Bachelorarbeit, 2021
131 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Aktueller Forschungsstand
3 Theoretischer Hintergrund
3.1 Begriffserklärung
3.1.1 Wohnimmobilien
3.1.2 Wirtschaftsimmobilie
3.1.3 Kapitalanlage
3.2 Preisentwicklung
3.2.1 Historie
3.2.2 Deutscher Wohnimmobilienmarkt
3.2.3 Regionale Bevölkerungsentwicklung
3.3 Immobilienblase
3.3.1 Begriffserklärung
3.3.2 Ursachen für die Entstehung einer Preisblase
3.3.2.1 Geld- und Kreditmenge
3.3.2.2 Leerstand
3.3.2.3 Wohnungsbedarf
3.3.2.4 Zu lockere Geldvergabe
3.3.3 Phasen eine Blase
3.3.4 Kennzahlen
3.4 Beschreibung der Immobilienkrise in den USA
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Untersuchungsdesign und -durchführung
4.2 Erhebungsinstrument
4.2.1 Stichprobe
4.3 Datenaufbereitung mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring
4.4 Prüfung der Gütekriterien
5 Ergebnisse
5.1 Preisentwicklung
5.1.1 Bisherige Preisentwicklung
5.1.2 Künftige Preisentwicklung
5.2 Vergleich mit dem US-Immobilienmarkt
5.2.1 Gemeinsamkeiten
5.2.2 Unterschiede
5.3 Preisblase
5.3.1 Definition einer Preisblase
5.3.2 Gründe für eine Blase
5.3.3 Gründe gegen eine Blase
5.4 Äußere Einflüsse auf die Preisentwicklung und Immobilienblase
5.5 Ausblick der Experten
6 Diskussion
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Entwicklung des deutschen Wohnimmobilienmarktes im Kontext potenzieller Gefahren einer Immobilienblase. Anhand einer qualitativen Analyse, die durch Experteninterviews mit Branchenvertretern gestützt wird, soll geklärt werden, ob in Deutschland Indikatoren für eine spekulative Preisblase vorliegen und wie sich der deutsche Wohnimmobilienmarkt von historischen Krisenszenarien, insbesondere der US-Immobilienkrise, abgrenzt.
3.3.2.4 Zu lockere Geldvergabe
Die Kreditvergabestandards nehmen maßgeblich Einfluss auf die Preisentwicklung am Wohnimmobilienmarkt. Eine lockere Vergabe von Immobilienkredite erhöht die Nachfrage und damit die Preisentwicklung an den Wohnimmobilienmärkten, da einem größeren Personenkreis die Möglichkeit geboten wird, Immobilieneigentum erwerben. Dieses neu hinzugekommene Klientel konnten sich bisher aufgrund fehlenden Eigenkapitals oder eines zu geringen freien Einkommen keine Immobilie leisten. Die Kombination aus sogenannten Subprime-Schuldnern in Verbindung mit übertriebenen Preissteigerungen birgt eine Gefahr für das ganze Finanzsystem.
Ellis beschreibt in dem 2008 veröffentlichten Arbeitspapier fünf Maßnahmen, die von amerikanischen Geschäftsbanken vorgenommen wurden, um den eigenen Marktanteil in der Boomphase vor der Finanzmarktkrise zu erhöhen und damit die Nachfrage noch weiter beflügelt haben.
