die Tätigkeitsaufnahme an sich, die aktiv und eigenständig vollzogen wird. Ziel des proaktiven Verhaltens ist, dass Probleme so gelöst werden, dass sie nicht mehr auftauchen oder zumindest weniger störend sind. Mögliche Probleme sollten gedanklich vorweggenommen werden und unmittelbar durch Handlungen verhindert und nicht erst bei Eintritt reaktiv gelöst werden.
Persistentes Verhalten vereinigt in sich eine gewisse Kontinuität und Beharrlichkeit. Zudem deckt sich Eigeninitiative mit dem grundsätzlichen Leitbild des Unternehmens, der business mission und ist auf einen längeren Zeithorizont ausgerichtet.8
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Eigeninitiative in der modernen Arbeitswelt und führt in die explorative Auswertung der Unternehmerbefragung 2007 ein.
2. Theoretische Vorüberlegungen zum Begriff Eigeninitiative: Dieses Kapitel definiert Eigeninitiative als selbstbestimmtes Handeln und diskutiert Merkmale wie Proaktivität und Persistenz sowie die Voraussetzungen und Barrieren ihrer Entstehung.
3. Empirische Datenbasis: Hier werden der Aufbau der Unternehmerbefragung in Südthüringen, die eingesetzten Fragebögen sowie die statistische Auswertung von Risikobereitschaft und Selbstwirksamkeit dargestellt.
4. Eigeninitiativmessung durch Barrierenüberwindung: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise zur Messung von Eigeninitiative anhand von Barrierenüberwindung und analysiert die Ergebnisse im Kontext relevanter Variablen sowie des Unternehmenserfolgs.
Eigeninitiative, Unternehmer, Nachfolgeprozess, Südthüringen, Selbstwirksamkeit, Risikobereitschaft, Barrierenüberwindung, Proaktivität, Persistenz, Unternehmenserfolg, Arbeitspsychologie, Personalmanagement, Unternehmensführung, Empirische Daten, Kompetenz
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Konzept der Eigeninitiative und untersucht deren Ausprägung bei Unternehmern, insbesondere im Kontext von Unternehmensnachfolgen in Südthüringen.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung der Eigeninitiative, ihrer empirischen Messung durch Barrierenüberwindung sowie der Analyse von Zusammenhängen mit persönlichen und betrieblichen Variablen.
Das Ziel ist es, das Eigeninitiativpotenzial bei Seniorunternehmern und Nachfolgern zu vergleichen und zu prüfen, ob die Selbsteinschätzung der Unternehmer mit der in realen Situationen gezeigten Eigeninitiative korreliert.
Es wird ein empirischer Ansatz gewählt, der auf einer Befragung von 400 Unternehmern basiert. Die Eigeninitiative wird unter anderem durch eine Skala zur Barrierenüberwindung gemessen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Vorstellung der empirischen Datenbasis, die detaillierte Messung der Eigeninitiative und die Analyse von Korrelationen mit Faktoren wie Alter, Geschlecht und Unternehmenserfolg.
Wichtige Schlagworte sind Eigeninitiative, Unternehmensnachfolge, Barrierenüberwindung, Selbstwirksamkeit und Südthüringen.
Ja, die Arbeit stellt eine deutliche Diskrepanz fest: Während sich die befragten Unternehmer in Selbsteinschätzungen sehr positiv bewerten, zeigt die Messung durch Barrierenüberwindung ein deutlich differenzierteres Bild.
Die empirische Untersuchung zeigt, dass Nachfolger tendenziell mehr alternative Handlungsoptionen in schwierigen Situationen nennen können und somit eine aktivere Ausprägung an Eigeninitiative aufweisen als die Seniorunternehmer.
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