Private Geschäftsbanken haben das Kreditgeschäft im Alt-A und Subprime Segment signifikant ausgebaut. Alt-A-Kredite besitzen einige risikoerhöhende Eigenschaften wie eine hohe Beleihung oder eine unzureichende Dokumentation der finanziellen Verhältnisse der Kreditnehmer. Subprime-Kredite werden an Schuldner mit zweifelhafter Bonität vergeben. Die Anforderungen der Banken an die Dokumentation des Einkommens und Vermögens der Schuldner wurde immer lockerer gehandhabt. Der Wert des Pfandobjektes war wichtiger als die Tatsache ob der Schuldner fähig ist den Kredit zurückzubezahlen. Die Niedrigzinspolitik der US-Notenbank führte dazu, dass variabel verzinste Kredite im Vergleich zu festverzinslichen Darlehen interessanter werden. Zusätzlich wurden die sogenannten Adjustable-Rate-Mortgages (ARM’s) durch niedrige Einführungszinssätze beworben. Ein weiterer Beleg für eine Lockerung der Vergaberichtlinien war die Aufnahme weiterer Nachrangdarlehen und Ausweitung der loan-to-value Grenze bis hin zu einer 100% Finanzierung. Zu guter Letzt wurden Darlehen ohne laufende oder sogar mit negativer Tilgung ausgegeben, sodass Darlehen mit einer hohen Beleihung bei gleichbleibenden Preisen unverändert blieben und somit das Risiko konstant hoch blieb.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Immobilienpreisentwicklung während der Corona-Pandemie ein und definiert die zentrale Forschungsfrage, ob in Deutschland eine Immobilienblase besteht.
2 Aktueller Forschungsstand: Hier werden Studien und Berichte von Organisationen wie UBS, EZB und Bundesbank analysiert, die das Risiko von Überbewertungen am aktuellen Immobilienmarkt evaluieren.
3 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit durch begriffliche Klärungen, die historische Einordnung der Preisentwicklung sowie eine detaillierte Erläuterung der Immobilienblase inklusive eines Vergleichs zur Krise in den USA.
4 Methodisches Vorgehen: Es wird das qualitative Forschungsdesign dargelegt, welches Experteninterviews umfasst, die transkribiert und nach Mayring inhaltlich analysiert werden.
5 Ergebnisse: Dieser Abschnitt fasst die Erkenntnisse aus den Experteninterviews zur bisherigen und künftigen Preisentwicklung, zum Vergleich mit den USA sowie zur Einschätzung der Blasengefahr zusammen.
6 Diskussion: Die gewonnenen Ergebnisse aus den Experteninterviews werden kritisch mit der zuvor erarbeiteten Theorie und dem Forschungsstand verknüpft und diskutiert.
7 Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und resümiert, dass zwar lokale Anzeichen existieren, aber keine flächendeckende Immobilienblase in Deutschland vorliegt.
Wohnimmobilien, Immobilienblase, Preisentwicklung, Immobilienmarkt, Mietpreise, Kaufpreise, Kreditvergabe, Zinspolitik, Wohnungsbedarf, Subprime-Krise, Immobilienfinanzierung, Eigenkapital, Bautätigkeit, qualitative Inhaltsanalyse, Marktentwicklung.
Die Arbeit untersucht, ob der deutsche Wohnimmobilienmarkt Anzeichen einer spekulativen Preisblase aufweist, insbesondere vor dem Hintergrund der durch die Pandemie veränderten Marktbedingungen.
Zentrale Themen sind die Preisentwicklung der letzten Jahre, die Ursachen und Phasen einer Immobilienblase, der Vergleich zum US-Immobilienmarkt vor 2007 sowie äußere Einflussfaktoren wie Zinsumfeld und Politik.
Die primäre Forschungsfrage lautet: Befinden wir uns in Deutschland in einer Immobilienblase?
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews mit Immobilienfinanzierungsexperten und Maklern basiert, welche durch eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, methodische Ausführungen, eine detaillierte Ergebnispräsentation aus den Interviews sowie eine Zusammenführung und Diskussion dieser Ergebnisse.
Wohnimmobilien, Immobilienblase, Preisentwicklung, Kreditvergabestandards und Marktindikatoren sind die wesentlichen Begriffe dieser Arbeit.
Die Experten kommen zu dem Schluss, dass die Preise zwar stark gestiegen sind, jedoch oft durch fundamentale Faktoren wie Nachfrage und knappe Angebote gestützt werden, statt rein spekulativ getrieben zu sein.
Im Gegensatz zur US-Krise zeichnet sich der deutsche Markt durch konservative Kreditvergabepraktiken, einen höheren Eigenkapitaleinsatz und eine überwiegend langfristige Zinsbindung aus.
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